Mittwoch, 12. Dezember 2007

Michael Fleck mit Diavorträgen in Worms

ISLAND - Natur pur

Auf einer vierwöchigen Radtour, auf vielen Trecks und mit dem Geländewagen war Deutschlands „Outdoor-Familie“ in den beiden letzten Jahren in Island unterwegs. Natur im Urzustand findet man, überwältigende Wasserfälle inmitten grüner Oasen wechseln sich ab mit Lavawüsten, die durch Farben und Formen begeistern. Geysire und Europas größte Gletscher liegen auf engsten Raum zusammen. Die Durchquerung des Hochlandes per Rad, unter teilweise extremen Bedingungen, war die größte Herausforderung der Flecks. Erleben Sie eines der letzten Naturparadiese Europas in einer spektakulären, live kommentierten Panoramashow.

Dienstag, 22. Januar 2008, Lincoln Theater Worms

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Vorverkauf: 10,00 €
Abendkasse: 12,00 €
Schüler und Studenten 8,00 € bzw. 10,00 €

Quelle: worms.de

Der Jakobsweg von den Pyrenäen nach Santiago

Auf der Route der Sehnsucht zu pilgern, ist populärer denn je. Kein Wallfahrtsort der Christen stellt, wie Santiago de Compostella, den Weg als das Ziel in den Mittelpunkt. Ein Weg, der seit Jahrhunderten zum Träger menschlicher Hoffnungen geworden ist und Menschen aus allen Nationen zusammen führt. Die einen kommen als Pilger, die anderen als Touristen. Die einen lockt die spirituelle Erfahrung heiliger Orte, die anderen die herrliche Landschaft Nordspaniens. Viele suchen die sportliche Herausforderung einer langen Wanderung oder einer Fahrradtour.

Mit dem Rad und zu Fuß pilgerten wir mit unseren Kindern auf dem 800 km langen Weg von den Pyrenäen bis zum Jakobsgrab in Santiago. Als Familie folgten wir dem Pilgerpfad weiter bis zum Kap Finisterre an der Atlantikküste. Ausgehend von St. Jean-Pied-de-Port und vom Somport-Pass, werden zwei klassische Routen über die Pyrenäen vorgestellt. Im Vortrag zeige ich in brillanten Panoramabildern die landschaftliche Schönheit des ”camino“, wie der Weg in Spanien heißt. Ich erzähle von unseren persönlichen Erlebnissen, den Begegnung mit anderen Pilgern und hinterfrage ihre Beweggründe, sich auf den Weg zu machen. Ich stelle uralte Klöster und Kirchen vor und berichte von Legenden und Wundergeschichten vergangener Jahrhunderte. Prozessionen und Festzüge in der Karwoche sowie zu Fronleichnam zeigen die kulturellen Eigenheiten Spaniens. Durch die jahrzehntelange, weltweite Erfahrung aus Trekking- und Radtouren, geben wir als Outdoorfamilie auch viele praktische Tips für die Planung einer solchen Pilgerreise.

Bis heute ist die Faszination dieses Weges ungebrochen und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Öffnen sie sich für den Zauber dieses Weges in der live kommentierten Panoramashow von Michael Fleck! Buen camino!

Dienstag, 19. Februar 2008, Lincoln Theater Worms

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Vorverkaufstart in Kürze!

Quelle: worms.de

Michael Fleck

Donnerstag, 8. November 2007

Kurzfristiger TV Tipp

Der Jakobsweg - zu Fuß bis ans Ende der Welt

Do, 8. Nov · 20:00-20:30 · ZDFdokukanal

Immer mehr Menschen machen sich im Zeichen der Muschel jedes Jahr auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Ist die traditionelle Pilgerreise zu einem modernen touristischen Abenteuer geworden, wenn Radfahrer oder Wandervögel ihre sportlichen Grenzen ausloten und junge Brasilianerinnen die Reise nach Europa nutzen, um einen geeigneten Ehemann zu finden? So vielfältig die Motive der Pilger sind, so scheint doch alle die Suche nach einer besonderen Erfahrung zu vereinen. Von ihrer Pilgerreise berichten die Autoren und vor allem von den Pilgerinnen und Pilgern, denen sie unterwegs begegnen auf Feldwegen, Landstraßen, in Dörfern und Städtchen, Pensionen und Herbergen im Nordwesten Spaniens.

Montag, 5. November 2007

Pakistan - Abenteuer im Kajak von Olaf Obsommer

Ein Filmvortrag in HD von Olaf Obsommer

Das neue Programm von Olaf Obsommer entführt Sie in die wunderbare Welt des Kanusports. Erleben Sie hautnah spannende Geschichten und atemberaubende Filmaufnahmen über einzigartige Kajak-Abenteuer in Montenegro und Pakistan.

Der Extrempaddler und Filmemacher Olaf Obsommer gehört mittlerweile zum Freundeskreis des ergo Ladens. Wir freuen uns auf den Filmabend, der auch als Saisonabschluss für unsere Bootskunden ein netter Abend mit Zeit zum Klönen und Erfahrungsaustausch ist.

Pakistan - Abenteuer im Kajak
23.11.2007, 20 Uhr


Ergo GmbH

Friedrichstraße 48

65185
Wiesbaden

Eintrittspreise:

Regulär 9.00 €
ermäßigt 7.00 €
23.11.2007, 23 Uhr






Mehr Informationen sind HIER zu finden.

