Mittwoch, 29. Dezember 2010

Arved Fuchs mit neuer Vortragsreihe

Ab Februar ist Arved Fuchs mit seiner neuen Multivisionsshow mit dem bezeichnenden Namen Nordpoldämmerung auf Tour. Der Vortrag dokumentiert die Expedition mit der Dagmar Aaen zu der Nordwestküste Grönlands, auf den Spuren der historischen Greely-Expedition (1881 bis 1884), deren Ausgang damals dramatisch war (Linktipp: arcticwebsite).
Die Vortragsreihe startet am 03.02.11 in der Stadthalle Göttingen. Alle Termine 2011 finden sich auf der Webseite von Arved Fuchs. In unsere Gegend kommt er leider erst in fast einem Jahr, am 05.12.11 in die Raiffeisenbank Bürstadt.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Unterwegs mit Hund

Noch bin ich mit meiner Tara natürlich nicht soweit, aber man informiert sich selbstverständlich bereits im Vorfeld über das Thema Touren mit Hund. Als erstes wurde ich auf den Outdoor-Ratgeber Trekking mit Hund von Heiko Kühr aufmerksam. Ein interessantes kleines Büchlein mit Anekdoten von unterwegs, das der Autor aus der Erfahrung von über zweitausend gemeinsamen Kilometern mit seinem Husky verfasste. Alternativ gibt es noch das etwas allgemeiner gehaltene Buch Wandern mit Hund von Rabea Ali. Handlich und informativ ist auch die Notfallapotheke für Hunde von Martin Bucksch, die wunderbar in jeden Rucksack passt.
Bei meinen Recherchen zum Thema Trekking mit Hund stieß ich dann auch noch auf eine relativ junge Hundesportart, das Dogtrekking. Hierbei handelt es sich um einen Orientierungslauf mit Hund, der über große Distanzen und durchaus auch mehrere Tage verläuft. Ein interessantes Thema, das ich wohl noch etwas verfolgen werde. Christian Vajk hat hierzu über Books on demand das Buch Dogtrekking veröffentlicht. Links zum Thema wären außerdem:

- Der österreichische Verein Dogtrekking & more
- Kai Thuraus Blog Dogtrekking.eu
- Wolfgang Hülbigs Seite Dog-Trekking
- Ein Bericht über Dogtrekking bei stadthunde.com

Morgen Thementag bei 3sat

Weite Wege heißt der Thementag morgen bei 3sat. Schon morgens um sechs Uhr beginnt er mit zwei Dokumentationen über das Pilgern. Es folgen Beiträge, die uns in ferne Länder führen. Sie reisen auf der Gewürzstraße, gehen auf Zugfahrt durch Afrika, folgen dem Golfstrom oder auch den Reisewegen über Alpenpässe. Mein TV-Tipp: 24 Stunden Wasserwege, Handelsrouten, Pilgerpfade und legendäre Straßen.

Samstag, 25. Dezember 2010

Kleine Schneeschuhwanderung

Es kommt ja nicht so oft vor, dass der Schnee in unseren Breiten ausreicht, um die Schneeschuhe anzuschnallen. Über Weihnachten hat es nun aber doch genügend geschneit. Ich war mir sicher, in den hessischen Rheinauen genügend unberührte Fläche zu finden, um eine schöne Tour machen zu können. Also packte ich mein Zeug in den Rucksack, lud meinen Hund ein und fuhr über den Rhein nach Hessen. Kurz hinter Wehrzollhaus gelangt man über einen Feldweg an die Eisenbahnbrücke, wo ich das Auto abstellte. Von der Eisenbahnbrücke wanderte ich über dick verschneite Wiesen den Altrhein entlang. In den Senken war unter dem Schnee noch das Eis des letzten Hochwassers zu spüren, aber es war wohl kalt genug, dass mich das Eis zumindest mit Schneeschuhen sicher trug. Tara hatte derweil keinerlei Probleme mit Eis oder Tiefschneefeldern. Ich ließ sie ein gutes Stück frei laufen und sie tobte sich regelrecht aus und genoss den Schnee in vollen Zügen.
Vom Altrhein wanderte ich in weitem Bogen hinüber zu den Wiesen am Rhein. Schon bald kam ich dabei ordentlich außer Puste. Ist halt schon etwas Anderes wie eine normale Wanderung. Trotzdem genoss ich die Tour. Leider war ich erst am Nachmittag gestartet. Zu schnell kam ich in die Dämmerung und verpasste damit ein paar schöne Landschaftsaufnahmen. Knapp drei Stunden später kam ich wieder am Auto an. Inzwischen hatte es einige Grad heruntergekühlt und ich freute mich schon darauf, zuhause ein wärmendes Getränk zu genießen. Leider zu früh gefreut. Auf dem Feldweg muss man nämlich drehen, um ihn zurück fahren zu können. Durch den vielen Schnee war aber der Untergrund nicht erkennbar. Ich schaffte es gerade einmal ein kleines Stück rückwärts, dann ging plötzlich garnichts mehr. Der Schnee war so hoch und der Untergrund völlig vereist, sodass plötzlich selbst im Standgas nur noch die Reifen durchdrehten. Ich versuchte den Schnee unter dem Auto wegzuscharren und legte die Fußmatten vor die Antriebsräder, die dann aber beim Versuch anzufahren ganz schnell einfach nur unter den Reifen hindurchrutschten. Toll, wenn man mitten in der Pampa steht und niemand mehr weit und breit herumspaziert. Zum Glück hatte ich aber mein Handy einstecken. Mein Vater kam mir dann mit einer Schaufel und einem alten Teppichläufer zu Hilfe. Auf dem konnten wir mein Auto tatsächlich relativ einfach aus der Eisfalle befreien. Allerdings brachte dann auch mein Vater sein Auto nicht ohne Hilfe von der Stelle. Selbst auf der Landstraße angekommen war es noch ganz leicht, die (Winter-)Räder durchdrehen zu lassen. Doch kein Wetter, um Ausflüge mit dem Auto zu machen.

Freitag, 5. November 2010

Einer der besten Beiträge des Tages

Man soll es nicht glauben, bereits zum zweiten Mal wurde einer meiner Reiseberichte von der Geo-Redaktion als einer der besten Beiträge des Tages ausgewählt und erscheint am Sonntag, den 7. November 2010 in der aktuellen Bilderleiste auf der Startseite der GEO-Reisecommunity. Der Reisebericht „Wasserwandern in Mecklenburg” berichtet von meiner diesjährigen Kajaktour über die Mecklenburgische Seenplatte. Schön wars.

Donnerstag, 4. November 2010

Fjällräven und STF richten zusammen Winterevent aus

Fjällräven plant schon seit einiger Zeit die Einführung eines Winter-Events als Pendant zu dem allseits bekannten Fjällräven Classic. Ich habe bereits von dem so genannten Fjällräven Winter Classic berichtet. Angepeilt war Frühjahr 2011 in den Bergen von Jämtland. Nachdem nun alle Möglichkeiten erwogen wurden, beschloss Fjällräven Skifahrer zu motivieren, die Original Jämtland Triangle mitzulaufen, eine Winterexkursion, die durch die Svenska Tourist Föreningen (STF) organisiert wird. Diese Jämtland Triangle wird jedes Jahr in eben jenem Gebiet abgehalten, das auch für den Fjällräven Winter Classic auserkoren war.

Die Berge von Jämtland bieten eine fantastische Kulisse für Skitouren und die Jämtland Triangle ist ein wahrer Klassiker für jeden, der gerne Berge und Schnee miteinander verbindet. Die Idee hinter der Fjällräven Winter Classic war, mehr Menschen die Gelegenheit zu bieten, die schwedischen Berge im Winter zu erleben. STF hat langjährige Erfahrung und eine professionelle Organisation aufgebaut, die vier Touren jeden Winter anbietet. "Wir glauben von ganzem Herzen, dass STF's Tour eine ideale Ergänzung zu unserem Sommer Fjällräven Klassiker ist", meint Andreas Josefsson, Event-Manager bei Fjällräven.

Fakten zur Original Jämtland Trinangle
Die Jämtland Trinangle verläuft von Storulvån nach Sylarna, dann hinauf nach Blåhammaren, bevor die wohlverdiente Abfahrt zurück nach Storulvån hinabführt. Auf Skiern, inmitten dieser beeindruckenden Landschaft, wird einem schnell klar, warum diese Triangle eine der populärsten Reiserouten in Schweden ist. Die hohen Gebirgsebenen bieten eine weit reichende Aussicht über die Jämtland Berge mit ihren schroffen Gipfeln und sanften Kuppen. Die vertrauten Bergstationen bieten Komfort, freundlichen Empfang und sehr gutes Essen. in allen drei Stationen kann man sich in der Wärme einer Sauna erholen und fabelhaft zu Abend essen. Auf der Original Jämtland Trinangle werden die Teilnehmer unter der Obhut erfahrener Führer gemeinsam die Berge entdecken.


Preis: ab SEK 3.850,-
Darin enthalten:
Unterkunft: drei Übernachtungen in Vierbettzimmern
Mahlzeiten: alles inclusive
Erfahrene Bergführer auf dem gesamten Trip

Datum:
07.-10.03.11
14.-17.03.11
16.-19.04.11
26.-29.04.11

Buchung und Informationen:
www.svenskaturistforeningen.se
+46 (0) 8 463 22 70, +46 (0) 647 722 00
jamtlandsbokning@stfturist.se

Samstag, 30. Oktober 2010

Trekking im TV

Wer Digital-TV empfängt, der kann sich den 02.11.2010 im Kalender markieren. Auf EinsPlus wird dann bei der Sendung in.puncto das Thema Trekking behandelt. Neben verschiedenen Touren soll auch auf Ausrüstung eingegangen werden. Ein spezieller Punkt wird außerdem die neue Generation der Outdoor-GPS-Geräte sein.

in.puncto
26.10.2010, 22:15 Uhr
EinsPlus

Unter dem o.g. Link sind auch zwei kurze Videos zur Sendung zu sehen.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Ferienjobs der besonderen Art

Ein interessantes Angebot für alle, die den etwas anderen USA-Urlaub erleben möchten. Zur Fertigstellung des Continental Divide Trails, der über 5.000 Kilometer von Kanada nach Mexiko verläuft, suchen die Continental Divide Trail Alliance und die Colorado-Fourteeners-Initiative freiwillige Helfer. Es wird wohl keine spezielle Voraussetzung verlangt und Kost und Logie im Camp übernommen.

