Samstag, 26. Dezember 2009

yabadu.de und outdooractive.com schließen sich zusammen

Die Reise- und Freizeitplattform yabadu.de und das Tourenportal outdooractive.com arbeiten ab sofort zusammen. Gemeinsam wollen sie das umfangreichste und qualitativ hochwertigste Outdoor-Portal in Europa werden. Ihr Ziel ist es, eine herausragende Plattform zur Planung von Outdoor-Aktivitäten zu schaffen. Wie genau dieses Vorhaben ausschauen soll, wird etwa ab Mitte Januar bekannt gegeben. Einzelheiten sind diesem Artikel zu entnehmen.

Montag, 21. Dezember 2009

CINEDOCU stellt das Filmprojekt Vorarlberg vor

Mit harter Arbeit und neuer Technik die Natur des Landes Vorarlberg näher bringen, war das Ziel dieses außergewöhnlichen Filmprojektes.
Nach langen Vorbereitungen und rund fünf Jahren Drehzeit erscheint diesen Dezember die erste umfassende Naturdokumentation über Vorarlberg. Das CINEDOCU-Team um Hanno Thurnher hat in einem einzigartigen Kraftakt einen völlig neuen filmischen Blick auf das Land geworfen. Herausgekommen ist ein 90-minütiger Film auf DVD. 2010 erscheint außerdem eine 4-teilige Blu-ray-Box mit einigen netten Beigaben. Einen Trailer gibt es hier:


Freitag, 18. Dezember 2009

TOURWERK.COM ist neu im outdoorCHANNEL

Ein neues Portal zur Tourenplanung und -veröffentlichung ist aus der Taufe gehoben. Im aktuellen Newspaper des outdoorCHANNEL habe ich das gerade gelesen. Bei TOURWERK soll für alle, die wandern, biken, paddeln, laufen, reiten oder campen wollen, eine gemeinsame Plattform geschaffen werden. GPS-Daten-Down- und Upload sind ebenso möglich, wie das manuelle Einzeichnen in eine Map. Bleibt nur abzuwarten, ob sich die neue Plattform durchsetzt. Ähnliche Angebote sind in den Weiten des WWW ja schon diverse zu finden.

Montag, 14. Dezember 2009

Medikit

Im aktuellen Kajak Magazin ist ein interessanter Beitrag über Outdoor-Erste Hilfe von dem Arzt Christian Reich zu lesen. Reich ist sicherlich ein kompetenter Verfasser, ist er doch nebenbei Autor, Outdoorer, Nomade, Kanute, Gleitschirmflieger, Skifahrer, kurz selbst ein kleiner Abenteurer. Etwas zu seiner Philosophie findet man übrigens unter nakedinthewilderness.com

Unter anderem ist in dem Artikel auch ein Vorschlag für ein Outdoor-Medikit, den ich hier gerne mal vorstellen möchte:

Basiskomponenten
Beschichtete Kompressen, (ca. 5 - 7 cm)
Verbandspäckchen (ca. 3)
elastische Binde (ca. 2)
Pflasterrolle
Rettungsdecke
Pinzette
Zeckenzange
Thermometer
Latexhandschuhe
Blasenpflaster (Compeed)
Desinfektionsmittel

Ergänzend bei Bedarf
(Nach Rücksprache mit dem Hausarzt)

Paracetamol (auch gut bei Erkältungssymptomen)
Breitspektrum-Antibiotikum (für den Notfall)
Cortisonsalbe (zB Advantan Salbe, Wundermittel bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Verbrennungen)
Antiseptikum (Tipp: Octenisept)
Elektrolytsalbe (Prellungen, Muskelkater)
Magnesiumtabletten (prophylaktisch gegen Muskelkater)

Christian Reich weist darauf hin, dass es günstiger ist, sich seinen Verbandskit selbst zusammenzustellen. Fertige Outdoorkits kosten Geld und müssen unter Umständen noch ergänzt werden. Mein eigenes 1st Aid Kit war ursprünglich mal ein Aldi-Angebot für Radfahrer, das ich mir dann entsprechend aufbereitet habe. Das Kit nimmt nicht viel Platz weg und ist sowohl im Rucksack dabei, wie auch bei Paddeltouren. Mehr als ein - zwei Pflaster waren daraus bisher zum Glück nicht nötig.

Dienstag, 10. November 2009

Onlinepetition Flüsse voller Leben

Österreichs Kraftwerksbetreiber planen 300 neue Wasserkraftwerke!

Der WWF und seine Partner von der Plattform Flüsse voller Leben haben ein großes Ziel:

Die gesetzliche Unterschutzstellung der letzten intakten Flüsse! Für dieses Ziel sind zehntausende Online-Petitionen notwendig:

www.fluesse-voller-leben.at/petition

Bitte helfen Sie mit dieses Ziel zu erreichen - stimmen Sie für:

+ Unterschutzstellung bedrohter Flussjuwelen
+ Stromeinsparung und Effizienzsteigerung
+ Ausbau anderer erneuerbare Energieträger
+ Modernisierung bestehender Kraftwerke

Montag, 26. Oktober 2009

Andreas Kieling als Grenzgänger bei Arte

Heute habe ich mehr durch Zufall bei Arte den ersten Teil einer fünfteiligen Reihe gesehen, in der sich Andreas Kieling als Grenzgänger mit seinem Hund auf die Wanderschaft entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze macht. Das so genannte Grüne Band ist ein Naturstreifen, der sich durch ganz Deutschland zieht. Jahrzehnte lang hatte die Natur entlang des ehemaligen Grenzverlaufs Zeit sich zu entfalten, 2009 feiert nun ein einmaliges gesamtdeutsches Naturschutzprojekt sein zwanzigjähriges Bestehen (siehe auch BUND). Bis Freitag noch kann man Andreas Kieling täglich um 20:15 Uhr bei Arte bei seiner Wanderung und seinen Entdeckungen begleiten.

Eine interessante Route, die auch in dem folgenden Buch thematisiert wird:

Wenn der Vater mit dem Sohn: Unsere Wanderung durch Deutschlands unbekannte Mitte

Trekkingplatz im Pfälzerwald

So, meine Schule ist vorbei, das Zertifikat ist ganz gut ausgefallen und es wurde endlich Zeit für eine Tour. Dieses Jahr war ich irgendwie nicht so viel unterwegs. Neben der Schule hatte ich ja im Sommer auch noch diese Ellbogen-OP. Da gilt es ein wenig nachzuholen. Glücklicherweise gab mir Peter auch schnell einen passenden Anlass. Über das Forum der outdoorseiten.net erfuhren wir von Trekkingplätzen, die der Verein Südliche Weinstraße e.V. in Zusammenarbeit mit einigen Landesforsten, Ortsgemeinschaften und einer privaten Waldbesitzerin angelegt hat. Auf der Seite Trekking-Pfalz kann man gegen Gebühr insgesamt sieben Trekkingplätze für eine einmalige Übernachtung mit dem Zelt buchen. Mehr als eine Nacht am Stück soll man sich nicht aufhalten, aber man möchte ja eh weiter.

Peter schlug den Platz Nr. 5 bei Eußerthal vor und buchte direkt mit Paypal-Bezahlung. Acht Euro für ein Zelt mit bis zu drei Personen erscheint für einen alleine Wandernden recht teuer, aber ab zwei Personen relativiert es sich. Ich finde trotzdem, dass man auch noch einen Solotarif anregen sollte.
Wir hatten vereinbart, dass ich Samstag früh in Albersweiler in der Regionalbahn zusteige. Ich entdeckte Peter dann im Waggon inmitten eines vollständigen Fähnlein Fieselschweifs. Pfadfinder in vollem Gerödel, gerüstet für die Wanderung durch die Pfalz. Herrlich. In Hinterweidenthal stiegen wir dann alle aus und stürmten den Wald. Naja, natürlich nicht wirklich. Witzigerweise hatten wir beide unsere GPS dabei, präpariert mit Wegpunkten der geplanten Tour, sowie jeder seine eigene Wanderkarte. Selbstsicher zogen wir los. Klar, wir hatten beide vorher auch im Netz recherchiert und alles. Man weiß doch genau, wie man vom Bahnhof auf den richtigen Wanderweg kommt. Klar. Wir kamen vorbei an einem Miniaturmarkt, der auf einen kleinen Parkplatz Platz fand, begrüßten im Vorbeigehen zwei Männer, die neben einem Fischteich Feuerholz sägten, passierten zwei kleine Tunnel und überlegten, wie wir nun wohl den Berg hinauf kommen. Plötzlich waren wir uns nicht mehr ganz so sicher, wo wir entlanglaufen sollten. Ein Blick auf mein GPS verriet mir, dass der markierte Einstieg auf den blau/rot markierten Wanderweg in südöstlicher Richtung lag. Wir liefen immer weiter weg davon. Toll. So schnell geht es, wenn man zu selbstsicher startet. Auf dem Rückweg wurden dann natürlich die beiden sägenden Männer auf uns aufmerksam und gaben uns sogleich Ratschläge, wo wir lang laufen sollten. Also wieder zurück und eine neue Abzweigung in die richtige Richtung genommen. Das Fähnlein Fieselschweif kam uns auch noch mal entgegen, also einfach mal getan, als wenn nichts wäre.
Bald wanderten wir aufwärts. Mann, dieses Jahr habe ich mir nicht viel Kondition erhalten. Schnell begann ich zu schnaufen wie eine Lokomotive. Gut, wenn man keine ganz vollständige Lunge mehr hat, ist man eh etwas kurzatmiger, aber ich war schon fitter. Noch letztes Jahr in Lappland zum Beispiel.

Dem blau/roten Wanderweg folgten wir über den Pfaffenberg, vorbei an der Großen und der Spitzen Boll in Richtung Hermersbergerhof, wo wir auf den rot/weißen Wanderweg trafen. Schnell stellte ich fest, dass mir beim Laufen selbst die Baseballkappe und der Fleecepullover zu viel waren. Letztendlich lief ich lediglich in einem Langarmshirt und schwitzten noch immer. Unsere Route verlief teils steil hinauf und hinab, umging auf schmalen Pfaden die ausgetretenen Waldautobahnen und bot auch landschaftlich ihren Reiz, was meiner Kondition jedoch hin und wieder völlig egal war. Dafür fanden wir schlussendlich einen schön angelegten Trekkingplatz vor. Etwas abseits des Weges gelegen, wurde hier auf sandigem Boden eine Feuerstelle geschaffen, welche man auf Baumstämmen umsitzen kann. Davor, wie auch dahinter ausreichend Platz für mehrere Zelte und etwas den Hang hinab ein frisch gezimmertes Plumpsklo. Lediglich die verzeichnete Quelle ist für einen müden Wanderer etwas schwer erreichbar, da sie den Hang hinab direkt an der Straße liegt. Wir hatten uns aber zum Glück schon beim Aufstieg an der Siebeldinger Hütte mit Wasser eingedeckt.
Peters Lavvu Light war genau das richtige Zelt für diese Tour, denn kaum hatten wir uns eingerichtet und versuchten das feuchte Holz an der Feuerstelle zum Glimmen zu bringen, da begann es zu regnen. Also verzogen wir uns ins Zelt, machten es uns gemütlich und kochten dort.