Weitere Informationen unter: www.cdtrail.org und www.14ers.org
Quelle: www.outdoor-magazin.com

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Veränderungen


































Ich bin ja schon mit dem Viechzeug aufgewachsen und hatte auch sonst immer viel Kontakt zu Hunden. Nun hat das Schicksal wieder zugeschlagen. Mein Vater wollte mir vor einer anderthalben Woche wohl die Vorzüge der großen drei französischen Hirtenhunde Beauceron, Briard und Picard erläutern. Sie selbst haben ja einen Briardrüden, Herrmann, ein toller Hund mit einem klasse Charakter. Im Internet wollte er mir nun die anderen beiden französischen Hütehund-Vertreter zeigen und stieß auf die Seite Beauceron in Not. Tja und da war sie dann. Direk als oberster Hund. Tara, eine junge Beauceron-Mix-Dame, die über den Sans Frontières e.V. vermittelt wurde, einen deutschen Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tiere aus zwei Tierheimen im Elsass zu vermitteln. Ich war ja inzwischen in Colmar im Tierheim und habe gesehen, wie die Tiere dort gehalten werden (müssen). Etwas mehr Unterstützung täte diesem Tierheim wirklich gut.

Nun hatte ich also Tara im Internet gesehen und sie ließ mich irgendwie nicht mehr los. Abends, als ich dann zuhause am Rechner saß, musste ich die Website einfach noch einmal suchen und mir den Bericht der Vermittlerin in Ruhe durchlesen. Ein Blick auf die Fotos und das kurze Video genügte, um mir ans Herz zu gehen und der Klick auf das Bewerbungsformular erfolgte fast automatisch. Dann ging alles irgendwie ganz schnell. Ausgiebige Telefonate mit der Vermittlerin, Besichtigung meiner Wohnung durch den Wormser Tierschutzverein, viele Recherchen im Internet und erneute Lektüre meiner Hundebücher, Zusammentragen von neuer Hundegrundausstattung und dann die gemeinsame Fahrt mit meinem Vater nach Colmar.
Nun habe ich Tara seit Samstag hier und schon die ersten Erlebnisse. Bis ich sie aber mit auf Tour nehmen kann, habe ich noch einiges zu bewältigen. Vor allem lebe ich an einer Hauptstraße, wenn auch am Stadtrand. Um aber in unser Naherholungsgebiet zu gelangen, muss ich zweimal die Hauptstraße und eine Brücke über die B9 überqueren. Der Verkehr scheint Tara sehr zu verunsichern. Überhaupt alles, was schneller wie ein Fußgänger ist, wie ich inzwischen weiß. Dann muss man sie nämlich gut festhalten, da sie ansonsten hinterherspringen würde. Das muss ich natürlich in den Griff bekommen, bevor ich mich den entspannteren Dingen widmen kann. Zum Glück haben gute Freunde eine Hundeschule in Erzhausen, Fisches kluge Hunde. Da Jutta, die Inhaberin, auch nebenher Tierheilpraktik studiert und auch schon häufiger Pflegehunde bis zu deren Vermittlung aufgenommen hat, werde ich mich erst einmal auf ihre Erfahrung zu stützen versuchen. Wenn ich das richtig interpretiere, dann scheint Tara ihre Unsicherheit momentan nämlich schnell mit Übermut zu kompensieren und ich will ja nicht, dass sie für sich oder Andere zur Gefahr wird. Später soll sie ja entweder frei, oder an der Langleine mit eigenem Hunderucksack laufen, oder sogar mit in den Canadier auf Paddeltour können und mit im Zelt schlafen. Bis dahin dauert das aber noch eine Weile. Momentan schaut es eher so aus, dass sie die erste Langleine bereits durchgebissen hat und plötzlich frei umhersprang. Sie hat einen unbändigen Bewegungsdrang und tollte sofort wie wild mit anderen Hunden umher. Wahrscheinlich konnte sie nicht verstehen, dass sie als einziger Hund im Park angeleint bleiben sollte.
Gute Tipps oder sonstiger konstruktiver Austausch über die Kommentarfunktion ist übrigens herzlich willkommen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Man lernt nie aus

Als Hobby-Reisefotograf lernt man nie aus. Hatte ich mir dieses Jahr ja erst die Panasonic DMC-TZ10 zugelegt, musste ich diese vor ein paar Wochen direkt schon zur Reparatur einsenden. Die Displaybeleuchtung funktionierte nur noch sporadisch und es hatte mir über Nacht im ausgeschalteten Zustand Akkus leergezogen. Nun bekam ich einen Kostenvoranschlag, weil es sich bei dem Problem um sogenannte Fremdeinwirkung handelt. Die Kamera hat einen Korrosionsschaden, der auf meiner letzten Tour entstand. Nichts drin mit Garantiefall. Hohe Luftfeuchtigkeit ist halt Gift. Inzwischen weiß ich, dass solch eine wasserdichte PVC-Kamerahülle alleine nicht ausreicht. Mein Fotohändler gab mir den Tipp, da zukünftig lieber noch ein Silikatkissen mit hinein zu packen, da selbst Temperaturschwankungen ausreichen können, um in der geschlossenen Hülle Feuchtigkeit kondensieren zu lassen. Ihm selbst ist mal eine Canon DSLR kaputt gegangen, weil durch einsetzenden Regen ein paar einzelne kleine Regentröpfchen auf die Kamera gerieten. Selbst sofortiges Abwischen brachte nichts mehr, die wunde Stelle war getroffen. Damned! In meinem Fall ist jetzt die Reparatur fast genauso teuer, wie mich das wasserdichte Tauchgehäuse gekommen wäre. Das ist echt bitter, aber auch lehrreich.
Wenn ich daran denke, was meine alte Canon Ixus 60 in Schottland oder Lappland alles mitgemacht hat, bin ich aber auch etwas enttäuscht.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Pfälzerwald und neue Ausrüstung

Am Freitag fuhr ich vormittags nach Bad Bergzabern. Der Park and Ride Parkplatz direkt hinter dem Bahnhof bot sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Wochenendtour an. Peter hatte zwei der Trekkingplätze gebucht, wie ich ja schon berichtete. Er plante nach der Arbeit mit der Bahn bis Annweiler zu fahren, wo wir uns kurz vor sechs treffen wollten. Genügend Zeit für mich, um von Bad Bergzabern aus über den Radweg Deutsche Weinstraße nach Annweiler zu laufen. Das Wetter war ja ganz gut. So lief ich durch Pleisweiler, Gleiszellen, Klingenmünster, vorbei an der weithin sichtbaren Burg Landeck und der Pfalzklinik, dann ging es endlich in den Wald in Richtung Waldrohrbach. Mitten im Wald traf ich einen Jagdpächter, mit dem ich mich über den weiteren Wegverlauf unterhielt, als ich eine SMS von Peter bekam. Er hatte früher Feierabend machen können und wollte bereits in einer halben Stunde da sein. Wie schön, dass der Mann mich kurzerhand mit seinem Auto bis zum Parkplatz mitnahm. Dort stand der Bus nach Annweiler. Aber nicht, um Fahrgäste mitzunehmen, sondern um Pause zu machen. Seine nächste Tour sollte gerade losgehen und er hatte nichts dagegen, mich hier einsteigen zu lassen. Manchmal sind es wirklich Zufälle und freundliche Menschen, die dafür sorgen, dass alles wie am Schnürchen klappt.

Ich hatte meine Ausrüstung etwas leichter gewählt, da ich ja weiß, dass es im Pfälzerwald ständig auf und ab geht. Also kam mein Golite Trek Pack mal wieder zum Einsatz. Der Rucksack hat ordentlich Volumen und ist dabei kein Kilogramm schwer. Als Schlafsack wählte ich meinen Marmot Daunenschlafsack, als Shelter das GoLite Shangri-La 3 mit dem Groundsheet, das ich bisher noch nicht eingeweiht hatte. Ganz neu dabei war die Mammut Light Pump Mat. Mit 183 x 55 x 7,5 cm und lt. Hersteller 570 g Gewicht zuzüglich Packsack und Reparaturkit eine nette, aber recht teure Matte mit integrierter Pumpe. Eine dünne PU-Schaumfüllung bringt diese körperbetont geschnittene Luftmatratze auf einen angegebenen R-Wert von 4,1. Hiermit wird der Wärmedurchgangswiderstand angegeben. Wer etwas mehr darüber erfahren möchte, kann sich zum Beispiel dem Beitrag bei ausgeruestet.com widmen. Die Matte soll wohl vor allem für den alpinen Einsatz gedacht sein und ist hoffentlich dementsprechend robust. Als Seitenschläfer empfinde ich eine dicke Matte auf jeden Fall bequemer. Über die Isolierung kann ich bisher natürlich noch nicht so viel sagen. Es wurde zwar nachts schon etwas frisch, aber noch lange nicht grenzwertig. Allerdings muss ich sagen, dass die angegebenen dreißig Sekunden zum Aufpumpen wohl doch etwas arg optimistisch sind. Man hat aber relativ flott den Bogen raus, die integrierte Handpumpe zu bedienen und die Matte in einer angemessenen Zeit in Form zu bringen.
Das Liegegefühl empfand ich als ganz angenehm. Was jedoch auffällt, ist das Geräusch der Matte, wenn man sich bewegt. Im vorherigen Vergleich mit der Therm-A-Rest NeoAir fiel mir die Wahl nicht schwer. Engelhorn Sports in Mannheim hat extra ein Kiesbett im Laden, mittels welchem ein unebener Boden simuliert werden kann. Dort hatte ich einige Matten ausprobiert. Die NeoAir Regular bietet wohl nicht die gleiche Isolation, ist dafür aber noch einmal 20 Gramm leichter. Mich störte jedoch ganz massiv das Rascheln des Ripstop-Nylons, während das Geräusch der Mammut Light Pump Mat eher meinen Zeltnachbarn in den Ohren lag.

Mein Shangri-La 3 nur mit eingeknüpftem Boden zu benutzen war vor allem für die Weberknechte und Grillen von Vorteil, die dort schnell ein trockenes Plätzchen fanden und in meine Sachen hinein krabbelten. Ob auf diesem Wege während ich schlief auch die kleine Zecke den Weg auf meinen Handrücken fand, weiß ich nicht. Generell ist das Shelter ohne Nest recht geräumig.
Ich habe die Vordere Ecke des Groundsheets nach hinten geklappt und so im Eingangsbereich Platz für die schmutzigen Schuhe geschaffen. Dadurch hat man dann aber auch keine vollständige hochgezogene Bodenwanne mehr.

Peter hatte sein neues Shangri-La 5 eingepackt. Die erste Nacht waren wir nur zu zweit und teilten uns dieses Zelt. Schön ist daran die am Nest ausgesparte Apside. So wird das Nest vor einfallendem Regnen bei Öffnen des Einganges geschützt und man hat einen Platz für schmutzige Wanderschuhe. Was die Liegefläche angeht, so sind vier bis fünf Personen angegeben, was wir wie meist eher für unrealistisch halten. Geht man davon aus, dass man keinen Ast findet, um das Zelt ohne Mittelstange aufzustellen, dann haben es zwei Personen mit Gepäck sehr bequem. Noch ein Hund, oder ein Kind dazu ist zu realisieren, aber ich finde, ab drei Erwachsene mit Gepäck mus man schon sehen, wie man die Mittelstange noch gescheit stellt. Aber vielleicht hat ja jemand bereits gegenteilige Erfahrungen gemacht.