Morgens erst ein kleines Frühstück mit Kaffee und Tee, dann der übliche Lagerabbau. Ich hatte beschlossen, nur noch auf direktestem Weg zu meinem Auto zurück zu laufen. Irgendwie war ich nicht richtig fit. Die Füße taten mir auch weh. Peter wollte auf die nächste Hütte des Pfälzerwaldvereins und dort gemütlich essen. Also liefen wir erst einmal gemeinsam los, bis Peters Weg den nächsten Berg hinauf ging. Mein Weg führte unspektakulär und etwas nervig einige Kilometer die Landstraße entlang. Natürlich gab es dort keinen Fußweg und ich musste ständig auf den schmalen Grünstreifen, um Fahrzeugen Platz zu machen. Immerhin hatte ich dann doch noch einen großen Nutzen von meinem GPS, denn mein Auto fand ich damit auf Anhieb. Insgesamt 36,2 km zeigte mir das Display, wobei ich im dichteren Wald aber auch einige Male das Satellitensignal verloren hatte. Mir kam es während der Tour auf jeden Fall vor, als wären wir doppelt so viele Kilometer gelaufen.

Pfalz Eußerthal

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Zum Fernweh Schüren

Im aktuellen Programmheft des Wormser Lincoln Theaters sind einige nette Diashows aufgeführt, die ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte. Los geht es mit "Island - Insel der Naturgewalten".
Der 3D-Fotograf Stephan Schulz hat die Insel zu allen Jahreszeiten besucht. Unterwegs mit dem Auto, Fahrrad, zu Fuß und auf dem Rücken von Islandpferden hat er Geysire, Gletscher, endlose Schotterwüsten und das Hochland erkundet und mit seiner Kamera die beeindruckenden Landschaften und Naturphänomene festgehalten.
(Dienstag, 10. November 2009, 20:00 Uhr, Vorverkauf 11,- / Abendkasse 12,- Euro)

"Norwegen - Die schönsten Fjorde der Welt" ist eine Panorama-Vision des TERRA NOVA Teams. Insgesamt drei Jahre lang arbeitete das Team an dem Mix aus Film- und Bildbeiträgen. Alleine über eineinhalb Jahre lang waren zwei Fotografen in der atemberaubenden
Norwegischen Landschaft unterwegs und fuhren natürlich auch auf der Hurtigrute bis zum Nordkap.
(Sonntag, 22. November 2009, 16:00 Uhr,
Vorverkauf 12,- / Abendkasse 13,- Euro)

Ein weiteres Highlight dürfte die Panorama-Multivisionsshow "Neuseeland - Am schönsten Ende der Welt" sein. Eine weitere TERRA NOVA-Produktion, die uns die Vielfalt der Neuseeländischen Flora und Fauna und die Kultur der Maoris ein kleines Stück näher bringen möchte. Eine Ode an mein Traumland und daher ein Muss für meinen Terminkalender.
(Sonntag, 27. November 2009, 16:00 Uhr, Vorverkauf 12,- / Abendkasse 13,- Euro)

Zuletzt ein weiterer Beitrag aus Norwegen: "Hurtigruten - Mit dem Postschiff entlang der Fjorde" ist ebenfalls von TERRA NOVA als Panorama-Multivisionsshow produziert. Begleiten Sie das Hurtigruten-Schiff auf der über hundert Jahre alten Route von der Hansestadt Bergen nach Kirkenes, nahe der russischen Grenze. Lernen Sie auf zahlreichen Ausflügen die einzigartige Schönheit der Skandinavischen Landschaft kennen.
(Sonntag, 31. Januar 2010, 16:00 Uhr, Vorverkauf 12,- / Abendkasse 13,- Euro)

Weitere Veranstaltungen für kommendes Jahr, wie "Südliches Afrika", oder "Rocky Mountains" sind im Veranstaltungskalender des Lincoln Theaters zu finden. Musikfans sollten außerdem evtl. mal bei Myspace vorbeischauen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Salewa

Zum neuen Projekt von Reinhold Messner und Joseph Vilsmaier, "NANGA PARBAT" stellt Salewa exklusives Making-Of Material zur Verfügung und verlost außerdem Premierenkarten zum Filmstart.

NANGA PARBAT ist das neue Projekt von Joseph Vilsmaier und Reinhold Messner rund um Messner's Schicksalsberg und den Tod seines jüngeren Bruders Günther Messner.

Zwei Brüder. Ein Berg. Ihr Schicksal. Die Brüder Reinhold und Günther Messner setzen sich als Kinder das Ziel, irgendwann den Nanga Parbat, den über 8.000 Meter hohen „nackten Berg“ im Himalaya, zu besteigen. Im Jahre 1970 ist es für die damals 23 und 25 Jahre alten Brüder dann soweit. Unter der Führung des Expeditionsleiters Dr. Karl Maria Herrligkoffer (Karl Markovics) will eine Elite internationaler Bergsteiger den Gipfel erobern. Die Route führt über die legendäre Rupalwand, die höchste Steilwand der Erde. Nach einer Schlechtwetterwarnung entscheidet sich Reinhold (Florian Stetter) den Gipfel alleine zu erreichen. Günther (Andreas Tobias), der weniger Erfahrung besitzt, folgt seinem älteren Bruder. Doch er wird höhenkrank und mit dem Abstieg beginnt der Kampf ums Überleben. Nur Reinhold kehrt lebend ins Tal zurück…Exklusives Making-of Videomaterial und Karten zu der Kinopremiere von NANGA PARBAT, der neuen Produktion von Joseph Vilsmaier und Reinhold Messner gibt es auf:

www.nanga-parbat-film.de

In Deutschland findet die Filmpremiere in folgenden Städten statt:

  • Berlin 14.12.
  • Hamburg 15.12.
  • München 16.12.
  • Garmisch 15.12.
  • Rosenheim 16.12.
  • Nürnberg 14.12.
  • Freiburg 10.12.
  • Essen 12.12.

  • Außerdem in Österreich, der Schweiz und Italien.

    Montag, 5. Oktober 2009

    Neuer Bildband Wasser/Land/Licht

    Ebenfalls dem outdoor-Magazin entnommen habe ich, dass es einen neuen Bildband über die Mecklenburgische Seenplatte gibt. Lars Hoffmann hat für diesen Bildband beeindruckende Fotos dieser Seenlandschaft zusammengetragen. Einen kleinen Artikel findet man unter dem oben hinterlegten Link beim outdoor-Magazin.

    Weitere Infos zum Buch:

    Text: Niels Hoffmann
    Einleitung: Manfred Achtenhagen
    Verlag edition MORIZANER
    ISBN: 978-3941803008
    156 Seiten, Gebundene Ausgabe, 28 x 28 cm
    Komplett hergestellt in Deutschland.
    Preis: 39,90 €

    Bionic entwerfen Trekkinghose nach einer Umfrage

    Das outdoor-Magazin startete vor einiger Zeit eine Online-Umfrage. Der Outdoor-Hersteller x-Bionic wollte wissen, welche Ansprüche die Leser an eine gute Trekkinghose stellen. Mit mir haben rund 600 Leute an der Umfrage teilgenommen und inzwischen ist die Entwicklung abgeschlossen. Die lt. outdoor-Magazin wichtigsten Leserkriterien zitiere ich hier: Die Hose muss Bewegungsfreiheit bieten (83 %), dicht gefolgt von sehr gutem Klimakomfort und hoher Strapazierfähigkeit (je 82,4 %). In Sachen Ausstattung legen die outdoor-Leser vor allem auf folgende Details Wert: Kartentaugliche Beintasche, Schubtaschen, Gürtelschlaufen und Haken, um die Hose an den Schnürsenkeln fixieren zu können. Das verhindert das Hochrutschen der Hosenbeine – und dass Schnee oder Geröll in die Schuhe gelangt.

    Den kompletten Bericht gibt es unter: Outdoor-Pants von X-Bionic

    Sonntag, 20. September 2009

    Kühkopf für Flachköpper

    Niedrigwasser aus dem Album Kajak

    Heute Morgen trafen wir im Vereinsheim des TSV Pfungstadt ein. Neben belegten Broten und Kaffee wurde neuer Wein ausgeschenkt. Die Vereinsmitglieder waren, wie stets, sehr bemüht um das Wohl ihrer Gäste. Das muss ich einmal anerkennend und dankbar erwähnen. Überrascht waren wir allerdings, als wir erfuhren, dass wir den Kühkopf aufgrund des momentanen Niedrigwassers nicht vollständig umrunden können. Der Wormser Pegelstand lautete für heute allerdings auch nur noch 74 cm. Das hatte dann aber wenigstens den Vorteil, dass die Strömung bei Überquerung des Rheins von Guntersblum zur Mündung nicht ganz so stark war.
    Das Wetter war überraschend gut. Ein T-shirt war mehr als genug. Selbst meine Baseballcap war zeitweise zu viel. So paddelten wir in einem weit auseinander gezogenen Verband mit einigen anderen Vereinen gemütlich in Richtung Erfelden. Je weiter wir paddelten, um so weniger Wasser verblieb um uns herum. Ich war auch nicht der Einzige, der zwischendurch mal über den Boden streifte. Immerhin besteht bei diesem Wasserstand nicht gerade eine akute Ertrinkungsgefahr.

    Ein Großteil der Paddler machte bereits in Erfelden Mittagsrast, um in der "Krone" etwas Warmes zu essen. Wir und ein paar andere Paddler machten machten erst beim TSV Pfungstadt Rast und hatten unsere eigene Verpflegung dabei. Danach paddelten wir den Weg wieder zurück. So kamen wir zu immerhin 22 km Gesamtstrecke.
    Wir schafften es gerade noch, die Boote wiederaufzuladen und ins Vereinsheim der Guntersblumer zurückzukehren, bevor ein Gewitter aufzog. Glück gehabt. So hatten wir dann noch genügend Gelegenheit, um dort bei Zwiebelkuchen und Neuem Wein den Paddeltag ausklingen zu lassen. Mein Arm überstand die Tour übrigens tadellos. Ich kann also wieder loslegen.

    Samstag, 19. September 2009

    Verbands-Abpaddeln

    Morgen früh heißt es schon um sechs Uhr Aufstehen. Das kostet schon etwas Überwindung. Dann gehts fix Boote Laden und los zu den Wassersportfreunden Guntersblum. Der Kanu-Verband-Rheinhessen e.V. veranstaltet wieder sein traditionelles Abpaddeln. Dieses Mal geht die Tour um den Kühkopf. Da kann man auch ein wenig Natur genießen. Find ich gut. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.
    Das wird meine erste Paddeltour nach meiner Ellbogen-OP. Ich hoffe, dass ich die Strecke
    ohne Probleme überstehe. Werde es auf jeden Fall erst einmal etwas gemächlicher angehen.