Leider hatte ich zum Fotografieren nur mein Handy dabei. Die Ausbeute ist daher recht mager, viele Fotos unscharf und nicht zu gebrauchen. Meine Panasonic Lumix DMC-TZ10 habe ich wegen eines Problems mit dem Display und Akkuentladung im ausgeschalteten Zustand leider einschicken müssen und habe noch keine Ahnung, wie lange ich darauf verzichten muss. Lt. dem Händler meines Vertrauens auf jeden Fall mehrere Wochen :-O

Mittwoch, 22. September 2010

Zweifelhafter Wettlauf zum Nordpol

Gestern Abend, ganz zufällig, entdeckte ich diese Sendung Top Gear, in der sich die drei Briten Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May unkonventionelle und aberwitzige Rennen liefern. Die Folge gestern zeigte dieses Team bei einem Wettlauf zum Nordpol, wobei in diesem Falle wohl der Geografische gemeint war. Von Resolute Bay, der zweitnördlichsten Gemeinde des Territoriums Nunavut in der Baffin-Region wollten sie in einem Rennen Hundeschlitten gegen Auto herausbekommen, wer es schneller an den Nordpol schafft. Hierzu wurde ein Toyota Hilux auf Lkw-Achsen und -Federn gestellt, die Vorderachse weiter nach vorne verlegt, damit größere Reifen aufgezogen werden konnten, die großen Spikereifen speziell handgefertigt, genügend Tankvolumen für eine Expedition eingebaut und einiges mehr. Allerdings sah man schon bei den Trainings zur Vorbereitung, dass es etwas an der notwendigen Ernsthaftigkeit mangelte und man das Ganze eher als großen Spaß anzusehen schien. Dabei versuchten ihnen Fachleute plausibel zu machen, auf was die Jungs sich überhaupt eingelassen hatten. Nun gut, die Sendung wurde ausgestrahlt, also haben sie es letztendlich überlebt, aber dass man so einen Pickup durch die Eiswüste jagt, als wäre man auf der Paris-Dakar unterwegs, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Mehrfach muss das Fahrzeug ausgegraben werden und an einem Eisblock wird unter anderem sogar der Reservetank beschädigt und das kälteresistente Spritgemisch darf sich ungehindert über das Eis verteilen. Ob das wirklich nötig war?
Wie ich inzwischen auf der Internetseite gesehen habe, wurde in einem Test 2008 bereits ein alter Hilux gekauft und den unmöglichsten Belastungstests ausgesetzt. Zum Beispiel wurde er bei Ebbe einfach der Tide ausgesetzt und später aus dem Wasser geborgen. Ein Auto voller Schmiermittel und Sprit. Das Auto hat alle Belastungen eingesteckt und war stets mit kleinen Bordmitteln wieder zum Laufen zu bekommen. Schön für das Auto, spektakulär für die Zuschauer und absolut unnötig, die Umwelt damit zu belasten. Manche Leute könnten sich durch diese Shows sogar beeinflussen lassen. Ob das wirklich sein muss?

Link zum Video

Freitag, 17. September 2010

Theaterwanderung auf dem Mönchsweg

Am Sonntag, 26. September 2010 kann man bei der Mönchswanderung Wandern und Theater miteinander verbinden. Als Wanderer begleitet man Mönche und ihre Esel auf dem Weg vom Zisterzienserkloster Eußerthal zur Burg Trifels.
Auf diesem Weg darf man Szenen aus der Stauferzeit beobachten, wie sie sich so ähnlich im Trifelsland zugetragen haben könnten. Neben den wandernden Mönchen treten auf einzelnen Stationen Bauern, einfache Leute aus der jungen Stadt Annweiler, Ritter, Edeldamen und Könige in Erscheinung. Unterwegs werden für die Wanderer neben einer Stärkung noch einige Überraschungen bereitgehalten. So soll für einen Tag ein kleines Fenster in die Vergangenheit geöffnet werden.

Weiterführende Informationen und Karten im Vorverkauf gibt es hier:

Büro für Tourismus Annweiler am Trifels e.V.
Meßplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Tel.: 06346-2200
Internet www.trifelsland.de

Quelle: www.suedlicheweinstrasse.de

Mittwoch, 15. September 2010

Zehn Jahre E.O.F.T.

Die bekannte European Outdoor Film Tour feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Mit einem Mix aus Abenteuer und Extremsport behandelt die E.O.F.T. alle Facetten des Outdoorsports.
Jedes Jahr von Oktober bis Dezember tourt das abwechslungsreiche Filmprogramm durch Europa. Im Rahmen dieses Programms erhalten selbst Dokumentationen eine ansonsten eher mäßige Attraktivität im Kino, die ausverkauften Häuser der vergangenen Jahre sprechen da eine deutliche Sprache. Die besten Filme der Tour werden außerdem stets auf DVD gebannt und sind z.B. bei Globetrotter zu erwerben.

Programm und Termine, sowie Trailer und viel Background sind auf der offiziellen Seite zu finden:

www.eoft.eu

Montag, 13. September 2010

Trekkingplätze werden sehr gut angenommen

Ich habe bereits in der Vergangenheit über die Trekkingplätze des Vereins Südliche Weinstrasse e.V. berichtet. Nun soll erneut eine Wochenendtour mit Übernachtungen auf den besagten Plätzen stattfinden. Eine schöne Gelegenheit, um zu versuchen etwas mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Frau Uta Holz, Geschäftsführerin für Tourismus des Vereins Südliche Weinstrasse e.V. war so freundlich, mir etwas mehr zu erzählen.

Seit 2009 existieren im Naturreservat Pfälzerwald zwischen Burgruine Guttenberg im Süden und Kalmit im Norden insgesamt sieben eingerichtete Trekkingplätze in für den Umweltschutz unbedenklichen Gebieten. Neben Raum für bis zu sechs Zelte verfügen alle Plätze über eine Feuerstelle und ein kleines Biotoilettenhäuschen. Man könnte sich fast nach Schweden versetzt fühlen.
Wie mir Frau Holz mitteilte, wurden die mit der Einrichtung der Trekkingplätze verbundenen Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ziel sei es gewesen, mit dieser Idee jüngere Menschen für die Pfalz zu begeistern, die als „normale“ Wanderer vielleicht nicht unbedingt hierher gekommen wären. Mittlerweile gibt es zwei große Interessentengruppen:
  1. Familien mit Kindern – meist aus der näheren Umgebung, die oft nur eine oder zwei Nächte auf den Plätzen verbringen, meist um den Kindern die Natur näher bringen.
  2. Reiseerfahrene Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, vor allem aus der Stadt, die schon auf der ganzen Welt Trekkingtouren gemacht haben und sich darüber freuen, dass sie ein solches Angebot nun auch in Deutschland finden. Diese bleiben oft auch länger und suchen sich eine Tour heraus, bei der sie mehrere Plätze miteinander verbinden.
Frau Holz geht davon aus, dass ein langfristiges Interesse am Pfälzerwald und der Südlichen Weinstraße geweckt werden konnte - immerhin völlig ohne kostenpflichtige Werbung, wozu auch einschlägige Foren, wie die Outdoorseiten.net beigetragen haben.
Waren es im Eröffnungsjahr ab Start des Projekts Anfang Juli bis Oktober 2009 rund einhundert Buchungen und ca. einhundertfünfzig Zelte, verbuchen die Betreiber für dieses Jahr, Stand heute, immerhin dreihundertachtundachtzig Einzelbuchungen und zweihundertfünfundsiebzig Familienbuchungen. Ein Trend, der meiner Meinung gerne so weiter gehen darf. Vielleicht kann dieses Projekt doch noch Schule machen und uns in nicht allzu ferner Zukunft Nachahmer in weiteren Wanderregionen bescheren, denn bisher bewegen sich ja alle Wanderer, die auf ihren Touren in Deutschland gerne in weiter Flur übernachten, am Rande der Illegalität.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Frau Uta Holz für die bereitwillige Auskunft. Im Folgenden finden sich noch die Verweise zum Thema:

Samstag, 11. September 2010

Globetrotters neuestes Event

Das neueste Kind
von Globetrotter Ausrüstung ist die GlobeWelt, die nach eigenen Angaben ein Reise- und Outdoorfestival der Superlative werden soll. Dieses Event findet am Samstag, 16.Oktober 2010
von 9 bis 20 Uhr im Congress-Centrum Nord der Kölnmesse statt und bietet Ausrüstung vieler Marken zum Testen, Informationen zu Reiseregionen und jede Menge Insidertipps zum Thema Outdoor, Abenteuer & Reise. Neben Vorträgen von Michael Martin, Alexander Huber, Andreas Kieling, Christian Stangl und vielen weiteren namhaften Referenten gibt es unter Anderem für einen guten Zweck einen Wildnislauf, Bühnenprogramm und ein spannendes Aktivprogramm.
Der Eintritt kostet 8,- Euro, Tickets sind entweder online, oder direkt bei der Kölner Globetrotter-Filiale Olivandenhof erhältlich. Einige Zusatzveranstaltungen kosten darüber hinaus je nachdem 5,- bis 6,- Euro. Alle weiteren Informationen sind auf der Website www.globewelt.info zu finden.

Mittwoch, 8. September 2010

Fliegen wird nun teurer

Gerade wurde ich durch den aktuellen Newsletter von Wikinger Reisen wieder auf die umstrittene Luftverkehrssteuer aufmerksam gemacht. Diese wird auf deutschen Flughäfen ab sofort erhoben und gilt für alle Reisebuchungen seit 01.09.10 für Flüge ab dem 01.01.11

Laut Wikinger unterliegen Reisende, die ein Ticket für Flüge bzw. eine Flugpauschalreise ab Januar nächsten Jahres buchen, nach einem Gesetzentwurf dieser Flugabgabe. Ob der Gesetzentwurf jedoch so oder in abgewandelter Form durchgeht, wird voraussichtlich erst am 26.11.10 feststehen. Dann beraten nämlich Bundesrat und Bundestag abschließend darüber.
Ausschlaggebend für die Berechnung der Steuer ist das Flugziel für abfliegende Passagiere von deutschen Flughäfen:
  • Innerdeutsche Ziele: 8 Euro (für Hin- und Rückflug 16 Euro)
  • Europäische Ziele (bis 2500 km): 8 Euro
  • Ziele im Nahen Osten, Teilen Afrikas, GUS und Zentralasien (2500 bis 6000 km): 25 Euro
  • Langstreckenziele: 45 Euro
Die Fluggesellschaften geben diese Steuer bereits weiter, so dass man trotz ungewissem Ausgang der Bundesratsdebatte schon jetzt einen zusätzlichen Posten auf seiner Rechnung vorfindet. Sollten Bundesrat und Bundestag den Gesetzentwurf doch nicht nicht verabschieden, muss das Geld allerdings wieder zurückerstattet werden. Für den Fall der Verabschiedung des Gesetzes befürchten Manche Umsatzeinbußen vor allem bei den Regionalflughäfen. Frankfurt-Hahn befürchtet Nachteile gegenüber den nahen Nachbarländern, wie Luxemburg, wo es keine entsprechende Steuer gibt.

Herbstzeit, Wanderzeit

Dieses Jahr war ich praktisch nur mit dem Rucksack unterwegs, um einzukaufen. Weiter Laufen bedeutete für mich hauptsächlich in die Stadt oder zum Supermarkt zu gelangen. Das ist sträflich. Mit dem Kajak komme ich bisher auch nur auf etwas mehr als vierhundertzwanzig Kilometer, aber immerhin konnte ich dieses Jahr auf einer Gepäckfahrt endlich die Mecklenburgische Seenplatte kennenlernen. Zu der Zeit wäre es mir zum Wandern aber auch viel zu heiß gewesen. Kaum haben die Temperaturen jedoch wieder etwas nachgelassen, spinnen mir wieder zahlreiche Wandergebiete, wie der Teutoburger Wald, oder die Rhön im Kopf herum. Wie schön, dass sich genau jetzt Peter mit einer Rundmail meldet und eine Wochenendtour im Pfälzerwald mit Übernachtung auf den vom Verein Südliche Weinstraße e.V. eingerichteten Trekkingplätzen vorschlägt. Die Tour soll durch den Wasgau führen und die Burgen Trifels, Madenburg, Ruine Landeck und Ruine Lindelbrunn mit einschließen. Eine wunderbare Gelegenheit, um mein noch recht neues Shangri-La 3 mit dem gerade erst optional bestellten Zeltboden zu testen. Angst vor Stechmücken brauche ich ja nun keine mehr zu haben. Da spare ich etwa 260 Gramm, wenn ich statt des mückendichten Nests nur den Boden einhängen kann. Durch das fehlende Innenzelt wird außerdem ein wenig geräumiger. Und den losen Zeltboden kann man im Eingangsbereich leicht etwas nach hinten klappen, um ihn beim Öffnen im Regen nicht nass werden zu lassen. Das ist beim Nest wegen des Innenzelteinganges nicht so ideal. Findige Enthusiasten mit Nähmaschine haben sich für dieses Zelt sogar extra ein halbes Innenzelt genäht und so quasi eine Apside geschaffen. Würde mich auch reizen, aber ich habe keine Nähmaschine. Dass es von GoLite noch keine Lösung gibt kann ich fast nicht verstehen.

Donnerstag, 2. September 2010

Wasserzeichen in der Schweiz

Es sind alle Kanuten aufgerufen, am 25. September 2010 in das schweizerische Versam am Vorderrhein zu kommen. Dort wird zum zweiten Mal das Wasserzeichen stattfinden. Dahinter steht die Idee, möglichst viele Paddler gleichzeitig auf den Fluss zu bringen und somit ein Zeichen für saubere und befahrbare Gewässer zu setzten. Gleichzeitig findet am Sonntag die Jugend-Schweizermeisterschaft der Wildwasser-Abfahrt statt und so werden auch zahlreiche junge Athleten anwesend sein. Ein seltener, gemeinsamer Auftritt von Freizeit- und Wettkampfsportler als Zeichen, dass sich alle Kanufahrer für die Gewässer einsetzten.

Quelle: Newsletter des Schweizerischen Kanu-Verbandes

Die offizielle Ausschreibung als PDF

Dienstag, 10. August 2010

Abenteuer eines großen Jungen

Quelle: Frankfurter Rundschau

Ed Stafford lief 860 Tage lang den Amazonas entlang und kam weiter als je ein Mensch vor ihm. Auf dem Weg zur Quelle des Tropenflusses trotzte der Brite vielen Gefahren.

Rio de Janeiro – „Mission beendet“, twitterte Ed Stafford jetzt erleichtert, als er am Atlantik ankam. 860 Tage lang sei der Brite dem Amazonas von der Quelle bis zur Mündung gefolgt – und zwar zu Fuß, meldete die Londoner Zeitung Times am Dienstag. „Ich war mir immer sicher, dass es möglich sei“, schrieb der 34jährige britische Ex-Soldat in seinem Blog, den er – per Laptop, Video und Satellitenverbindung – auch von den unwirtlichsten und entlegensten Abschnitten seines Fußmarschs stets aktualisierte...

Der gesamte Artikel ist unter oben angegebenem Link bei der Frankfurter Rundschau zu finden.

Sonntag, 8. August 2010

Ein Wasserwanderer in Mecklenburg

Diesen Titel habe ich meinem heute veröffentlichten Reisebericht über meine Kajaktour in Mecklenburg gegeben. Es hat ein bisschen gedauert, bis alle Bilder, Texte und Daten für die Geo-Reisecommunity aufbereitet waren. Jetzt ist es an der Leserschaft, zu beurteilen, ob sich die Arbeit gelohnt hat. Ich hoffe es natürlich.

Übrigens noch eine kleine Anmerkung zur Müritz: Es handelt sich dabei um einen wirklich großen See, der zudem als Wasserstraße dient. Will man diesen See überqueren, hat man einige Kilometer offenes Wasser zu bewältigen. In der Länge sind es noch einige Kilometer mehr und Rastplätze unterwegs relativ rar. Wind kann unterwegs ganz plötzlich aufkommen und über die eben noch leicht gewellte Wasseroberfläche können plötzlich kurze, schnell brechende Wellen wogen. Dieses Gewässer möchte ich keinem ungeübten Ferienpaddler empfehlen. Man benötigt unter Umständen einige Kondition und Erfahrung mit dem Paddeln in Wellen. Es sollen immer wieder Unfälle passieren, ab und zu auch mit tödlichem Ausgang. Leider konnte ich bisher noch keine offizielle Unfallstatistik im Netz finden. Es gibt aber genügend Gebiete innerhalb der Seenplatte, die wirklich
jedem einen schönen Paddelurlaub versprechen. Nur dabei bitte immer auch an die schützenswerte Flora und Fauna denken.

Reisebericht Ein Wasserwanderer in Mecklenburg

Samstag, 31. Juli 2010

Kajakexpedition im Namen des Umweltschutzes

Ein weiterer Abenteurer, der sich gerade erst am 12. Juli auf eine neue Kajakexpedition gemacht hat, ist der Autor Falk Schultz. Er startete von Lindau aus zu einer 1600 Kilometer langen Tour über den Bodensee und Rhein zum Rhein-Herne-Kanal, dann über Dortmund-Ems-Kanal, Mittellandkanal, Elbe-Seitenkanal, Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal auf die Ostsee. Sein Ziel ist es, Flensburg in weniger als zwanzig Tagen zu erreichen. Mit dieser Aktion möchte Schultz auf den Deutschlandstart der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd aufmerksam machen, die sich für den Schutz bedrohter Meeresbewohner einsetzt.

Freitag, 30. Juli 2010

Neuer Weltrekord für die schnellste Kanufahrt auf dem Rhein
















Nun ist es amtlich: Corrado Filipponi hat es tatsächlich geschafft einen neuen Weltrekord für die schnellste Kanufahrt auf dem Rhein aufzustellen. Gestern Abend um 21:16 Uhr erreichte er in Begleitung eines Schiffes des Port of Rotterdam, das ihn auf den letzte Kilometern begleitete, den Berghaven in Hoek van Holland. Damit unterbot er den bestehenden Rekord im Solokajak um 10 Stunden und 15 Minuten, sowie die überhaupt schnellste Fahrt im Zweierkajak um 15 Minuten. Man darf gratulieren!

www.rhein2010.ch

Sonntag, 25. Juli 2010

Besondere Gäste beim WSV


Auf seiner Jagd nach dem Weltrekord schaffte es Corrado Filipponi heute tatsächlich bis nach Worms. Er und sein Team freuten sich über die Einladung, an unserer Kanustation die Nacht zu verbringen. Also nahm ich die Begleitfahrzeuge an unserem Bootshaus in Empfang, wo dann auch noch neugierige Paddelkollegen aus Mannheim ankamen, die den Rekordversuch ebenfalls online verfolgen. Bald herrschte rege Betriebsamkeit, um Corrado in Empfang zu nehmen, Abendessen sowie Übernachtung im Bootshaus vorzubereiten. Nach einem derart frühen Tagesbeginn und so vielen Stunden im Boot würde man sicherlich am liebsten gleich ins Bett fallen. Davor muss man aber erst einmal etwas essen, die nächste Etappe durchsprechen und telefonisch Radiointerviews führen.

Um das richtig amtlich zu machen muss übrigens an jeder Station ein unabhängiger Zeuge eine kleine Urkunde ausfüllen, mit der er bestätigt, dass Corrado tatsächlich mit dem Kajak angekommen ist. Der Zeuge wird dann noch mit der Urkunde fotografisch festgehalten. In Worms war ich das. Wer hätte das heute gedacht? So kann jeder Tag unerwartete Ereignisse bereithalten.







 
Ich drücke Corrado weiterhin die Daumen für ein gutes Gelingen!

Samstag, 24. Juli 2010

Kajaktour über die Mecklenburgische Seenplatte

Inzwischen habe ich acht Tage Rundtour über die Mecklenburgische Seenplatte hinter mir und ich kann sagen, dass es eine tolle Tour, aber gut was los war. Ich habe natürlich auch wieder mein Tourtagebuch dabei gehabt und werde noch einen Reisebericht verfassen. Zuerst habe ich jedoch meine Fotoausbeute gesichtet, fast vierhundert Bilder bearbeitet und die Exif-Daten mit Koordinaten und Stichworten ergänzt, so lange noch alles frisch im Kopf ist. Das war schon recht aufwändig. Immerhin kann ich nun schon mal vorab eine kleine Diashow anbieten, die ich gerade bei Youtube hochgeladen habe. Ich hoffe, sie gefällt Euch. Um die Diashow in Originalgröße zu sehen, müsst Ihr in dem Fenster rechts unten das Youtube-Symbol anklicken" anklicken.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Schweizer startet zweiten Weltrekord-Versuch auf dem Rhein

Nach der Planung unserer Rheintour von Chur nach Worms ist es ja immer wieder interessant zu lesen, was sich sonst noch so tut.

Der 42-jährige Winterthurer Corrado Filipponi setzt zu seinem zweiten Weltrekord-Versuch auf dem Rhein an. Von Chur aus machte er sich heute im Einerkajak auf den Weg nach Rotterdam. Die momentan schnellste Zeit im Einerboot auf der 1161 Kilometer langen Strecke liegt bei 7 Tagen, 23 Stunden und 31 Minuten und wurde seinerzeit von einem Engländer der British Canoe Union aufgestellt.

Den Hinweis entnahm ich der Onlineausgabe des Kajak Magazins. Die offizielle Internetseite zu dem Rekordversuch findet sich unter der URL www.rhein2010.ch

Auf seiner vierten Etappe wird Filipponi dann voraussichtlich am Sonntag auch bei uns in Worms vorbeikommen. Da drücke ich mal die Daumen und wünsche ihm viel Sitzfleisch!

Sonntag, 11. Juli 2010

Einstimmung auf den Urlaub

Dienstag ist es soweit. Meine Ausrüstung ist soweit zusammengestellt, morgen nochmal das Auto durchchecken und noch ein wenig Verpflegung kaufen, dann gehts nach Mecklenburg-Vorpommern.