    Montag, 14. September 2009

    Kostenlose Fotospecials für Paddler


    Heute habe ich zwei kostenlose kleine Bildbände für Paddler bekommen. Aufmerksam wurde ich auf dieses Angebot durch die Zeitschrift KANU-SPORT des DKV. Auf paddle-people.com (°hf Sportartikel GmbH) werden die beiden Zeitschriften-Bildbände „Voll ins Auge” mit Wildwasseraufnahmen des Kanufotografen Jens Klatt und „Touring Total ” mit den besten Tourenbildern der Kanufotografen Lars Schneider und Michael Neuman angeboten. Beide Bildbände können über ein Bestellformular ganz einfach bestellt werden. Der Versand erfolgt etwa innerhalb einer Woche.

    Freitag, 28. August 2009

    Outdoor testet neun Kuppelzelte

    Im aktuellen Newsletter des outdoor Magazins las ich gerade von einem Kuppelzelt-Test. Diese Zelte sind zwar häufig ein klein wenig schwerer, wie eine im Platzangebot vergleichbare andere Bauart, aber dafür wird man bei einer geodätischen Konstruktion mit Windstabilität und gerne auch mal freiem Stand ohne Häringe entschädigt. Leider gehört mein Hilleberg Allak nicht zu den Testkandidaten. Trotzdem will ich Euch die Zelte hier kurz mit einem Link zum Test aufführen., zumal auch das Wechsel Forum 42 aus den ODS zu den Kandidaten gehört. Allerdings konnte bei diesem Test nur das Exped-Zelt voll überzeugen, sechs weitere immerhin zum größten Teil – und zwei weniger: das The North Face Minibus 23 und das Vango Typhoon 200. Macht Euch am besten selbst ein Bild:

    Freitag, 21. August 2009

    "Gehen für den guten Zweck" in Hamburg

    Unter diesem Motto wird am 13. September 09 zum Spendenspaziergang im Hamburger Stadtpark aufgerufen. Bei dem sogenannten ECCO Walkathon Hamburg spendet der dänische Schuhhersteller ECCO pro gelaufenem Kilometer 1 Euro an karitative Projekte. Abgerundet wird das Event mit einem Rahmenprogramm für die ganze Familie.

    Seit Jahren veranstaltet ECCO diese Walkathons in zahlreichen Städten, wie Warschau, Stockholm, Odense, Göteborg, um nur einige zu nennen. Das Unternehmen hilft damit Straßenkindern in Polen und Kenia, unterstützt die Klimaschutzarbeit des WWF und fördert die körperliche und soziale Gesundheit junger Menschen in Hamburger Problemkiezen. Vergangenes Jahr kamen immerhin rund 480.000 Euro für Street Kids International, den WWF und drei Gesundheitsprojekte in Deutschland, Dänemark und Polen zusammen.

    Anmelden kann man sich auf der folgenden Seite: ECCO

    Sonntag, 16. August 2009

    Zurück auf den Rheinsteig


    Letzten Samstag nach dem Frühstück schnürte ich endlich einmal wieder meine Wanderschuhe. Verpflegung und vor allem Wasser fanden ihren Platz in meinem kleinen Rucksack. Neben meinem mit zwei Liter Flüssigkeit prall gefüllten Platypus Hoser Trinksystem steckte ich zur Sicherheit noch meine Nalgene Trinkflasche ein. Auf den Rheinhöhen kann man bei diesem Wetter schließlich nicht genug zu Trinken dabei haben. Schließlich setzte mich ein Vereinskollege in Lorch am Bahnhof ab. Genau um zehn Uhr begann ich dort meinen Aufstieg, indem ich der Beschilderung des Rheingauer Rieslingpfades über ein kleines Sträßchen in die Wingerte folgte. Bald folgten die ersten Zeichen mit dem geschwungenen roten R des Rhein-Burgen-Weges und des Wanderweges H7. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass ich mal wieder die Sonnencreme vergessen hatte. Toll. Sieben Sonnen am strahlend blauen Himmel und Temperaturen, die dazu in dem steinigen Boden gespeichert werden, was für den Weinbau so ideale Voraussetzungen schafft. Für den ambitionierten Wanderer aber eher eine zusätzliche Belastung. Aber da musste und wollte ich nunmal durch. Ich hatte mir ein ordentliches Stück Strecke vorgenommen. Vor allem bei den Rahmenbedingungen. Waren wir bei unserer ersten Rheinsteigtour vor über zwei Jahren in Lorch eingestigen und nach Norden gewandert, so wollte ich nun von dort aus zurück zu unserem Campingplatz in Geisenheim wandern. Mein kleiner Rother Rheinsteig-Wanderführer beinhaltet zwar Kartenmaterial, aber die Distanz der von mir geplanten Tour konnte ich darin nur abschätzen. 25 Kilometer dürften es auf jeden Fall werden, mit Pausen bis zu sieben Stunden Zeit empfand ich als eine realistische Einschätzung.

    Bald hatte ich das stilisierte weiße R auf blauem Grund entdeckt. Ich war wieder zurück auf dem Rheinsteig. Tief unter mir schlängelte sich der Fluss durch die Rheinhöhen, das Bett bereits vor unvorstellbar langer Zeit tief in den Fels eingegraben. Die mehr als hundert Meter langen Binnenschiffe klein wie Modelle. Leichter Dunst lag über dem Tal und zeichnete die Konturen in der Ferne weicher. Ein toller Ausblick.
    So wanderte ich zunächst vorbei an einem gedrungenen Wald, der dem von großen Steinen übersäten Hang trotze, und erreichte einen angenehm schattigen Wald, der laut einem Hinweisschild des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten als Naturwaldreservat ausgewiesen ist. Unter wissenschaftlicher Beobachtung wird hier der Wald sich selbst überlassen. Eingriffe werden keine mehr vorgenommen. Ein irgendwie beruhigender Gedanke, wenn man dann noch die weit verbreiteten Spuren der Zivilisation unten in der Rheinebene als Kontrast vor Augen hat. Hier kann sich die Natur wieder etwas erholen und einheimische Tierarten ein kleines Rückzugsgebiet finden. Ein Projekt, das noch viel mehr Verbreitung finden sollte. Derart mit meinen Gedanken beschäftigt, wanderte ich weiter bis zu einem auffälligen großen Pavillon mit ausladendem Kupferdach, der über den Weinbergen von Assmannshausen lag. Ja wie jetzt, habe ich tatsächlich schon die Etappe von Lorch nach Assmannshausen zurückgelegt? Es war gerade einmal ein Uhr. Zeit für eine Pause. Ich gesellte mich zu den anderen Wanderern, die sich schon im Schatten des Pavillons zu einer Mittagsrast niedergelassen hatten und wir kamen ins Gespräch. Wie groß war die Überraschung, als ich zufällig herausfand, dass ein Mann aus der selben Siedlung stammte, wie ich. Sein Vater hatte noch in meiner Kindheit einen kleinen Tante-Emma-Laden bei uns und mein Familienname war ihm dann ebenfalls nicht unbekannt. So trifft man sich dann irgendwann einfach mal so auf dem Rheinsteig bei einer Rast...

    Nach Assmannshausen hinunter folgte ich wieder der Beschilderung des Rheingauer Rieslingpfades. Dieser verläuft vom Rhein weg hinunter ins Tal. Unten im Ort fanden sich auch genügend Rheinsteigmarker, um ohne Verlaufen vor der Treppe des Sessellifts anzukommen, der zahlungsbereite Touristen zum Niederwald hinauf zu transportieren. Bei dieser Hitze eine verlockende Option. Und da es beim Sessellift einen Automaten mit gekühlten Getränken gab, schaute ich mir das Treiben ein paar Augenblicke an. 4,50 Euro für eine einfache Fahrt fand ich dann aber doch zu dreist. Mein Stolz trieb mich alsbald die Straße hinauf bis zu dem in Serpentinen aufwärts führenden Wanderweg, dem ich schwer schwitzend und schnaufend folgte. Jede Parkbank auf dem Weg nutzte ich für eine kleine Pause. Das hier war doch etwas anderes, wie das schwedische Fjäll, wo ich im letzten Herbst meinen Wanderkumpanen noch davon gelaufen war. Sommerliche Hitze ist halt einfach nicht mein Ding.
    Schließlich kam ich trotzdem noch oben an und beobachtete voller Genugtuung die zahlreichen bequemen, solventen Kunden des Seilbahnbetriebes, die an der Bergststion zu- und abstiegen. Direkt hinter der Station befindet sich ein kleiner Wildpark, der zum Jagdschloss Niederwald gehört. Ein Futterautomat lockt dann auch gleich wieder Münzen aus dem Börsen der Schaulustigen, und die so angelockten Rehen geben doch schließlich ein schönes Urlaubsfoto ab. Ein paar Meter weiter wartet dann der idyllische Biergarten des Jagdschlosses auf hungrige und durstige Gäste. Nur einen kleinen Spaziergang entfernt können sich die Touristen an einem Aussichtsturm, oder auch einer Zauberhöhle erfreuen, bevor sie zu dem allseits bekannten Niederwalddenkmal gelangen. Hier war mir der Rummel aber eindeutig zu groß. Ich beließ es bei ein paar Fotos im Vorübergehen und machte mich wieder auf in den Wald. Über den Weinbergen schwebend beförderten die Gondeln der Seilbahn rufende und lachende Menschen zwischen Rüdesheim und dem Denkmal hinauf und hinab, deren Stimmen langsam verhallten, je weiter ich mich entfernte. Endlich wieder mehr Ruhe, aber dafür pralle Sonne bestimmten meinen weiteren Weg. Durch die Weinberge bewegte ich mich auf die Abtei St. Hildegard zu. Die Nonnen betreiben hier einen kleinen Klosterladen, der viel Anklang bei den Besuchern findet. Nach einem kleinen Rundgang machte ich mich dann aber endlich auf den Rückweg nach Geisenheim. Meine Füße wollten endlich aus den Wanderschuhen raus. Also war ich froh, als ich endlich am Rheinufer ankam und durch den Park zum Campingplatz zurücklaufen konnte. Stutzig machte mich nur die Feuerwehr, die überall präsent war und sichtlich den Rhein absuchte. Wie ich später erst in den Nachrichten erfuhr, hatte es wohl mal wieder einen unvorsichtigen Badegast gegeben, der die Strömung unterschäzt hatte und ihr zum Opfer fiel. Dass zur gleichen Zeit zwei Speedboote, hohe Wasserfontänen hinter sich aufwirbelnd, mit einem großen Getöse über das Wasser fegten, empfand ich als absolut unverständlich.

    Hier nun ein paar Daten meine Etappe:

    Gesamtkilometer: 27,8 km
    Zeit (ca.): 7:45 h
    Aufstieg ges.: 700 hm
    max. Höhe: 348 m

    Donnerstag, 13. August 2009

    Und weiter gehts

    So, inzwischen hat sich mein Ellbogen soweit erholt, dass ich mir so langsam auch mal wieder etwas zutrauen kann. Morgen früh fahre ich mit den Kollegen meines Wassersportvereins nach Geisenheim im Rheingau. Paddeln möchte ich aber noch nicht. Das wäre wahrscheinlich noch etwas zu früh nach der OP. Aber es gibt da ja auch noch ganz in der Nähe den Rheinsteig. Der Abschnitt zwischen Kiedrich und Lorch fehlt mir eh noch. Also werde ich einfach die Gelegenheit nutzen, um während der Paddeltouren meiner Vereinskollegen endlich mal wieder ein paar Kilometer auf die Sohle zu bekommen. Die nahe Bahnstrecke vereinfacht ja die Rückkehr zum Campingplatz. Wie ich die Touren genau festlege, werde ich kurzfristig entscheiden und danach hier berichten.

    Dienstag, 4. August 2009

    Schutzhüttenverzeichnis für Deutschland

    Schon oft habe ich, wie auch schon Andere vor mir darüber nachgedacht, ein Verzeichnis deutscher Schutzhütten zu etablieren. Bei mancher Tourplanung wäre das Wissen um geeignete Schutzhütten für die Übernachtung schon Gold wert gewesen. Aber wo sucht man danach? Eine zentrale Anlaufstelle hierfür gibt es nicht. Topografische Karten und Wanderführer der angestrebten Wanderregion können zwar Hütten enthalten, aber sind die genauen Koordinaten immer ersichtlich, und ist die Hütte überhaupt für eine Übernachtung geeignet? Im Wiki der outdoorseiten.net wurde bereits mit einem Schutzhüttenverzeichnis begonnen. Unterteilt nach Regionen erleichtert es etwas die Suche. Allerdings fehlt hier noch viel Unterstützung, um die Sammlung umfangreicher zu gestalten. Zur Zeit umfasst das Verzeichnis folgende Gebiete:


    Schon in diesen Verzeichnissen gäbe es noch einiges zu ergänzen. Daneben fehlen auch noch zahlreiche Regionen gänzlich. Jeder noch so kleine Beitrag wäre hierbei hilfreich. Region, Kurzbeschreibung, Koordinaten und ein Foto genügen. Entweder per Mail an mich, oder einen der anderen Wiki-Redakteure, oder natürlich auch gerne als registrierter Autor selbst erstellen.
    Übrigens denke ich, dass auch die eine oder andere Grillhütte als Lagerplatz dienen kann. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken.

    Freitag, 24. Juli 2009

    Neues Gastgeber-Netzwerk für Outdoorer

    Schon vor längerem wurde im Forum der outdoorseiten.net darüber diskutiert, wie man für Outdoorer in Deutschland Möglichkeiten zur Zeltübernachtung einrichten könnte. Ursprünglich bestand die Idee darin, ausgewiesene Naturlagerplätze in der Nähe von bekannten (Fern-)Wanderrouten zu unterstützen. Schließlich hat nicht jeder Interesse daran, auf seiner Wanderschaft stets auf die ansässige Gastronomie angewiesen zu sein. Leider ist es in Deutschland jedoch nicht so einfach, solche Lagerplätze überhaupt genehmigt zu bekommen. Zu viele Vorschriften und Interessen von Grundstückspächtern und -eignern sind zu berücksichtigen. Da sind andere Länder erheblich unkomplizierter. Da sich kein gemeinsamer Konsens finden ließ, wurde das Projekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Dann tauchte plötzlich ein User auf und präsentierte eine völlig andere Art der Umsetzung. Er wollte auf das World Wide Web und Vorbilder, wie Couchsurfing oder Hospitality Club zurückgreifen und hob das Projekt freagle aus der Taufe. Die registrierten Mitglieder verpflichten sich, sich gegenseitig zu helfen. Hierzu genügt ein Stück Rasen, um dort eine Nacht zu zelten und frisches Wasser.
    Nun ist auch im Newsletter des outdoor Magazins ein Bericht über die neue Community zu finden. Das Netzwerk ist noch in der Startphase, besitzt aber bereits 100 Mitglieder aus 14 verschiedenen Ländern, wie Neuseeland, Malaysia, Frankreich, Finnland, Irland und Deutschland.

    www.freagle.org - free campsite, free water. Outdoor 2.0

    Samstag, 18. Juli 2009

    Kleine Auszeit

    Schon letztes Jahr stellten sich bei mir Probleme mit den beiden kleinen Fingern der linken Hand ein. Nach und nach wurden sie taub, einhergehend mit Schmerzen auf der Innenseite des Ellbogens. Seither hatte ich diverse Ärzte konsultiert, wurde geröngt, meine Nervenbahnen mittels Elektroimpulsen durchgemessen und musste in den Computertomographen. Letztendlich landete ich bei einem Neurochirurgen im Krankenhaus, der mir einen am Ellbogen verklemmten Nervus ulnaris diagnostizierte. Eine ambulante OP sollte den Nerv wieder freilegen. Diesen Donnerstag war es dann soweit. Kurze Vollnarkose, dann erwachte ich mit verbundenem Arm im Aufwachzimmer des Krankenhauses. Zweieinhalb Stunden später durfte ich dann bereits nachhause gehen. Soweit, so gut. Nun darf ich natürlich erst einmal nicht paddeln gehen und muss den Arm schonen. Zum Glück habe ich fast keine Schmerzen. Erstaunlich empfand ich aber die finale Diagnose meines Arztes. Über den Ellogen hat sich bei mir Muskulatur gebildet, die da normalerweise nicht ist. Kommt das von den verschiedenen sportlichen Betätigungen mit Armeinsatz, wie früher mal Schwertkampf, oder Trekking mit Stöcken und Paddeln? Holy shit. Die Muskelfasern haben mir direkt auf die Nervenbahn gedrückt und somit meine Finger lahmgelegt. Glaubt man sowas? Sport ist wohl manchmal doch ein bisschen Mord ;-)

    Samstag, 20. Juni 2009

    AQUA TV - Kanuwandern im Film

    In den Weiten des WWW gibt es immer wieder interessante Seiten zu entdecken. Besonders interessant sind mittlerweile die zahlreichen Videostreams geworden, die sich in vielfältiger Weise mit Outdooraktivitäten befassen. Neben den bekannten Portalen, wie You Tube, Google Video und ins besondere 4-Seasons.tv gibt es für Tourenkanuten bei AQUA TV sogar eine eigene Sparte Kanuwandern. Dort werden zukünftig hoffentlich noch viele weitere kleine Filme veröffentlicht, wie die etwa fünf minütigen Streams über die Spreewaldrunde, die Rügener Seekajaktour, oder das Citypaddeln in Berlin, die dort bereits zu finden sind.

    Samstag, 13. Juni 2009

    Eine Hose wachsen

    Ich hatte es schon mal vor geraumer Zeit in einem anderen Blog gelesen und mir seither vorgenommen. Anscheinend gibt es Leute, die sich nicht an das Wachsen von Outdoorkleidung wagen. Dabei empfinde ich das gar nicht als so schwierig. Für meinen Schottlandtrip hatte ich mir eine Four Seasons Outdoorhose gekauft. Das gewachste Gewebe kann recht einfach z.B. mit Fjällräven Grönlandwachs nachbehandelt werden. Etwas Zeit benötigt dabei lediglich das gleichmäßige Auftragen des Wachses. Am besten legt man dazu das Kleidungsstück auf eine glatte Fläche.

    Den Wachsriegel nehme ich dann hochkant und reibe die Kante über die Stofffläche. Man erkennt deutlich an einem weißlich glänzenden Abrieb, wo und wie viel man bereits aufgetragen hat. Die Nähte stehen dick hervor und benötigen besondere Aufmerksamkeit. Es sollte am Ende ein deutlich sichtbarer, dünner Film auf dem Stoff zu erkennen sein.

    Danach muss das Wachs dann ins Gewebe eindringen, um den Wasser abweisenden Effekt zu erzielen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die bequemste Variante ist der Wäschetrockner. Wenn vorhanden, wird die Kleidung einfach mit Kurzprogramm im Trockner erwärmt. Das Wachs schmilzt bei 55-60°C und zieht wie von selbst in das Gewebe. Ebenfalls soll es mit einem Bügeleisen funktionieren, aber dann sollte man ggf. etwas dazwischen legen, damit das Bügeleisen kein Wachs abbekommt. Saugfähig sollte diese Lage wohl besser nicht sein. Ich benutze aber eine dritte Möglichkeit. Mein alter Fön eignet sich nämlich ebenfalls sehr gut. Man sollte nur auf einen gewissen Sicherheitsabstand achten, da ansonsten der Fön leicht überhitzt. Beim Fönen lässt sich sehr gut erkennen, wie das Wachs einzieht. Ich arbeite mich immer Stück für Stück vor: Beine wachsen bis zur ersten Naht, mit dem Fön einschmelzen, bis zur zweiten Naht wachsen, wieder fönen und so weiter.

    Danach kann man eine weitere dünne Schicht Wachs auftragen, aber mit jeder zusätzlichen Schicht vermindert man u.U. die Atmungsaktivität. Also sollte man das Spiel vielleicht nicht übertreiben.

    Donnerstag, 11. Juni 2009

    Radical-Reels

    News der Moving Adventures Medien GmbH:

    Endlich ist es soweit! Die Radical-Reels-Tour startet diesen Sommer ihre Premiere vor deutschem Publikum. Radical Reels – das ist Action, Adrenalin und Abenteuer, die actiongeladene Filmauswahl des Banff Mountain Film Festivals, die es in sich hat! Bislang war das Programm nur in Kanada und den USA zu sehen – in diesem Sommer schafft es endlich den Sprung über den großen Teich und wird an insgesamt 10 Terminen in ausgewählten Kletterhallen zu sehen sein.

    Outdoor- und Abenteuerfilmfans sollten sich folgende Tourstarts auf jeden Fall notieren:

    Termine:
    25.06.2009, Dresden, 20:00 Uhr
    XXL - Die Wand
    Breitscheidstr. 40
    01237 Dresden
    Telefon: 0351-8042668
    www.xxl-klettern.de

    26.06.2009, Köln, 21:00 Uhr
    Kletterfabrik
    Lichtstraße 25
    50825 Köln
    Telefon: 0221 / 502 99 91
    www.kletterfabrik-koeln.de

    30.06.2009, Frankfurt, 20:00 Uhr
    T-Hall Frankfurt
    Vilbeler Landstrasse 7
    60386 Frankfurt am Main
    Telefon: 069 - 94 21 93 81
    www.t-hall.de

    01.07.2009, Berlin, 21:00 Uhr
    Magic Mountain
    Böttgerstraße 20-26
    13357 Berlin
    Telefon: 030-887 15 79-0
    www.magicmountain.de

    02.07.2009, Kassel, 20:00 Uhr
    Vertical World
    Lilienthalstr. 23
    34123 Kassel
    Telefon: 0561 / 579 0505
    www.verticalworld.de

    03.07.2009, Rosenheim, 21:30 Uhr
    Kletterhalle Rosenheim
    Finsterwalderstr. 4
    83071 Stephanskirchen
    Telefon: 08031 8094850
    www.kletterhalle-rosenheim.de

    08.07.2009, Hamburg, 20:00 Uhr
    DAV-Kletterzentrum
    Döhrnstraße 4
    22529 Hamburg
    Telefon: 040 600 888 88
    www.kletterzentrum-hamburg.de

    10.07.2009, Mannheim/Bensheim, 20:00 Uhr
    High Moves Bensheim
    Albert-Einstein-Allee 8
    64625 Bensheim
    Telefon: 06251 - 989 4363
    www.kletterhalle-bensheim.de

    11.07.2009, Regensburg, 21 Uhr
    DAV Kletterzentrum Regensburg
    Am Silbergarten 6
    93138 Lappersdorf/ Kareth
    0941-28005085
    www.kletterzentrum-regensburg.de

    17.07.2009, Friedrichshafen (OutDoor Messe), 18:30 Uhr, Halle A2
    Neue Messe 1
    88046 Friedrichshafen
    www.outdoor-show.de
    Tickets: Leider nur für Messe-Besucher!