Heute habe ich mit meinen Vereinskollegen bei bestem Wetter noch eine Paddelrunde vom Angelhofer- über den Ketscher- zum Otterstädter Altrhein gedreht. Das lässt sich wunderbar als Tagestour anlegen, bei der Einsetzstelle und Endpunkt relativ nah beieinander liegen. Bei diesem Wetter war natürlich entsprechend viel los und auf dem Stück Rheinstrom vom WSV Brühl zur Mündung in den Otterstädter Altrhein kam dann noch ein ignoranter Motorbootfahrer relativ nah an mir vorbei, ohne auch nur im geringsten zu drosseln. Das hätte mich beinahe noch umgeworfen. Diese Typen haben echt verdrängt, dass sie Rücksicht auf uns zu nehmen haben. Trotzdem war die Tour insgesamt sehr schön. Bloß meine Kamera habe ich nicht dabei gehabt. Es wird aber eh bald wieder mehr als genug Fotos zu sichten geben.

Da ich alleine auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte unterwegs sein werde und im Boot zum Glück genug Stauraum vorhanden ist, werde ich mir wohl den einen oder anderen kleinen Luxus gönnen. Mal schauen. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt.

Freitag, 2. Juli 2010

Mecklenburgische Seenplatte für Kurzentschlossene

Viel war ja schon geplant, einiges musste verschoben, anderes sogar gecancelt werden. Damit nun aber trotzdem etwas Unternehmungslust gestillt und der Horizont ein wenig erweitert werden kann, dachte ich mal wieder über Mecklenburg-Vorpommern nach. Die Seenplatte reizte mich ja auch schon lange. Mein Onkel war da schon unterwegs und recht angetan. Die Anfahrt von Worms mit eigenem Boot kostet zwar etwas Zeit, ist aber ansonsten locker realisierbar. 731 Kilometer wären es bis nach Mirow, wo ich bei der Jugendherberge mein Auto lassen könnte. Direkt nebenan liegt noch die Kanustation Mirow, deren Campingplatz zwar günstiger wäre, dafür aber in meinem Falle noch eine Parkgebühr von etwa 2,50 Euro pro Tag dazu käme. Andere lehnten die Abstellung meines Autos für den Zeitraum von wenigstens 14 Tagen auch ganz ab und irgendwo auf der Straße möchte ich das Auto nicht so lange stehen lassen.

Im Vorfeld hatte ich mir schon die folgenden beiden Gewässerkarten besorgt:

Touren-Atlas Wasserwandern: Touren-Atlas Wasserwandern 6. Mecklenburg-Vorpommern 1 : 75 000: TA6

Jübermann Wassersport-Wanderkarten, Bl.6, Deutschland Nordost: Mecklenburgische Seenplatte 1 : 100 000. Für Kanu- und Rudersport. Wasserfest

Der detaillierte Touren-Atlas für die bessere Orientierung auf der Tour, die Gewässerkarte für die bessere Übersicht. Im Forum der outdoorseiten habe ich noch einen Thread eröffnet, um nach eventuellen Mitpaddlern zu schauen und vielleicht noch den einen oder anderen schönen Tipp zu bekommen. An dieser Stelle meinen Dank an Alle!

Bisher hat sich folgender Routenverlauf herauskristallisiert:

Mirower See - Zotzensee - Mössensee - Vilzsee - Labussee - Canower See - Pälitzseen - Ellbogensee - Großer Priepertsee - Wangnitzsee - Drewensee - Woblitzsee - Großer Labussee - Useriner See - Zierzsee - Görtowsee - Jäthensee - Bootstransport via Shuttleservice von Babke zum Leppinsee - Woterfitzsee - Caarpsee - Bolter Kanal - Müritz - Müritz-Havel-Wasserstraße - Mirower See

In Mapsource habe ich mir vorsorglich die wichtigsten Eckpunkte, wie Durchfahrten, Wehre und Campingplätze zusammengestellt und werde mir die Wegpunkte mit entsprechenden Kartenausschnitten aufs GPS laden. Die Jugendherberge ist jetzt auch gebucht, der Bootstransport zwischen Babke und dem Leppinsee mit Paddel-Paul abgeklärt. Die wichtigsten Blätter werde ich mir noch aus dem Touren-Atlas herauskopieren und wasserdicht einlaminieren, ansonsten kanns nun an die Packliste gehen *freu*

Montag, 28. Juni 2010

Fugawi Outdoor-Navigation für Apple

Gerade habe ich gelesen, dass Fugawi nun mit dem sogenannten iMap eine Applikation mit topografischen Karten zur Outdoor-Navigation für das Apple iPhone, iPod Touch und das neue iPad herausbringt. In meinen Augen allerdings nur die Ausnutzung eines Hypes. Ich kann mir allerdings nicht wirklich vorstellen, dass sich diese Geräte im Outdooreinsatz wirklich bewähren würden. Trotzdem möchte ich Euch den Link zu dem Bericht bei prcenter.de nicht vorenthalten.

Dienstag, 22. Juni 2010

GlobeWelt 2010 - Reise- und Outdoorfestival in Köln

Wie man der aktuellen GlobeNews entnehmen kann, hat der Ausrüster Globetrotter ein neues Event ins Leben gerufen. Am 16. Oktober präsentiert die Kölner Filiale unter dem Motto "Globetrotter Ausrüstung übernimmt Verantwortung" nachhaltige Projekte und hat dann natürlich auch Hersteller zu Gast, welche die Besucher über ihre ökologischen und sozialen Projekte informieren wollen. Außerdem werden über 50 größtenteils kostenlose Vorträge und Seminare von und mit den Stars der Szene, wie Michael Martin und Andreas Kieling angeboten. Globetrotter darf dabei auf die freundliche Unterstützung von The North Face, der Stadt Köln, Köln Tourismus und dem DAV bauen.

GlobeWelt 2010
Am: Samstag, 16.Oktober 2010
Von: 9:00 - 20:00 Uhr
Wo: Congress-Centrum Nord/Koelnmesse
Eintritt: 8,00 Euro
URL: www.globewelt.info

Sonntag, 20. Juni 2010

Sommer, Sonne...? Main.

Die diesjährige "Sommerfahrt" unserer Vereins-Kanuwandergruppe sollte mal wieder an den Main gehen. Bewährt hat sich dort der kleine und feine Zeltplatz des Kanu Club Klingenberg, eine idyllische Wiese mit schattigem Baumbestand, Bootsanleger und Pferden in der Nachbarschaft. Freitag Vormittag lud ich dann bei herrlichem Wetter an unserem Bootshaus mein Kajak auf mein Auto und reiste als Vorhut der Gruppe an. Und während sich ganz Fußballdeutschland langsam auf das Spiel gegen Serbien einstimmte, hatte ich in Klingenberg mein Zelt aufgebaut und bereitete mich auf eine kleine Paddeltour vor. Bei einem Spielstand von null zu null und zunehmend enttäuschten Kommentatoren des Bayrischen Rundfunks setzte ich mein Boot ein und paddelte Main aufwärts.

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Auf dem Wasser war es spürbar windig. In diese Richtung hatte ich ihn aber noch im Rücken. Feiner Ausgleich: erst gegen den Strom mit dem Wind, dann auf dem Rückweg mit dem Strom gegen den Wind. Damit kann man leben. Mir fiel jedenfalls auf, dass auf den ganzen Campingplätzen ringsum fast keine Menschenseele zu sehen war. Dabei hatten sich doch so viele Leute extra wegen Fußball frei genommen und selbst ich war plötzlich neugierig, wie sich das Spiel wohl entwickelt hatte. Nirgends das Tröten einer Vuvuzela zu vernehmen, überall verdächtige Stille. Beim THW waren gerade ein paar Leute dabei, eine kleine schwimmende Bühne in Position zu bringen. Die brachten mich dann im Vorbeipaddeln auf den aktuellen Stand. Serbien hatte also ein Tor geschossen und über Fußballdeutschland breitete sich Stille aus. Herrliches Paddelwetter, Rückenwind, ab und zu ein Binnenschiff und ein paar Autos auf der Landstraße. Ansonsten genießerische Ruhe auf und um das Wasser. So gelangte ich dann an die Schleuse bei Heubach, wo ich mich eine kleine Weile treiben ließ. Dann machte ich mich auf den Rückweg. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass die Partie eigentlich vorbei sein sollte. Stille um mich herum. Keine lärmenden Autokorsos, keine Böller, der Ausgang des Spiels war klar. Naja, so viel zu der ganzen Begeisterung nach dem ersten Spiel. Ich hatte aber ganz andere Sorgen. Der Wind kam nun von vorne und frischte plötzlich mächtig auf. Also legte ich mich etwas mehr in die Riemen und ließ mein Boot durch die tanzenden Wellen pflügen. Heisa, das machte richtig Laune und ich hatte einen guten Tag erwischt. Ich spürte, dass ich das Tempo noch etwas anziehen und auch länger durchhalten konnte. Ich hatte wohl gut gefrühstückt. Also wollte ich es darauf ankommen lassen und schauen, wie weit ich es in flotter Fahrt schaffe. Verdammte Versuchung immer wieder. Und tatsächlich kam ich in überraschend kurzer Zeit wieder zurück an den Bootsanleger. Der Gegenwind war irgendwann zwischendrin abgeflaut und ich hatte recht gut Fahrt gemacht. Obwohl ich ja eigentlich seit dem Rheinmarathon etwas Probleme mit dem linken Unterarm habe und mich eher schonen sollte. Aber für was hat mal Sportsalbe.

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Meine Paddelkollegen waren bereits angekommen und richteten sich gerade ein. Da konnte es dann schnell zum gemütlichen Teil des Tages übergehen. Unseren Grillmeinster Harry muss ich hier mal wirklich dankend erwähnen. Stets kümmert er sich hervorragend um unser Grillgut und kommt häufig selbst als Letzter zum Essen. Der Abend war dann so gemütlich, dass noch diverse Schnäpse die Runde machten. Entsprechend begeistert war ich dann, als ich morgens gegen halb sechs plötzlich wieder wach wurde. Fuhr da doch tatsächlich einer mit dem Auto vor, ließ etwa zehn Meter von meinem Zelt entfernt dann schön den Radio laufen und stand draußen auf dem Bootsanleger und angelte. Unter diesen Umständen geweckt zu werden, einen dicken Schädel vom Vorabend und alles Andere als nüchtern, fehlte mir gerade noch. Wieder einzuschlafen gelang mir dann auch erst, nachdem der liebe Mensch seinen Fisch gefangen und wieder abgefahren war. Das Erwachen war umso grausamer, als Harry plötzlich vor meinem Zelt stand und zu mir hinein rief. Zeit zum Frühstück. Wir wollen paddeln gehen... Da setzte sich dann ein geistloser Körper mühselig in Bewegung, wusch sich oberflächlich, setzte sich unter den Pavillon zu den Kameraden und ließ den Spott über sich ergehen. Paddeln? Heute? Anscheinend Unmöglich. Ein Paar Becher Kaffee, Frühstück und eine Schmerztablette später siegte dann aber das Ego und der Verstand hatte zum Körper zurückgefunden. Es wurden zwei Fahrzeuge und der Bootshänger nach Aschaffenburg gebracht, was mir noch etwas Schonfrist gab, dann setzten wir ein und begaben uns bei durchwachsenem Wetter auf Tour.
Aldi Süd hatte übrigens gerade erst ultraleichte Sportjacken für 12,99 Euro im Angebot. Wasserabweisend, winddicht und atmungsaktiv, dabei mit einem Packmaß wie die erheblich teureren Packlite-Markenjacken. Diese Jacke bewährte sich bei dem Wetter tatsächlich. Für den Preis macht man da definitiv nichts verkehrt.