    18.07.2009, München, 20 Uhr
    Heavens Gate
    Grafinger Straße 6 (Rückseite Tonhalle)
    81671 München
    Telefon: 089 2000307-0
    www.kletternmachtspaß.de

    Preise:
    Globetrottercard-Inhaber / Kletterhallen-Mitglieder: 7 €
    VVK: 8 €
    Abendkasse: 9 €

    Tourzeitraum:
    25. Juni - 17. Juli 2009

    Programmlänge:
    8 Filme, insgesamt ca. 100 Min

    Trailer zur Tour findet man bei 4-seasons.tv

    Kleine Tasche für den Rucksack















    Bei Rossmann entdeckte ich an der Kasse ein kleines Etui mit einer Einkaufstasche. Material dürfte Polyester sein. Aus dem Etui zaubert man eine Tragetasche mit immerhin 20 l Volumen und ca.10 kg Tragkraft. Für den Einkauf unterwegs, für Schmutzwäsche oder Packbeutel im Rucksack durchaus verwendbar. 329 g bringt das gepackte Etui incl. Kunststoffkarabiner auf die Waage und kostet 1,69 Euro.

    Mittwoch, 10. Juni 2009

    Der Sommerschlafsack Haglöfs Camplite

    Zufällig geriet ich über unser Outdoorforum an einen neuen Sommerschlafsack der schwedischen Firma Haglöfs. Mein alter Salewa Mont Blanc war inzwischen schon altgedient und dabei verhältnismäßig schwer und groß. Alleine an Gewicht konnte ich nun rund 400 Gramm einsparen. Aber auch das Packmaß hat sich mit dem neuen Schlafsack erheblich verringert, wie man auf dem Foto erkennen sollte.



    Der Haglöfs Camplite ist schlicht in schwarz gehalten. Als Reißverschluss dient ein YKK-Zipper, der innen mit einer Abdeckleiste versehen ist. Auf einen Wärmekragen hat man bei diesem Modell verzichtet, aber die Kapuze lässt sich zuziehen.
    Der Packsack lässt sich mit zwei Kompressionsriemen zusätzlich komprimieren. Dadurch entsteht ein sehr angenehmes Packmaß.

    Laut Herstellerangaben hat der Schlafsack folgende Daten:

    - Extremtemperatur: 0°C
    - Komforttemperatur: +7°C
    - Maße: 225x80x60 cm
    - Gewicht: ca. 1150 g
    - Filling: 500 g AirFill
    - Außenmaterial: Performac Ripstopnylon
    - Innenmaterial: Dryskin Polyester


    Ein Test in der Praxis wird sich bei nächster Gelegenheit ergeben. Meine Erfahrungen werde ich hier nach einiger Zeit noch hinzufügen.


    Dienstag, 9. Juni 2009

    Nachtrag zum ODS Sommertreffen

    Letztes Wochenende war ja nun das Sommertreffen der outdoorseiten.net. Leider an einem Wochenende, welches uns nicht gerade mit schönem Wetter verwöhnte, aber man kann halt nicht alles haben.
    Am Freitag wurde ich von Gerhard in Worms aufgelesen. Mit meinem großen Trekkingrucksack war ich am Straßenrand wohl kaum zu übersehen. Gerhard ist neu in unserem Forum und wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, gleich mal ein paar Leute persönlich kennen zu lernen und sich ein paar Anregungen zu holen. Nach rund zwei Stunden Fahrt kamen wir in Westernohe auf dem DPSG-Zeltplatz Kirschbaum an. Landschaftlich ist es dort im Westerwald schon schön, aber von Worms nach Westernohe gab es schon ein deutliches Temperaturgefälle. Zum Glück hatte ich vorsorglich zu meinem Sommerschlafsack das Fleece-Inlett eingepackt. Das sollte ich an dem Wochenende noch durchaus zu schätzen wissen.

    Als Zeltplatz diente uns immerhin eine schöne Wiese an einem leichten Hang. Selbst bei nassem Wetter war also keine Gefahr eines total vermatschten Bodens. Ich hatte mich für mein Hilleberg Allak entschieden und ergänzte den Geodäten noch mit meinem Tarp. Leider in die falsche Richtung, wie sich am kommenden Tag herausstellen sollte. Genug Platz im Zelt blieb mir aber allemal.
    Wir versammelten uns abends alle gemütlich rund um das Lagerfeuer. Die Wärme war schon sehr angenehm, denn ansonsten war es recht frisch geworden. Am nächsten Morgen begann es dann sogar zu regnen. Dazu frischte auch schön der Wind auf und blies stets von vorne direkt unter mein Tarp, bis die Trekkingstöcke, die ich als Zeltstangen eingesetzt hatte, ausgehebelt wurden und die ganze Konstruktion herumflatterte. Also wurde das Tarp auf den Boden gespannt und diente als Wetterschutz für unsere mitgebrachte Kühlbox. Glücklicherweise hat das Allak zwei Eingänge. So konnte ich dann auf der dem Wetter abgewandten Seite ans Zelt ran. Stundenlanger Regen und stark böiger Wind konnten meinem Allak ansonsten nichts anhaben.

    Da der Regen erst gegen Abend endgültig nachließ, waren die geplanten Aktivitäten erst einmal auf Eis gelegt worden. Lediglich ein Kochertest konnte unter einem behelfsmäig aufgebauten Wetterschutz stattfinden. Interessant fand ich die Effektivität des mit einem Lamellenboden ausgestatteten Primus EtaPower Topfes. In Kombination mit einem Benzinkocher erzielt man mit dem System erstaunlich kurze Kochzeiten.

    Immerhin blieb der Sonntag dann erst einmal trocken. Nach einem gemütlichen Frühstück machte man sich reihum langsam wieder an den Abbau. Ein nettes, wenn auch nicht ganz so gemütliches Treffen ging zu Ende. Die schönen und interessanten Gespräche und die netten Leute hatten es trotzdem lohnenswert gemacht.
    Eine Fotogallerie gibt es auf den ODS-Seiten und ist hoffentlich für jeden zugänglich.

    Freitag, 5. Juni 2009

    ODS Forentreffen

    Heute gehts mal wieder auf Forentreffen der Outdoorseiten.net. Dieses Jahr wird es auf dem Zeltplatz Kirschbaum in Westernohe bei Rennerod im Westerwald stattfinden. Trotz der etwas durchwachsenen Wetterprognose scheinen sich doch einige Leute auf den Weg zu machen. Neben gemütlichem Beisammensein steht wieder der Austausch im Vordergrund. Ausrüstung, Klettertechniken, Vorträge und ganz viel Spaß erhoffe ich mir schon jetzt. Der Rucksack ist gepackt, die Schule gleich aus. Dann treffe ich mich mit einem anderen Forenmitglied. Bericht folgt...

    Mittwoch, 3. Juni 2009

    Neuer Trekkingpodcast?

    Ich habe es sehr bedauert, dass Christian Holscher nach einem beruflichen Wechsel keine Zeit mehr für seinen Trekkingpodcast fand. Zwischendurch hatten wir uns schon einmal kurzgeschlossen und überlegt, wie man das Problem lösen könnte. Es war klar, dass der ganze Aufwand zur Produktion eines Podcast-Beitrages von einer Person alleine schwer zu bewältigen ist. Neben mir hatte sich noch jemand angeboten das Projekt zu unterstützen. Leider verlief dieses Vorhaben wieder im Sande.

    Nun lese ich im Trekking Blog von einem neuen deutschsprachigen Podcast. Auf der Seite Rucksacktiere.de haben nun zwei Freunde ihre erste Episode online gestellt. Ganz gezielt fordern sie außerdem Leute zum Mitmachen auf. Jede Anregung oder Unterstützung kann hier helfen.

    Mittwoch, 20. Mai 2009

    Zeltausstellung beim Biwak in Limburg

    Heute habe ich einen Newsletter von BIWAK in Limburg bekommen. Direkt nach Christi Himmelfahrt starten sie ihre diesjährige Zeltausstellung (Fr. 22.05. 10.00 – 20.00 Uhr + Sa. 23.05. 10.00 – 18.00 Uhr). Die Ausstellung findet direkt am BIWAK statt. Auf künstlichen Rasenstücken werden ca. 50 Zelte der unterschiedlichsten Marken und Modelle präsentiert. An beiden Tagen (22. + 23. Mai) erhält man auf alle aufgebauten Ausstellungszelte 20% Rabatt. Zusätzlich an beiden Tagen 10% Einkaufsrabatt auf das komplette BIWAK Sortiment – auch auf bereits reduzierte Ware.

    Aber nicht nur Zelte kann man an diesen beiden Tagen bestaunen. Am Freitag Abend ab ca. 21.00 Uhr wird Bernward Elsel mit seinem Multivisionsvortrag „18600 km mit dem Tandem durch Afrika“ von seinen Abenteuern in beeindruckenden Bildern berichten. Ein unvergesslicher Erlebnisvortrag. Nähere Infos unter www.bike-together.de.

    Und am Samstag kommt MAMMUT mit einer slackline-Show. MAMMUT Profis demonstrieren hier ihre Gleichgewichtskünste. Aber auch Besucher erhalten die Möglichkeit, es den Profis gleichzutun.

    Und es gibt auch etwas zu gewinnen. Leichtbauzelthersteller golite spendiert dem schnellsten „Zeltaufbauer“ ein Gratis-Zelt. Also, Mitmachen lohnt sich!

    Bitte beachtet, dass das Parken direkt am BIWAK während der zwei Veranstaltungstage nicht möglich ist. Alternative Parkmöglichkeiten bestehen in der Schaumburgerstrasse, auf dem Marktplatz in Limburg, auf dem ehemaligen City-Parkplatz direkt gegenüber oder in einem der örtlichen Parkhäuser in der Stadt.

    BIWAK Bike + Outdoor-Zentrum GmbH
    Schaumburger Str. 1
    65549 Limburg

    Montag, 18. Mai 2009

    Der Walisische Cistercian Way

    Ich habe den Cistercian Way ja schon einmal in meinem Blog erwähnt. Beworben wird er als ein Weg ins historische Herz von Wales. Vorbei an den großen Abteien des Zisterzienserordens und den kleinen Kirchen der walisischen Hills, über die spektakuläre Pembrokeshire Coast, findet man steinzeitliche Hügelgräber, mitelalterliche Schlösser, Schaaffarmen, pittoreske Gärten und das industrielle Erbe des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Mit einer Länge von etwa 1046 Kilometern ist der Cistercian Way der längste Wanderweg Großbritanniens.


    Offiziell Start und Ziel des Langstreckenweges ist Llantarnam. Da es sich aber um einen Rundweg handelt, ist der Ein- und Ausstieg aber auch in jeder anderen Örtlichkeit möglich.