Wir hatten insgesamt 28 Kilometer Strecke und drei Schleusen vor uns. Mir ging es überraschend gut nach dem miesen Tagesbeginn, dafür begann Harry abzubauen. Die Anderen schienen soweit ganz fit zu sein, aber es hatte am Abend ja auch nicht jeder gleich tief ins Glas geschaut. Mittagspause machten wir bei Elsenfeld. Dort gab es eine kleine Sandbank zum Anlanden und zu unserer Freude ein mit Sitzsteinen umringter Lagerfeuerplatz. Leider zeugten zahlreiche Scherben von dem etwas respektloseren Umgang mit der Einrichtung. Party feiern und Müll hinterlassen. Toll. Dann kommt man mit seinen dünnen Neoprenschuhen daher und muss bei jedem Schritt aufpassen, um sich nicht zu verletzen.

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Als wir die letzte Schleuse bei Obernau erreichten, waren wir etwas ratlos. Wo war denn die Treppe für den Ausstieg? Konnte es sein, dass es an dieser Schleuse keine Ausstiegsmöglichkeiten für Paddler gab? Ein kleines Motorboot war kurz vor uns angekommen. Von dem stieg man ja einfach nur die Spundwand hoch, aber wie sollte man sich hier aus der Sitzluke hochziehen? Jürgen brachte sein Kajak an die Spundwand und ich stabilisierte ihn mit meinem Boot von der Seite. So konnte er aufstehen, ohne dass sein Boot umkippte, und die Spundwand hochsteigen. Die Treppe für den Ausstieg entdeckte er dann auch sofort. Hatte nicht tatsächlich ein Boot der Strompolizei direkt davor festgemacht! Ich empfand das schon etwas rücksichtslos, oder wenigstens Gedankenlos. Ein einzelner Paddler wäre hier aufgeschmissen gewesen. Wir konnten dann zusammen mit den beiden Männern, die die Motorbootbesatzung bildeten, durchschleusen. Die Kammer war lang genug für uns zusammen. Auch schön. Hätte man sich zwar diesen wackeligen Ausstieg sparen können, aber egal.
Etwa sechs Kilometer lagen noch vor uns. Bei Aschaffenburg ging es dann in den Floßhafen hinein und vorbei an zahlreichen Yachtclubs und einem alten Marine-Schnellboot, an welchem einige Leute emsig strichen, spachtelten und es wohl wieder auf Vordermann zu bringen versuchten. Ein ungewohnter, aber faszinierender Anblick auf dem Main. Bald danach kamen wir direkt bei Schloss Johannisburg an eine kleine Slipanlage, das Ziel unserer Tour. Direkt hinter dem Theoderichstor liegt das Wirtshaus Zum Roten Kopf, die direkt neben der Slipanlage Brauereigarnituren aufgestellt hatten. Es herrschte reger Betrieb und wir waren ein rechter Blickfang, wie wir so nach und nach beim Anlanden die kleine Rampe hinauf rutschten. Alsbald bot sich uns ein besonderes Schauspiel. Durch das Theoderichstor kam eine Meute lustiger Menschen geströmt, angeführt von einem singenden Ziehharmonikaspieler und in Gutenbergsche Trachten gekleidete Zunftmitgliedern. Ziel war das Areal direkt vor der Straußwirtschaft, wo ein Wasserzuber, sowie ein Hocker mit einem nassen Kissen und zwei Schwämmen gleich darauf eine große Rolle bei der Weihe der neuen Buchbinder- und -druckergesellen spielen sollten. Während der Zunftmeister die Weiheworte aus einer Schriftrolle verlas, wurde einer nach dem anderen auf das pitschnasse Kissen gesetzt, bekam die nassen Schwämme über dem Kopf ausgedrückt und wurde danach von den älteren Gesellen in den Wasserzuber getaucht. Was für ein Schauspiel! Herrlich, dass es wenigstens der eine oder andere Brauch in unsere modernen Zeiten gerettet hat.

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Sonntag und alles viel frischer wie am Vortag. Es wurde aber auch nicht so spät und so feucht, wie es noch am ersten Abend war. Der KC Klingenberg hatte auf seinem Gelände zum Sonnwendfest geladen, aber es wurde kalt und begann auch noch zu regnen. Der Angler war in der Frühe auch wieder da, sein Autoradio ebenfalls. Dieses Mal registrierte ich ihn aber nur und schlief weiter. Nach dem Frühstück dann die abschließende Tour. Wir brachten die Boote Stromauf nach Bürgstadt und paddelten von der Slipanlage des WSC Bürgstadt aus die zwölf Kilometer hinab nach Klingenberg zurück. Die Wolken wirkten zwischenzeitlich fast bedrohlich und ich machte mir schon Sorgen, ob wir wohl noch im Trockenen abbauen könnten. Wir hatten aber Glück und der Regen blieb aus. Auf der Heimfahrt konnte ich dann sogar eine Zeit lang die Sonnenbrille auspacken. Danach freute ich mich dann nur noch auf meine Couch.

Sonntag, 13. Juni 2010

Rheinmarathon 2010

Heute fand zum 37. Mal der von den WSF Guntersblum veranstaltete Rheinmarathon statt. Bei bedecktem Himmel und gemäßigten Temperaturen fanden sich heute Morgen, wenn ich es recht verstanden habe, 136 Kanuten an der Bootsrampe am Ölhafen Ludwigshafen ein. Das Wetter war eigentlich ideal zum Paddeln. Selbst der Gegenwind, den wir zu Beginn spürten, flaute bald ab. So machten sich die verschiedenen teilnehmenden Vereine und erneut als größter Teilnehmer die Kanu-AG des Gymnasiums zu St. Katharinen in Oppenheim auf den Weg Rheinab. Bei Rheindürkheim gab es wieder die obligatorische Mittagspause an der Stempelstelle mit Weinausschank. Sport soll schließlich gemütlich angegangen werden. Danach kam dann die Schlussetappe bis nach Guntersblum, wo sich wieder alle Teilnehmer am Vereinsheim des WSF über die schöne Bewirtung freuen konnten und sich für die Saison weitere rund zweiundvierzig Kilometer ins Fahrtenbuch eintrugen.

Kommendes Wochenende fahre ich dann mit meinem Verein nach Klingenberg, wo wir drei Tage auf dem Main paddeln werde und dann wird es Zeit, sich mal wieder auf eine längere Gepäcktour zu begeben, die mich dieses Mal wohl ebenfalls über Wasserwege führen wird.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Hart am Wind

Heute haben wir unsere alljährliche Paddeltour von Speyer nach Worms unternommen. Nach dem Wetterbericht heute Morgen im Radio freute ich mich eigentlich auf eine entspannte Tour mit Gelegenheit für ein paar kleine Filmmitschnitte mit der DMC-TZ10. Auf der Fahrt nach Speyer verdunkelte sich dann aber der Himmel zunehmend und es wehte ein ordentlicher Wind. Dementsprechend unruhig empfing uns dann auch der Rheinstrom nach dem Einsetzen auf der Landzunge am neuen Speyerer Rheinhafen. Die Kamera beließ ich da doch lieber im Boot. Vielleicht sollte ich doch einmal über eine wasserdichte Kamerahülle nachdenken, wie sie zum Beispiel von Pearl angeboten werden. Quasi als Ersatz für ein teures wasserdichtes Gehäuse. Wie auch immer. Unsere Tour sollte etwas Abwechslung bieten, weshalb wir die Altrheinschleife bei Ketsch in die Route mit aufnahmen. Landschaftlich immer wieder ganz schön, aber die zahlreichen Pappeln ließen auf der ganzen Strecke ihre Samen mit dem Wind davontreiben. Das erinnerte doch ein wenig an ein Schneetreiben und ständig kitzelten die Samen an der Nase. Jeder Allergiker hätte seine helle Freude gehabt.
Richtig interessant wurde es dann, nachdem wir die Mündung der Altrheinschleife erreicht hatten und wieder in den Strom paddelten. Man hatte den Eindruck, als würde der Gegenwind immer weiter zunehmen. Dies alleine begann schon etwas anzustrengen. Dazu wühlte sich das Wasser immer mehr auf. Immerhin lichtete sich allmählich der Himmel und die Sonne kam zum Vorschein. Eine gute Gelegenheit, um beim Strandbad Mannheim anzulanden und eine Mittagspause einzulegen. Immer wieder erstaunlich: sobald man sich nicht mehr unmittelbar auf dem Wasser befand, war es doch sehr angenehm. Die beste Passage stand uns allerdings noch bevor. Zwischen Ludwigshafen und Mannheim befindet sich nämlich das Hafen- und Industriegebiet mit seinen beidseitig befestigten Uferwänden, der sogenannte Kasten. Durch diesen Kanal blies der Wind mit aller Macht. Gegen die Spundwände anlaufende Wellen werden dort zurückgeworfen, was schon bei normalen Wetterverhältnissen für recht bewegtes Wasser sorgt. Bei dem mächtigen Wind war das dann aber ein ganz schöner Ritt mit kreuz und quer laufenden Wellen und sprühender Gischt. Hätten nicht schon langsam die Arme zu schmerzen begonnen, dann hätte mir diese Action richtig Spass gemacht. So waren wir dann aber froh, als wir die Sandbank am Mannheimer Nordhafen erreichten und ein paar Minuren verschnaufen konnten. Die restliche Strecke bis Worms kämpften wir mit allmählich nachlassenden Kräften stetig gegen den Wind. Als dann endlich unsere Rheinbrücke in Sicht kam, mobilisierte das dann noch einmal die letzten Reserven. Nun bin ich aber recht fertig. Für die siebenundvierzig Kilometer haben wir locker über eine Stunde länger gebraucht, als veranschlagt. Umso größer ist das Erfolgserlebnis.