    Auf den Spuren der Zisterzienser durch Wales
    The Cistercian Way folgt der Geschichte des Zisterzienserordens in Wales. 1998, zum 900-jährigen Jubiläum der Gründung des Zisterzienserordens, wurde das ehrgeizige Projekt ins Leben gerufen, welches die Abteien der Zisterzienser und ihre religiösen Stätten in Wales durch einen Wanderweg zu verbinden beabsichtigte.

    Die Zisterzienser waren für die walisische Geschichte von großer Bedeutung. Ihr Glaube an wirtschaftliche Unabhängigkeit, verbunden mit Fleiß und harter Arbeit, machten sie zu erfolgreichen Bauern, die einen Großteil des Landes bewirtschafteten. Sie bauten Wege und Brücken, führten die Schafzucht ein und entwickelten die Wollweberei. Ihre Abteien gewährten den Walisern Zuflucht, und Dichter und Chronisten genossen ihre Gastfreundschaft.
    Die Ordensbrüder waren es, die sich an den Papst mit einer Eingabe für die walisische Unabhängigkeit wandten. Sie unterstützten damit, leider erfolglos, die Bestrebungen der Könige Llywelyn ab Iorwerth und Llywelyn Gruffudd sowie des Nationalhelden Owain Glyndwr. 1536 wurden alle Klöster durch Heinrich VIII. aufgelöst.
    Von den 15 ehemaligen Zisterzienserabteien sind noch viele eindrucksvolle Relikte wie Tintern Abbey oder Llanthony Priory zu bestaunen. Sie zählen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Land. Der jetzt geschaffene Weg, der mittelalterliche Pilgerrouten benutzt, trifft teils auf andere Langstreckenwanderwege, wie den Offa’s Dyke Path oder den Landsker Borderland Trail.
    Heute leben wieder Zisterzienser in Wales, in einem Kloster auf der kleinen Insel Caldey Island, im Süden des Landes. Die 13 Mönche stellen neben köstlichem Shortbread und Schokolade auch weltbekannte Seife und Parfüm her.

    Sicherheit auf dem Wasser

    Wenn man am Rhein wohnt, dann nutzt man ja überwiegend ein schiffbares Gewässer zur Ausübung seines Hobbys, eine so genannte Bundeswasserstraße mit entsprechenden Vorschriften und Gefahren. Außerdem ist der Rhein schon bedingt durch seine Strömungsverhältnisse kein Paddelrevier, das leichtsinnig und ohne entsprechende Kenntnisse befahren werden sollte. Um dem Rechnung zu tragen, werden jedes Jahr im DKV Sicherheitslehrgänge angeboten, zu deren Teilnahme ich durchaus raten kann. Dieses Wochenende war es dann auch für mich soweit. Ich begab mich zum MKV Mainz, um am diesjährigen Kurs teilzunehmen. Insgesamt war das Interesse recht groß. Es hatten sich sowohl DKV-Mitglieder, wie auch "freie Paddler" eingefunden und alle bereiteten sich auf einen lehrreichen Tag vor.
    Wolfgang König, ehemaliger Vizepräsident Freizeit- und Kanusport des Kanuverbandes Rheinhessen, gab uns als erster Referent am Morgen einen Überblick über die wichtigsten Regeln auf dem Wasser und stellte uns unter anderem die Schiffahrtszeichen vor, die auch für Paddler relevant sind. Hierzu gibt es beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung auch eine Broschüre zum freien Download: Sicherheit auf dem Wasser - Leitfaden für Wassersportler
    Danach ging Stefan Wolff auf die richtigen Vorbereitungen für eine Paddeltour ein, zeigte typische Gefahrstellen auf Flüssen und theoretische Rettungsmaßnahmen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.
    Im zweiten Teil des Kurses ging es dann an die Praxis. Wie gehe ich mit einem Wurfsack um? Dieses vor allem für Wildwasserfahrer konzipierte Rettungsmittel kann durchaus auch für Wanderfahrer auf Großgewässern hilfreich sein. Zuerst trainierten wir das möglichst zielgenaue Werfen an Land, dann bildeten wir Rettungsteams und simulierten wiederholt eine Rettungs- und Bergungsaktion im Rheinstrom. Dabei wurde schnell klar, dass es wichtig ist, den Wurfsack wirklich zielgenau zu werfen. Die Rettungsleine sollte vor dem Gekenterten positioniert werden, damit er ggf. noch darauf zu schwimmen kann. Hinter ihm würde schließlich bedeuten, dass ein eventuell eh schon geschwächter Mensch auch noch gegen den Strom zur Rettungsleine schwimmen müsste. Im Ernstfall könnte so wertvolle Zeit verloren gehen.
    Als nächstes standen dann verschiedene Techniken zum Wiedereinstieg in ein gekentertes Boot auf dem Programm. Zuerst ohne fremde Hilfe, indem man sich rittlings von hinten über das Heck des Bootes zieht und bis zur Luke vorarbeitet, dann mit Hilfe eines Paddelkollegen, der sein Kajak parallel zum gekenterten Boot platziert und sein Paddel vorn über beide Boote drüber legt. Hinter die Sitzluken legt der Gekenterte sein eigenes Paddel und kann sich dann, zwischen den beiden Booten schwimmend, an den beiden Paddeln hochziehen. Eine andere Variante wäre, über sein eigenes Boot drüber den Süllrand des stabilisierenden Kajaks zu greifen und sich daran hoch zu ziehen.
    Abschließend gingen wir noch die Bergung eines Bootes unter Zuhilfenahme einer, bzw. mehrerer Umlenkrollen durch. Auch diese ursprünglich aus dem Wildwassersport stammenden Techniken könnten unter Umständen durchaus auch mal für Tourenpaddler hilfreich sein, wie ich bereits aus eigener Erfahrung weiß. In unserem Fall war es seinerzeit ein Canadier, der auf der Fränkischen Saale in einem Schwall vollgelaufen war. Mit bloßen Händen lässt sich ein solches Boot schwer der Strömung entreißen.

    Sicherheitslehrgang

    Montag, 11. Mai 2009

    Neuer Outdoor Reiseführer Wales: Pembrokeshire Coast Path

    Als neuer Outdoor Reiseführer erscheint nun im Mai Wales: Pembrokeshire Coast Path. Das Buch bietet neben den Beschreibungen der Etappen und Kartenmaterial zahlreiche Tipps für Übernachtungen in Hotels, B&Bs und auf Campingplätzen, Empfehlungen der besten Restaurants und Pubs sowie alle notwendigen Informationen über Anreise, Land und Leute und die Geschichte der Region. Der Pembrokeshire Coast Path führt über 299 km immer am Meer entlang. Der Weg wird nie langweilig, denn hinter jeder Bucht und jedem Hügel erwartet den Wanderer ein neuer phantastischer Blick auf Felsformationen, Klippen, Höhlen, Steinbögen und vorgelagerte Inseln. Die wenig besiedelte Küste ist schon seit mehr als einem halben Jahrhundert ein Nationalpark. Seitdem 1952 wird der schmale Wanderweg Jahr für Jahr verbessert und schließt heute 619 Wegweiser, 126 Übergänge, 280 Gatter und über 4.200 Treppenstufen ein. Nur wenige Wanderwege bieten solch ein perfektes Zusammenspiel von Wasser, grünem Land, unberührter Natur und Stille, die allein vom Kreischen der Möwen unterbrochen wird.
    • Broschiert: 144 Seiten
    • Verlag: Stein (Conrad); Auflage: 1 (25. Mai 2009)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3866862423
    • ISBN-13: 978-3866862425


    Nachdem die Veröffentlichung des Outdoor-Ratgebers nun schon mehrfach verschoben wurde, ist bei Amazon als aktuelles Datum März 2011 angegeben. Wollen wir hoffen, dass es nun endlich soweit ist.

    Sonntag, 10. Mai 2009

    Just back from Rheinmarathon

    Früh um sechs Uhr riss mich der Wecker aus meinem viel zu kurzen Schlaf, nachdem dieses Wochenende ja der rheinland-pfälzische Kultursommer bei uns in Worms eröffnet wurde und sich in der Stadt einige Bands ein Stelldichein gaben. Viertel nach sieben trafen wir uns an unserem Bootshaus und luden die Kajaks, dann ging es nach Ludwigshafen an die Natorampe bei der Nachtweide. Als früher Vogel waren wir immerhin bei den Ersten und konnten unsere Boote noch direkt unten am Wasser abladen. 191 Kanuten starteten heute früh beim 36. Rheinmaraton. Eine erfreuliche Steigerung und die vielen jungen Teilnehmer zeigten, dass es im Kanusport glücklicherweise auch nicht an Nachwuchs mangelt. Bei anfangs noch bedecktem Himmel begaben wir uns gegen 8:30 Uhr auf die Strecke. Dieses Jahr wollte ich mich nicht die ganze Zeit an der Geschwindigkeit unserer kleinen Gruppe richten, sondern meinen eigenen Takt paddeln. Dies brachte mich dann etwas weiter nach vorne. Die Stempelstelle bei Rheindürkheim erreichte ich dann auch schon gegen kurz nach zehn. Nach und nach füllte sich der Strand mit Booten und wir legten erst einmal eine kleine Essenspause ein. Dazu spendierten die Wassersportfreunde Guntersblum e.V. noch etwas Wein. Dann ging es an die Schlussetappe. Irgendwann beginnt man zwangsläufig mit dem Kilometerzählen. Schultern und Arme machen sich bemerkbar, der Schalensitz wird etwas unbequemer und die zahlreichen Binnenschiffe sorgen für steten Wellengang, aber man lässt sich einfach von den anderen Paddlern mitreißen und wenn dann die Rampe bei Guntersblum in Sicht kommt, dann legt man sich noch mal in die Riemen.
    Nachdem die Boote wieder verstaut waren, ging es zum gemütlichen Teil am herrlich im Grünen gelegenen Guntersblumer Vereinsheim, wo es von Kaffee und Kuchen über Steaks vom Grill und frisch gezapftes Bier alles gab. Jeder bekam wieder eine Medallie, die die Teilname bestätigt, Teilnehmergruppen ab fünf Leuten erhielten ein Weinpräsent und für die ältesten und jüngsten Teilnehmer, sowie die größten Gruppen gab es jeweils einen Pokal. Schön wars schon. Nur eine Sache störte nicht nur mich. Viele Teilnehmer paddelten achtlos in der Schifffahrts-Fahrrinne. Ein Schiff musste sogar mehrfach hupen. Sollte es wegen solch einem Verhalten Beschwerden beim Wasser- und Schifffahrtsamt geben, dann haben es letztendlich alle Paddler auszubaden. Eigentlich unnötig.


    Rheinmarathon

    Samstag, 9. Mai 2009

    36. Rheinmarathon

    Ein Jahr ist schon wieder vergangen und morgen früh startet der 36. Rheinmarathon. Die von den Wassersportfreunden Guntersblum e.V. ausgerichtete Fahrt startet 8:30 Uhr an der Natorampe am Ölhafen der BASF bei Rheinkilometer 431,6. Hier bekommt jeder angemeldete Teilnehmer eine Startkarte. Mit Zwischenstopp an der Stempelstelle bei Rheindürkheim geht die Fahrt über etwa 41 km bis nach Guntersblum, wo fleißige Helfer schon den Grill anfachen und kühle Getränke bereitstellen. Die ältesten und jüngsten Paddler, sowie die größte Gruppe werden wieder eine Auszeichnung erhalten. Ich bin auf die Teilnehmerzahl gespannt. Letztes Jahr waren es immerhin 183.