Dienstag, 1. Juni 2010

Ohne Geld bis ans Ende der Welt

Seit gestern läuft im Digitalfernsehen auf ZDF_neo eine etwas andere fünfteilige Dokumentation. Der Reporter Michael Wigge stellt sich im Selbstversuch der unglaublichen Herausforderung, ohne Geld von Berlin in die Antarktis zu reisen - allein mit seinem dreißig Kilo schweren Rucksack, zwei Kameras und zahlreichen unkonventionellen Ideen.
Diese Woche täglich um 19 Uhr. Wer kein Digitalfernsehen empfängt, Folgen verpasst hat, oder einfach noch einmal schauen möchte, sollte bei der ZDF Mediathek vorbeischauen.
Natürlich ist zu der Serie auch ein Buch erschienen, das zum Beispiel bei Amazon bestellt werden kann:



EDIT 11.06.10:
Stefan machte mich ja durch seinen Kommentar zu diesem Posting auf seine Seite "my home is my car - and my garden is the world" aufmerksam. Seit Februar 2007 ist er nun mit seinem zum Wohmobil umgebauten IVECO Pferdetransporter auf Achse und hat wirklich einiges darüber zu berichten, wie man sich auch ohne dickes Bankkonto auf einer so langen Reise durchschlägt. Meinen Respekt! Und mein Rat an alle Interessierten: Hineinklicken und Lesen.

Montag, 31. Mai 2010

Norwegen-Paddler aufgemerkt!

Neuer Artikel im Kanu-Magazin:

Die Kraftwerks-Debatte hat Europas Paddel-Mekka erreicht. Mit der Raundalselva steht der vielleicht bekannteste Fluss Norwegens in der Gefahr durch Ausleitungen und E-Werke sein Wasser zu verlieren. Ein ausführlicher Bericht mit weiterführenden Links zum Thema ist auf der Seite des Kanu-Magazins zu finden.

Sonntag, 30. Mai 2010

Kleine Reisekamera ganz groß

In der Ausgabe 06/2010 der Chip Foto - Video - Digital wurden in einem ausführlichen Testbericht zehn Mini-Mega-Zooms vorgestellt und miteinander verglichen. Am besten schnitten dabei die Casio Exilim EX-H15 und die Panasonic Lumix DMC-TZ10 ab. Letztere ist zwar die teurere Kompaktkamera, ging aus dem Test wegen der ausgewogeneren Bildqualität und der besseren Ausstattung aber als Kauftipp hervor. Ein Grund, mal meinen örtlichen Fotohändler für eine Beratung aufzusuchen.
Kompakt und leicht, wie man es von einer Kompakten gewohnt ist, dabei aber mit einer Vielzahl an Features ausgestattet, weiß die Lumix DMC-TZ10 wirklich zu überzeugen. Leica 12fach optisches Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 25 bis 300 Milimeter bei einer Lichtstärke von 1:3,3 bis 4,9 sind in diesem Sektor schon recht anständige Werte. In der Kamera wurde der neue CCD-Bildprozessor „Venus Engine HD II“ verbaut, der ihr zu recht ansehnlichen Bildresultaten verhilft. Das 3-Zoll-Display mit Helligkeitsanpassung hat eine ganz ordentliche Auflösung, lässt aber leider keinen Platz für einen Sucher übrig, durch den man eventuell noch etwas Energie sparen gekonnt hätte. Der Stromverbrauch ist bei dieser Kamera dann nämlich auch das Manko im Vergleich zur Casio. Ein Glück gibt es aber alternativ zum etwa fünfzig Euro teuren Originalakku noch den geringfügig schwächeren Akku von Hähnel (HL-PG10E). Damit spart man fast die Hälfte, bzw. bekommt man für das gleiche Geld praktisch zwei Akkus.

Was die Lumix
DMC-TZ10 neben dem verbauten Objektiv so interessant macht, ist das Stellrad, das an eine große Kamera erinnert. So ist von der intelligenten Automatik und diversen Programmautomatiken bis hin zur komplett manuellen Einstellung von Blende und Belichtungszeit alles möglich. Außerdem lassen sich HD-Videosequenzen im AVCHD-Lite Format (Advanced Video Codec High Definition) mit 720p im Stereoton aufnehmen. Dazu bietet die Kamera noch ein GPS-Modul, das im aktivierten Modus in den Exif-Tags die Koordinaten der Aufnahme einträgt. Lässt man allerdings das GPS-Modul während seines gesamten Trips aktiviert, dann ist die Kamera auch im ausgeschalteten Zustand immer wieder auf der Suche nach Satelliten. Dies geht dann natürlich erheblich zu Lasten der Akkulaufzeit. Nettes GPS-Feature ist, dass neben dem Land und der Stadt gleich noch naheliegende Sehenswürdigkeiten im Display angezeigt werden. Mit 215 Gramm ist die DMC-TZ10 zwar nicht das Leichtgewicht des Tests, aber im Vergleich zu einer Bridge- oder Spiegelreflexkamera ist das ja noch immer unerheblich. Als Speichermedium kommen SDXC-Karten zum Einsatz, die eine große Speicherkapazität ermöglichen.

Trotz kleiner Schwächen, auf die auch in diversen Tests hingewiesen wird, ist die Kamera Kauftipp und Testsieger diverser Fachmagazine. Sicher nicht umsonst.

Link zum Hersteller

Dienstag, 18. Mai 2010

News von Globetrotter

In der aktuellen GlobeNews wirbt der Ausrüster Globetrotter mit neuen Kooperationen. So unterstützt das Hamburger Unternehmen ab sofort die neue Reiserubrik bei Spiegel online. Außerdem fungiert Globetrotter nun als offizieller Handelspartner des Deutschen Alpenvereins DAV. Ein Schwerpunkt der Partnerschaft ist laut Newsletter die intensive Förderung der Kinder- und Jugendarbeit des JDAV. Unter dem Motto »Gemeinsam draußen unterwegs« sollen so verstärkt Familien außerhalb des Verbandes an den Bergsport herangeführt werden.

Sonntag, 9. Mai 2010

Ich packe meinen Rucksack...

Letztens bekam ich einen neuen Rucksack mitgebracht. Der Alpha 25 ist mit 25 Litern die größte Ausgabe Marmot´s leichter Alpha-Serie für alpine Zwecke. Laut Hersteller wiegt der Rucksack inclusive Regenhülle 936 Gramm und hat zwischenzeitlich immerhin schon einige Mal beim Einkauf und Regen seine ersten Bewährungsproben bestanden. Tragesystem und Rückenpolster finde ich für einen Rucksack dieser Größenordnung bisher ganz ok. Nett finde ich auch die beiden kleinen Seitentaschen rechts und links am Hüftgurt, die Kleinigkeiten aufnehmen, an welche man schnell herankommen möchte. Die Seitentaschen am Rucksack selbst sind aus Stretchmaterial und nehmen auch eine dicke Nalgene Weithalsflasche problemlos auf. Natürlich ist der Rucksack auch für die Aufnahme eines Trinksystems vorbereitet. Was fehlt, ist ein Deckelfach. Der Deckel kann dafür bei Bedarf wie ein Rollverschluss verschlossen werden. Alternativ klappt man das überstehende Ende einfach nach vorn um und zieht die Riemenverschlüsse an. Bei schlechtem Wetter muss man sich auch keine Gedanken machen, denn es ist auch gleich ein Regencover integriert.

Natürlich wollte ich wissen, was ich alles in dem Rucksack unterbekomme. Am besten komprimieren kann ich meinen Haglöfs Sommerschlafsack. Neben diesen passt locker das GoLite Shangri-La 3 Shelter. Als Unterlage meinen Regenumhang hinein und die dreiviertel-lange Artiach Skin-Micro Lite Matte. Zum Kochen benötige ich UL ja nur meinen Primus Litech Solotopf, in welchem ich z.B. den Trangia Mini Topfständer mit dem selbstgebauten Dosenkocher inclusive Feuerzeug und Schweizer Messer unterkriege. Faltteller, Spork und Trinkhaferl finden daneben noch ganz locker einen Platz. Die Seitentaschen nehmen die Weithals-Trinkflasche und eine Spiritusflasche auf. Notfalls könnte ich noch den Platypus Wassersack einstecken, um im Lager genügend Wasser zu haben. Die Stirnlampe findet in einem Eckchen auch noch locker ihren Platz. Zu den Klamotten am Leib käme dann noch ggf. eine Regenhose und ein Windbreaker, je nach Witterung halt. Ansonsten würde aber für eine UL-Tour bei milder Witterung nur noch Verpflegung fehlen. Die Trekkingstöcke kämen vorerst außen an den Rucksack und würden die Ausstattung dann vervollständigen und noch etwas Platz für Proviant lassen. Fazit: Netter kleiner Rucksack, der wohl nicht nur für Tagestouren geeignet ist.

Der etwas andere Bootswagen


Im aktuellen Kajak Magazin wurde ein innovativer Bootswagen der Firma HandiWorld Ltd vorgestellt. Der sogenannte HandiKart verfügt über die optisch sehr auffällige, patentierte Camba-Radtechnologie, die sehr geländegängig sein soll. Außerdem lädt der drei Kilogramm wiegende Bootswagen verschiedene Rumpfformen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 150 Kilogramm. Das Teil ist natürlich zerlegbar, die Reifen aus Polyurethanschaum, der Rahmen aus rostfreiem Stahl mit gummierter Oberfläche.
Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über die °hf Sportartikel GmbH, www.paddle-people.com für knapp 110,- Euro.

Sonntag, 25. April 2010

Kleine Wanderung durchs Eisbachtal

Heute stand eine kleine Vereinswanderung auf dem Kalender. Von Horchheim sollte es durch das Eisbachtal bis nach Bockenheim an der Weinstraße gehen. Ich beschloss schon in Worms zu starten und Martin schloss sich an. Er kam also heute früh zu mir und gemeinsam liefen wir bei herrlichem Wetter durch das Wormser "Wäldchen" und die Karl-Marx-Siedlung in Richtung Eisbach. In Horchheim am Parkplatz hinter der Kerschensteiner Schule trafen wir dann die restlichen Vereinskollegen und begaben uns gemütlich auf den Eisbachtal-Radweg. Ok, für etwas geübtere Wanderer war das Tempo der älteren Vereinskollegen eher hinderlich und als wir später eine Vesperpause einlegten, wurden alsbald sogar die ersten Weinflaschen herumgereicht, aber jeder hat halt auch eine eigene Einstellung zum Wandern. Lustig wars auf jeden Fall. Die schöne Landschaft, das Blütenmeer des überall wachsenden Löwenzahns, der Kirschen und der sich gelb verfärbenden Rapsfelder waren wirklich ein Genuss. Überall war Vogelgezwitscher zu vernehmen. So konnte man den Frühling genießen. In den Feldern vor Bockenheim trafen wir eine große Wandergruppe aus dem Ort und bekamen gleich noch einen guten Tipp für die erste Einkehr mit auf den Weg. Kurz vor dem Haus der Deutschen Weinstraße befindet sich die Weinlaube. Hier kann man in echt netter Atmosphäre unter dem schattigen Laubendach einen schönen Schoppen genießen. Der stieg mir dann aber nach der Wanderung auch direkt in den Kopf. Ich war ja vorher abstinent geblieben. Danach saßen wir dann noch im Hof des Sonnenhof Schäfer bei leckerem Essen, dann ging es mit der Bahn zurück nach Worms. Einfach mal eine kleine Genusstour abseits meiner üblichen Wanderungen.