    Donnerstag, 7. Mai 2009

    Afterwork-Paddeln in Worms als Treffpunkt für Neugierige

    Bei unserem letzten Paddlerstammtisch haben wir uns darauf verständigt einen regelmäßigen ungezwungenen Treffpunkt für Kanuten einzurichten. Unter dem Namen Afterwork-Paddeln wurde das Kind aus der Taufe gehoben. Ab dem 12.05.09 werden sich jeden Dienstag ab 17:00 Uhr auf dem Gelände des WSV Worms Paddler der Kanuwanderabteilung treffen. Eine gute Gelegenheit für Interessierte, um im Floßhafen in die Paddlerei hinein zu schnuppern, kleine Touren in die Umgebung zu unternehmen, sich auszutauschen, oder auch Gleichgesinnte kennenzulernen. Gerade ich habe ja stets Interesse daran, noch Leute aus unserer Umgebung zu treffen, die auch für Gepäcktouren zu haben sind.

    Wassersportverein Worms e.V.
    Floßhafenstraße 15
    67547 Worms

    Die genaue Anfahrt ist oben auch verlinkt.

    Montag, 27. April 2009

    DKV Ökologiekurs und die zehn goldenen Regeln

    Am Wochenende nahm ich am Ökologiekurs des Landeskanuverbandes Rheinhessen. Erster Teil war eine Wanderung mit Ornithologen des NABU entlang des Schwabsburger Flügelbaches. Bei recht schönem Wetter fanden sich hierzu zahlreiche Paddler und Interessierte zu einer kleinen Wanderung durch das Niersteiner Hinterland ein. So bekamen wir einheimische Vögel etwas nähergebracht und wurden für deren Brutgebiete sensibilisiert. Nebenbei erfuhren wir, wie viel Engagement so mancher ehrenamtliche Helfer des NABU im Namen des Natur- und Tierschutzes an den Tag legt und dass glücklicherweise auch einige Unterstützung von Seiten diverser Landwirte, Gemeinden und sonstiger Grundstückseigner existiert.
    Nach der Exkursion ging es dann zum Vereinsheim der WSF Guntersblum, wo wir auf dem Freigelände bei herrlichem Sonnenschein den theoretischen Teil nähergebracht bekamen. Im Internet ist einiges zu diesem Thema zu finden. So zum Beispiel im Downloadbereich des DKV, oder auch ganz nett gemacht beim Bayrischen Kanu-Verband.
    Wie ich auch schon einmal für den Outdoorbereich thematisierte, so gibt es übrigens auch für den Kanusport zehn goldene Regeln. Diese wurden auf Anregung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Zusammenarbeit aller Wassersportverbände für den Bereich der an Bundeswasserstraßen angrenzenden Naturschutzgebiete erarbeitet:

    1. Meiden Sie das Einfahren in Röhrichtbestände, Schilfgürtel und in alle sonstigen dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien. Meiden Sie darüber hinaus Kies-, Sand- und Schlammbänke (Rast- und Aufenthaltsplatz von Vögeln) sowie Ufergehölze. Meiden Sie auch seichte Gewässer (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.

    2. Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Röhrichtbeständen, Schilfgürteln und anderen unübersichtlich bewachsenen Uferpartien sowie Ufergehölzen – auf breiten Flüssen beispielsweise 30 bis 50 Meter. Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Vogelansammlungen auf dem Wasser – wenn möglich mehr als 100 Meter.

    3. Befolgen Sie in Naturschutzgebieten unbedingt die geltenden Vorschriften. Häufig ist Wassersport in Naturschutzgebieten ganzjährig, mindestens zeitweise, völlig untersagt oder nur unter ganz bestimmten Umständen möglich.

    4. Nehmen Sie in ”Feuchtgebieten internationaler Bedeutung” bei der Ausübung von Wassersport besondere Rücksicht. Diese Gebiete dienen als Lebensstätte seltener Tier- und Pflanzenarten und sind daher besonders schutzbedürftig.

    5. Benutzen Sie beim Anlanden die dafür vorgesehenen Plätze oder solche Stellen, an denen sichtbar kein Schaden angerichtet werden kann.

    6. Nähern Sie sich auch von Land her nicht Schilfgürteln und der sonstigen dichten Ufervegetation, um nicht in den Lebensraum von Vögeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen, um diese zu gefährden.

    7. Laufen Sie im Bereich der Watten keine Seehundbänke an, um die Tiere nicht zu stören und zu vertreiben. Halten Sie mindestens 300 bis 500 Meter Abstand zu Seehundliegeplätzen und Vogelansammlungen und bleiben Sie hier auf jeden Fall in der Nähe des markierten Fahrwassers. Fahren Sie hier mit langsamer Fahrstufe.

    8. Beobachten und fotografieren Sie Tiere möglichst nur aus der Ferne.

    9. Helfen Sie, das Wasser sauber zu halten. Abfäle gehören nicht ins Wasser, insbesondere nicht der Inhalt von Chemietoiletten. Diese Abfälle müssen genauso wie Altöl in bestehende Sammelstellen der Häfen abgegeben werden. Benutzen Sie in Häfen selbst ausschließlich die sanitären Anlagen an Land. Lassen Sie beim Stilliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnötig laufen, um die Umwelt nicht zusätzlich durch Lärm und Abgase zu belasten.

    10. Machen Sie sich diese Regeln zu eigen, informieren Sie sich vor Ihren Fahrten über die für Ihr Fahrgebiet bestehenden Bestimmungen. Sorgen Sie dafür, dass diese Kenntnisse und Ihr eigenes vorbildliches Verhalten gegenüber der Umwelt auch an die Jugend und vor allem an nichtorganisierte Wassersportler weitergegeben werden. An kleinen Gewässern mit angrenzenden Naturschutzgebieten betrachtet der Deutsche Kanu Verband (DKV) die Wasserwanderwege als Wanderwege im Sinne der Naturschutzgesetze und -verordnungen. Ein Verlassen der Wasserwanderwege, d.h. das Anlanden usw. ist hier selbstverständlich nicht gestattet. Der DKV appelliert an seine Mitglieder und alle Kanuwanderer, sich im eigenen Interesse diszipliniert zu verhalten.

    Darüber hinaus gelten die zehn goldenen Regeln sinngemäß auf allen großen und kleinen Gewässern. Der Kanuwanderer mit seinem muskelkraftbetriebenen Sportboot sollte als aktiver Naturschützer immer bemüht sein, den größtmöglichen Abstand zu schützenswerten Ufer- und Schilfzonen zu halten.

    Helfen Sie, die Lebensmöglichkeiten der Tier- und Pflanzenwelt in Gewässern und Feuchtgebieten zu bewahren und zu fördern. Durch allgemeine Umweltverschmutzungen sind schon viel zu viele Lebewesen in ihrem Bestand gefährdet.

    Quelle: Trierer Kanufahrer

    Freitag, 24. April 2009

    Fotowettbewerb: "Sag mir, wo die Blumen sind"

    23.04.2009 von NABU / Burmester

    Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat einen Fotowettbewerb gestartet, um auf den Artenschwund wildwachsender Pflanzen aufmerksam zu machen.





    Schlangenknöterich
    Foto: NABU/Jost Einstein;

    Bunt blühende Wiesen und Äcker voller Mohn- und Kornblumen werden leider immer seltener. Um auf den zunehmenden Artenschwund wild wachsender Pflanzen aufmerksam zu machen, startet der NABU unter dem Motto „Sag mir, wo die Blumen sind“ einen Fotowettbewerb. Gesucht wird das Foto, das die Schönheit, oder aber auch die Gefährdung unserer heimischen Wiesen- und Ackerblumen am besten darstellt. Einsendeschluss ist der 1. September 2009.

    Und so können Sie am Fotowettbewerb teilnehmen: Senden Sie maximal drei Fotos bis zum 1. September digital als Bilddateien an Wildblumen@NABU.de oder als Abzüge an:

    "Sag mir, wo die Blumen sind"
    c/o Dr. Thomas Hövelmann
    Lambertistraße 40
    48155 Münster

    Die schönsten Bilder werden auf der Homepage des NABU (www.nabu.de) veröffentlicht. Zu gewinnen gibt es hochwertige Sachpreise. Einsendeschluss ist der 1. September 2009.

    Weitere Informationen zur Aktion unter:
    www.sagmirwodieblumensind.de.

    Quelle: outdoor Magazin

    Die Psychologie des Wanderns

    Das outdoor Magazin veröffentlicht aktuell einen Artikel aus der Zeitschrift Psychologie Heute. Der Wald ruft titulierte ihn dort Simone Einzmann in der Ausgabe 10/08. Es geht darum, dass man eigentlich gut daran tut, so oft wie möglich ein "Bad in der Waldluft" zu nehmen. Die Forschung zeigt nämlich, dass schon die Sinneswahrnehmung der Natur – ihr Anblick, die Gerüche und Geräusche – Seele und Körper gut tut. Während aber zum Beispiel die Japaner einen regelrechten Volkssport betreiben, den sie Shinrin-yoku, das "Baden in Waldluft" nennen, scheint das Image von Wanderungen durch die Natur seit den Fünfzigern in Deutschland schwer gelitten zu haben. Bequemlichkeit hat sich breit gemacht und als Ausflug in die Natur genügt heute ein kleiner Spaziergang im Park. Mit Naturerlebnis und Einsamkeit hat das nicht mehr viel gemein. Der Bundesdeutsche Durchschnitt ist zum regelrechten Couchpotato verkommen, der die wandernde Minderheit mit befremdlichem Blick betrachtet. Andere wiederum geben lieber einen Haufen Geld für ein extremes Adrenalinjunky-Erlebnis aus, um sich von ihrem stressigen Alltag abzulenken. Dabei ist die äußerst meditiative und heilsame Kraft der Natur völlig kostenlos überall um uns herum zu bekommen. Studien belegen, dass Bäume, Wiesen und Felder unsere Konzentration steigern, positive Gefühle fördern und sogar Frustration, Ärger, Stress und Kriminalität reduzieren. Besonders Kinder und Jugendliche sollen profitierten. Die Naturumgebungen unterstützen ihre kognitive, motorische, soziale und emotionale Entwicklung. Natur ist nicht nur hübsch, sie ist essenziell. Naturschutz ist deshalb kein Gefallen, den wir der Umwelt, sondern einer, den wir uns selbst tun.

    Der gesamte recht interessante Bericht ist online beim outdoor Magazin zu lesen.