Sonntag, 11. April 2010

Globeboot 2010

2008 war ich das letzte Mal am Langener Waldsee. Seinerzeit veranstaltete Globetrotter sein Frühjahrs-Testival zum ersten Mal an dieser Location, wenn ich mich recht entsinne. Primär war ich auf der Suche nach einem geeigneten Kajak und fand dort super Vergleichsmöglichkeiten. Es geht halt nichts über den Praxischeck. Das dachte sich auch mein hier im Blog schon erwähnter Paddelkollege Martin. Er möchte sich schon seit einiger Zeit endlich ein eigenes Tourenkajak zulegen, hat aber in dieser Kategorie bisher nur mein Prijon Seayak ausprobiert. Da war die Globeboot eine wunderbare Gelegenheit zum Vergleich mit anderen Booten. Zu seinem dreißigsten Geburtstag will er sich dann nämlich von all seinen Gästen und der Familie sponsern lassen, um endlich an ein eigenes Boot zu kommen. Ich konnte mich so dann gestern Morgen auch auf einen interessierten Begleiter freuen.
Der Wetterbericht versprach uns ja für gestern auch Sonne und keinen Regen. Versprochen und gehalten. Nachdem wir uns erst einmal wegen der nicht vorhandenen Ausschilderung verfranst hatten, trafen wir dann doch noch frühzeitig am Strandbad des Langener Waldsees ein. Wir beschlossen erst einmal einen Rundgang auf dem Ausstellungsgelände. Bei der Katadyn-Tochter Treck´n Eat, die wir noch unter dem Namen Trekking-Mahlzeiten kennen, gab es einen neuen Nudeltopf zum Probieren und noch einen Oat Snack für den Weg. Im gleichen Zelt befand sich der Stand von Globetrotter Frankfurt, an welchem wir uns gleich mal eine Einkaufstüte mit Katalogen füllten. Danach wollten wir uns endlich die Zeltausstellung anschauen. In vorderster Reihe fand sich unter anderem gleich Hilleberg. Eine Gelegenheit, um mal wieder mit dem Nallo 2 zu liebäugeln. Wäre nach wie vor ein nettes Zelt für zukünftige Soloübernachtungen gewesen. Neben meinem Allak hatten sie auch das Soulo aufgebaut. Hier schlüpfte ich gleich mal rein. Definitiv ein klasse Solozelt, freistehend, stabil und mit Platz für Gepäck in der Apside. Für mich als eher etwas stabileren Kerl aber irgendwie trotzdem etwas beengend. Ein Déjà-vu erlebte ich bei der Zeltausstellung mehrfach, wie etwa bei der noch jungen Marke Kaikkialla. Tunnelzelte, wie das Dipole und Tripole, oder den Geodäten Starpole erinnern stark an hochwertige skandinavische Markenhersteller. So auch das Yukon PU der Globetrotter-Marke Meru. Mal etwas anderes gab es bei Vaude zu sehen. Das Power Odyssee XT, der große Bruder des Odyssee in stabiler außenliegender Powerframe-Konstruktion, ist schon mal etwas individueller. Ein weiterer Hersteller, der sich ebenfalls gerne eigene Gedanken über Zeltkonstruktionen macht, ist GoLite. Die Weiterentwicklung des Hex ist das Shangri-La, das in seiner neuen Modellvariante 2010 als Dreier- und Fünferzelt, jeweils mit eingehängtem Nest bewundert werden konnte. Ich war schon mehrfach kurz davor, mir ein Hex, bzw. Shangri-La 3 zuzulegen. Inzwischen verfügt es über weitere optionale Abspannpunkte und größere Lüfter. Das 15D Ripstop Nylon ist nun nur noch außen silikonisiert, innen aber mit PU beschichtet und die Nähte getaped. Die Mittelstange ist außerdem höhenverstellbar.
Mit dem Vertreter von GoLite Köln kamen wir sehr nett ins Gespräch. Wie er aber auf den Gedanken kam, mir das Zelt zum Ausstellungs-Supersonderpreis anzubieten, daran verschwende ich lieber keinen weiteren Gedanken. Ich sah mich dann nur noch mit ihm zum Globetrotterstand laufen und mich meinen Namen in die Liste eintragen. Heute ab 16:00 Uhr kann ich kommen und das Zelt abbauen und mit nachhause nehmen. Ich habe also ein neues und sehr geräumiges "Solozelt". Somit hätte ich jetzt ein Vaude Taurus Ultralight mit Groundsheet abzugeben, wenn jemand Interesse hat...
Sehr interessant fand ich auch das Eden 1, das als Solozelt gerade mal 1,56 kg auf die Waage bringt, dafür aber eine wirklich komfortable Größe hat.

Was ich noch erwähnen möchte, ist die aktuelle Modellvariante des Wechsel Forum 4 2. Über dieses in Zusammenarbeit mit den Outdoorseiten entstandene und durchdachte Zelt habe ich ja auch schon berichtet. Die Farbvariante "Sand" gab es auf der Ausstellung zu bestaunen. Ich hatte mich seinerzeit letztendlich nur wegen des geringeren Gewichts für das Hilleberg Allak als Paddelzelt entschieden.

Nun wollen wir uns aber mal der Bootsausstellung zuwenden. Ich konnte Martin nach anfänglichem Zögern überzeugen, das Touren- und Seekajak Robson Puffin wenigstens mal auszuprobieren und er war tatsächlich überrascht, damit wesentlich besser zurecht zu kommen, wie mit meinem Seayak. Preislich absolut eine Option. Man muss allerdings dazu sagen, dass es sich um ein recht flaches Boot handelt, dass bei etwas schwereren Paddlern nicht mehr arg viel Reserven für zusätzliches Gepäck lässt. Nicht weit daneben waren dann meine heimlichen Favoriten: die Faltkanadier von Ally. Schon lange ein Traum von mir, der bisher immer am Anschaffungspreis gescheitert ist. Hier konnte ich mich aber wenigstens mal ein wenig mit den Leuten unterhalten und ihren Abenteuern vom Yukon und ähnlichen Paddelrevieren lauschen, bevor ich mich mit Martin in einem Ally Tour 16,5 DR aufs Wasser begab. Am liebsten wäre ich damit dann gleich direkt nachhause gepaddelt. Aber wir sind ja brave Jungs. Also kamen wir zurück. Danach machten wir uns den Spaß und paddelten zusammen ein Klepper Aerius Expedition XXL Faltboot, das für uns allerdings ungewohnt breit war. Ansonsten aber absolut hochwertig und durchaus flott durchs Wasser zu pflügen!

Wir schauten uns noch einige weitere Kajaks an. Lettmann wäre ja eigentlich auch noch eine interessante Marke, aber für mich irgendwie gar nicht geeignet. Die Schenkelstützden, die einem ja einen guten Halt im Boot geben sollen, verhinderten bei mir mit meinen dicken Oberschenkeln schon das Einsteigen. Tolle Boote für Leute mit dünnen Beinchen.
Am Ende schlichen wir immer wieder um den Sechser Outrigger des Drachenboot-Rennveranstalters dream-ffm herum. Solche Boote stammen ursprünglich aus Polynesien. Die ersten Rennen wurden später um Tahiti veranstaltet. Heute zählt gerade die Klasse OC6, also die Sechser Outrigger zu den prestigeträchtigen Rennen um Hawaii. Sehr reizvoll, einmal solch ein Boot zu paddeln, also suchten wir nach dem Verantwortlichen, Ansgar Hess, der sich ohne lange zu zögern bereit erklärte, uns diesen Wettkampf-Outrigger vorzuführen. Wir wurden von ihm mit Team-Schwimmwesten und den anscheinend typischen gekröpften Stechpaddeln ausgestattet und machten uns auf an den Strand, wo wir nach kurzer Suche schnell die fehlenden Leute für eine vollständige Paddelmannschaft zusammen hatten. Ansgar führte uns erst einmal in diesen Mannschaftssport ein, in welchem jeder Paddler auf seiner Position eine bestimmte Aufgabe inne hat und es zudem sehr auf eine gute Koordination ankommt. Dann bestiegen wir hintereinander das Boot. Gepaddelt wird dies versetzt und etwa alle zwanzig Paddelschläge kommt vom Steuermann ein Kommando zum Wechsel der Paddelseite. DAS hat richtig Spass gemacht und wir bekamen sogar recht schnell einen gewissen Rhythmus rein. So drehten wir einige Runden auf dem See und ich hätte gar nicht mehr aufhören brauchen. Ich versuchte mir vorzustellen, wie das Boot an der Küste durch die Wellen pflügt und war sofort in meinem Element. Toll! Leider gibt es in unserer Gegend keine derartige Mannschaft und alleine die Anschaffung eines OC6 kostet einen Verein einige Tausend Euro. Zu blöd. Allerdings steht das Angebot, mal nach Heusenstamm zu kommen und dort ein Training mitzumachen.
So ging unser Tag rasend schnell herum. Plötzlich erschallte durch die Lautsprecher die Durchsage, dass das Ende des Veranstaltungstags gekommen wäre. Schön wars. Und heute bin ich dann, wie zahlreiche andere Besucher, noch einmal zur Globeboot gefahren, um mein neues Zelt abzubauen. Dabei hatte ich mächtiges Glück mit dem Wetter. Während bei uns in Worms nämlich ordentlich Regen herunterkam, blieb es in Langen tatsächlich trocken.

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HB Soulo und Kaikkialla Tripole

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Kaikkialla Dipole und Starpole

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Vaude Power Odyssee und GoLite Shangri-La 5

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GoLite Shangri-La 3 und Wechsel Forum 4 2

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Martin im Puffin und neben dem Ally Tour

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Outrigger sind der Hammer

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MEINS :-)


Freitag, 9. April 2010

All You Can Eat - Ernährung für Outdoorer

Interessanter kleiner Bericht im Outdoorchannel:
Ob Genusswanderer, Trekking-Fan oder Expeditionsbergsteiger – essen müssen sie alle. Doch was? Und wie viel? Wir haben drei erfahrenen Outdoorsportlern in den Rucksack geschaut. Hier gehts zum Bericht.

Sonntag, 28. März 2010

Fjällräven Classic als Winterausgabe

Im Trekkinblog bin ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam geworden, laut welchem nun auch eine Winterausgabe des bekannen Fjällräven Classic geplant ist. Den Rundkurs von 47 km Länge über die so genannte Jämtland-Triangel legen die Teilnehmer mit Ski oder Schneeschuhen zurück. Übernachtet wird dabei ganz klassisch in Hütten und Zelten.

Hier geht es direkt zu dem Artikel beim Trekkingblog.
Ein PDF zur Tour gibt es bei Fjällräven.

Edit 30.03.:
Ich habe heute eine Mail von Nils Grundberg von Fjällräven bekommen. Nähere Informationen zum Fjällräven Winter Classic sollen im späteren Frühjahr veröffentlicht werden. Vor zwei Wochen hat eine sechzigköpfige Truppe von Fjällräven und Naturkompaniet die Tour bereits getestet und es sind wohl alle begeistert. Nils verwies mich auf die Fjällräven-Seite bei Facebook, wo es auch Fotos zu finden gibt.