    Samstag, 18. April 2009

    Solarladepanel Silva Solar 1

    Vor der Ostertour schaffte ich mir nach langem Überlegen einen kleinen Solarlader an. Einige Panels hat man heutzutage zur Auswahl. Die richtige Entscheidung zu treffen fiel da wirklich schwer. Einserseits wollte ich mich nicht gerade in Unkosten stürzen, andererseits wollte ich aber auch ein Panel, das meine Erwartungen erfüllt. Es sollte leicht sein, geeignet für Outdoor- und Paddeleinsätze und primär Akkus für das GPS laden. Den Kriterien schien am ehesten das kleine Silva Solar 1 zu entsprechen. Die größeren Solarladepanels zwischen ein- und zweihundert Euro bringen zwar mehr Leistung, müssen aber entweder zusätzlich mit einem passenden Adapter für AA-Akkus ergänzt werden, oder sind nicht wasserdicht. Zumindest trifft das auf die Geräte zu, die ich mir anschaute.

    Das Silva Solar 1 ist wasserdicht verarbeitet und soll mit maximal 4 V (300 mAh/1,2 Watt) Output zwei AA-Akkus innerhalb ca. 5 Stunden voll laden. Insgesamt passen vier AA-Akkus in das Ladefach. Mit Saugnäpfen an den kleinen Riemen lässt sich der kleine Solarlader an glatten Flächen befestigen, kann aber auch mit den Riemen am Rucksack o.ä. festgeschnallt werden. Mit einem Gewicht von gerade mal 195 g ist das 12,3 x 13,5 cm große Panel eher ein Winzling.
    Die Meinungen über dieses Ladegerät gehen ziemlich auseinander. Einige Leute bemängeln die fehlende Ladeleistung bei bewölktem Himmel, aber ich riskierte den Kauf trotzdem. Bei Globetrotter wird es für 69,90 Euro angeboten und über meine Kundenkarte bekomme ich noch Prozente.

    Einen ersten Ladeversuch machte ich zuhause. Zwei nicht mehr ganz volle Ni-MH Akkus mit 2000 mAh hielten für den Versuch her. Ab nachmittags scheint die Sonne hinten auf mein Küchenfenster, wo ich das Panel mit den Saugnäpfen befestigte und bis zum Abend beließ. Danach wieder ins GPS eingelegt zeigte der Batteriestand wieder volle Leistung. Wie es dann allerdings unterwegs mit leeren Akkus ausschaut, wollte ich während der Osterpaddeltour testen.

    Letzten Sonntag war es dann soweit. Die selben Akkus hatte ich am Vortag im GPS eingesetzt. Ostersonntag war dann das Wetter heiter bis leicht bewölkt. Gute Testverhältnisse. Das Solarpanel befestigte ich vormittags mit den Saugnäpfen auf der hinteren Gepäckluke meines Kajaks und sicherte es zusätzlich noch an den Verschlussriemen. Das Akkufach mit den beiden Akkus packte ich wegen dem Spritzwasser zur Sicherheit noch zusätzlich in einen Gefrierbeutel und steckte es unter das hintere Gepäcknetz. So konnte ich den ganzen Tag paddeln und das Panel den Rest erledigen lassen. Wie es sich herausstellte, funktionierte das Laden auch ganz gut. Das GPS zeigte mit den Akkus wieder volle Kapazität. Nun bleibt abzuwarten, wie es sich unter verschiedenen Bedingungen bewährt.

    In den Bewertungen bei Globetrotter las ich von einem Kunden, der das Batteriefach abtrennte und ein Stecker-Adapter-System anschloss. Dies geht einerseits zu Lasten von Gewährleistung und Wasserdichtigkeit, macht das Panel andererseits aber vielseitiger. Obwohl, hätte er sich dann nicht vielleicht gleich für das größere Modell entscheiden sollen?

    Isle of Skye mal etwas anders


    Mai 2009 erscheint ein Bildband mit Drucken des Künstlers William Daniell. In der Beschreibung der englischsprachigen Ausgabe heißt es:

    William Daniell was born in 1769, the son of the landlord of the Swan Inn in Chertsey. He was elected Associate of the Royal Academy in 1807, and a Royal Academician in 1822. An accomplished artist in oils and watercolours, he also had matchless skills in the magical process of aquatint engraving. Such were his artistic vision and delicacy of touch, that he was able to produce the most wonderful atmospheric aquatint prints, which had the appearance and impact of water colour paintings. His greatest work, 'A Voyage Round Great Britain', included 308 prints of coastal scenes, and was published by Longman over the period 1814-25. John Garvey's first encounter with Daniell's work was in 1969, when he first held a Daniell aquatint print in his hands, of the spectacular mountain, Bla Bheinn, which is part of the Cuillins on the Isle of Skye. He was overwhelmed by the composition of the view, the black threatening profile of the mountain dwarfing the people and boats on Loch Slapin below. Here, Garvey brings together 17 aquatint prints and 10 pencil sketches from the Hebridean islands of Eigg, Rum, Skye and Raasay, and photographs showing these views as they are today. He takes the reader along the route of Daniell's journey in 1815, using the artist's words and those of contemporary travellers, such as Walter Scott and Dr John McCullock, to describe the scenery and the condition of the people. He puts greatest emphasis on the celebration of Daniell's skill as an artist, but additionally gives his journey historic perspective.


    Dienstag, 14. April 2009

    Tchibo bietet Outdoorprodukte an

    Als ich mir heute in der Frühstückspause einen Kaffee bei Tchibo holte, fiel mir der aktuelle Prospekt Entdeckernaturen ins Auge. Unter der gleichnamigen Rubrik ist auch im Internet ein kleines Sammelsurium an outdoorsporttauglicher Kleidung und Ausrüstung zu finden. Darunter Trekkinghosen, Fleecejacken, Trekkingjacke, Funktionsunterhemden und -socken, Trekkinghemden, ein einfacher Sommer-Mumienschlafsack, Wanderstöcke, diverse Kleinelektronik etc. pp. Hierbei fiel mir eine GPS-Pulsuhr besonders auf. Für 140,- Euro bekommt man folgenden Funktionsumfang: Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Distanz und Position, sowie Trackback-Funktion. Die Uhr kann zur Datenanalyse und zum Aufladen über USB an den PC angeschlossen werden. Dazu gibt es einen Brustgurt, das USB-Kabel, eine CD-ROM mit Software, Batterie und eine Bedienungsanleitung. Die Betriebszeit soll bei bis zu ca. 28 Stunden liegen. Wenn ich mir die Screenshots anschaue, dann könnte die mitgelieferte Software für die GPS-Funktion Google Maps integrieren, Onlinezugang vorausgesetzt. Wie toll die Uhr ist, könnte ich anhand der Bilder und Beschreibung natürlich nur spekulieren. Kommentare dazu veröffentliche ich aber gerne.

    Montag, 13. April 2009

    Osterpaddeltour auf dem Neckar

    Back from Paddeling! Karfreitag eine kleine Vereinsfahrt auf dem Glan. Von Medard paddelten wir über das teils recht flache kleine Flüsschen bis nach Odernheim. Super Wetter und das erste Grünen und Blühen sorgten für einen wahren Paddelgenuss. Ab Samstag ging es dann auf 103 Kilometern in drei Tagen bei ebenso herrlichem Wetter über den Neckar nach Worms. Die erste und schönste Teilstrecke führte uns von Haßmersheim zum Campingplatz in Eberbach. Unterwegs haben wir ein Pärchen mit einem alten Faltboot-Schätzchen kennengelernt. Wir paddelten den Rest des Tages zusammen, legten zwischendurch noch am Naturfreundehaus Zwingenberger Hof für eine Mittagsrast im Biergarten an und beendeten später am Campingplatz in Eberbach die Etappe. Direkt hinter dem Campingplatz befindet sich eine kleine Rampe vom DLRG. Dort ist das Anlanden gut möglich. Mit den Bootswägen schafften wir die Kajaks zur Zeltwiese am anderen Ende des Campingplatzes und richteten uns ein gemütliches Lager ein. Martin hatte extra ein kleines Fässchen Bier im Boot transportiert, um den ersten Abend zünftig ausklingen zu lassen. Dazu gabs Steaks vom Einweggrill. Bei einer gemütlichen Runde konnten wir unsere beiden Mitpaddler mal etwas näher kennenlernen. Er, Typ Paddler, Weltenbummler und Trekkingfan, hat seine Frau in Brasilien kennengelernt. Eine richtig nette und hübsche Brasilianerin, die ihm letztendlich nach Tübingen folgte. Da gab es einiges zu erzählen.
    Sonntag kamen wir zwar relativ früh aus den Schlafsäcken, vertrödelten dann aber ein wenig den Morgen. Wir hatten für diesen Tag vor nach Mannheim zu gelangen. Eine ordentliche Tour mit 51 km Länge. Auf dem trägen Neckar mit seinen zahlreichen Wehren, die es häufig zu umtragen galt, muss man seine vollbepackten Boote schon gut antreiben. Wir kamen leider etwas spät aufs Wasser und mussten uns schon ein wenig sputen, um die vor uns liegende Etappe zu bewältigen. Der erste Abschnitt war landschaftlich noch recht reizvoll, aber irgendwann umgab uns dann großstädtische Betriebsamkeit. Dann, kurz vor knapp bekamen wir dann Probleme mit dem Umtragen des Wieblinger Wehres. Unter der Autobahnbrücke ist mit einem großen Schild eine Bootsumtragestelle ausgewiesen. Eine Rampe gibt es dort aber nicht. Man muss an einem Anleger hochklettern. Bei der kleinen Sitzluke meines Seayak nicht ganz so einfach. Dann noch
    das schwer beladene Boot hochhieven. Auf der anderen Seite findet man dann einen Anleger am Altwasser, der ebenso hoch ist. Eine andere Möglichkeit zum Einsetzen fanden wir aber nicht. Zum Glück kamen aber gerade Paddler, die uns dann halfen die Kajaks zu wasser zu lassen. Plötzlich fanden sich noch mehr ein, die endlich mal sehen wollten, wie jemand hier einsetzt. Das gabs wohl vorher noch nie und alle hatten sich stets gefragt, wie das gehen solle. Letztendlich hat uns die ganze Aktion mächtig Zeit gekostet. Am Ende paddelten wir in der Dämmerung durch den Neckarkanal und versäumten die Umtragestelle zum nächsten Altwasserabschnitt mit den ganzen Zeltmöglichkeiten. Im Kanal gibt es nur Spundwände ohne Anlandemöglichkeit, also keine Chance aus dem Wasser zu kommen. Dann mussten wir am bereits geschlossenen Feudenheimer Wehr über eine Leiter aus den Booten steigen und diese ausladen, bevor wir sie hochziehen konnten. Wir bauten auf einem kleinen Grünstreifen der Mole unser Zelt auf. Heute früh dann schnell wieder abbauen und dann erst einmal Frühstück auf der nächsten Parkbank. Mit den Bootswägen umgingen wir das Wehr und wechselten auf der anderen Seite über eine Brücke ans Altwasser. Dann begaben wir uns auf die Schlussetappe. In Worms kamen wir dann bereits gegen 12:00 Uhr an. Die frühe Uhrzeit war uns aber ganz recht. So blieb uns noch etwas Zeit, um vor dem Ende des langen Osterwochenendes ein wenig ausspannen zu können.

    Einen ausführlichen Bericht habe ich in der Geo-Reisecommunity veröffentlicht.