Freitag, 2. November 2007

Ein Wochenende an der Fränkischen Saale

Als uns Peter in einem Rundmail dazu animierte das Wochenende an der Fränkischen Saale zu verbringen, freuten wir uns auf ein herbstliches Wochenende auf dem Campingplatz Roßmühle in Weickersgrüben. Die Saison war seit Oktober beendet, womit wir die Campingwiese ganz für uns hatten. Am Freitag begann unser Wochenende mit milden Temperaturen, die so gar nicht zum November passen wollten.

Dicker Fleece und warme Daunenschlafsäcke schienen völlig fehl am Platz und nach einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer folgte eine relativ milde Nacht.
Der Samstag war neblig und feucht. Über den Hängen des Spessart hing dicker Dunst. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Die Wanderung sollte rund um den Sodenberg führen. Leider entsprach die Routenführung auf der Wanderkarte nicht mehr den aktuellen Verhältnissen.

Mitten im Wald fanden wir ein Schild mit dem Hinweis, dass der weitere Weg in einer Sackgasse enden würde. Vielleicht einen Kilometer weiter führte der Weg dann mitten durch ein Gehöft. Einige freundliche Schilder machten uns darauf aufmerksam, dass das Betreten des Privatgeländes nicht gestattet sei. Ein Seitenweg war einfach mit Gatter versperrt. Hier könnten sich wohl Grundstückseigner und Gemeinde in die Haare gekommen sein. Für den unbedarften Wanderer ein nicht so schöner Umstand. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns dann für den Seitenweg. Zwei Gatter überwindend gelangten wir jenseits wieder auf den regulären Waldweg, der den Hang hinauf in den Nebel führte. Uns an Peters GPS orientierend verließen wir einige Male den regulären Weg und bahnten uns unseren eigenen Weg durch das Unterholz, was gerade an einem steileren Hang und bei der Durchquerung eines großen Grabens etwas abenteuerlich wurde.

Nett fand ich auch die idyllischen kleinen Dörfchen, durch welche wir immer wieder kamen. Der Spessart und die angrenzende Rhön haben sowohl landschaftlich, als auch zur Freizeitgestaltung einiges zu bieten. Auf unserem Campingplatz kann man sich während der Saison zum Beispiel auch Kanus und Kajaks für Bootstouren auf der Saale mieten. Kommendes Jahr werden wir dieses Angebot eventuell einmal nutzen.

Isle of Skye and beyond

Drei Wochen Zeit wollte ich mir für eine Rucksacktour durch Schottland lassen. Vom West Highland Way sollte mich die Tour zur Isle of Skye führen. Aus der geplanten Solotour wurde dann doch noch eine Tour zu zweit, aber läuft eine Tour wirklich immer nach Plan? Nachdem wir den WHW erfolgreich absolviert hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Mallaig. Wir wollten mit der Fähre auf die südliche Peninsula der Isle of Skye übersetzen und uns dort auf den Spuren von David Paterson´s wunderbarem Bildband "A Long Walk on the Isle of Skye" durch die Natur der Isle of Skye begeben. Dass allerdings nicht immer alles so laufen muss, wie man es gerne hätte, mussten wir schnell feststellen.

Zwischenzeitlich bin ich dazu übergegangen, Reiseberichte wegen ihres Umfanges und der besseren Formatierungsmöglichkeiten direkt bei der GEO-Reisecommunity zu veröffentlichen. Der Reisebericht zur Isle of Skye ist unter diesem Link zu finden. Ich hoffe, dass ich jemanden zum Lesen begeistern kann und freue mich über Feedback.

Donnerstag, 1. November 2007

European Outdoor Film Tour 07/08

Das Programm der European Outdoor Film Tour 07/08 verspricht wieder eine spannende Mischung der weltweit besten und innovativsten Outdoor- und Abenteuerfilme. Neben Klettern, Mountainbiking, B.A.S.E.-Jumping, Ski- und Snowboarding ist auch wieder ein Kajaking-Streifen im Programm.

Hauptfilm des Programms ist das Portrait des österreichischen Extrembergsteigers Christian Stangl. „The Skyrunner“ begleitet Stangl durch die grüne Hölle West Papuas bei seiner Expedition zur Carstenz-Pyramide. Dort stellt er im Rahmen seines Seven Summits Speed Projektes mit nur 49 Minuten einen neuen Speed-Rekord auf.

Für E.O.F.T.-Fans gibt es ein Wiedersehen mit den E.O.F.T.-Protagonisten David Lama und André Bach: Der 17-jährige David Lama, Boulder-Europameister und mehrfacher Jugendweltmeister im Sportklettern, entdeckt in „Malaysian Monkey Style“mit einer Gruppe internationaler Nachwuchstalente in Malaysia ein unbekanntes Kletterparadies und realisiert über 20 Erstbesteigungen.

Das große Porträt über den wohl zur Zeit besten B.A.S.E.-Jumper der Welt, André Bach, zeigt Sport und Protagonisten dieser faszinierenden Extremsportart von einer ganz neuen Seite.

Aktuelle Termine sind auf der oben verlinkten Seite nachzulesen.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Patagonia Expedition Race


Das Abenteuer am Ende der Welt

Die junge Geschichte des Patagonia Expedition Race ist bereits voller Erzählungen von großen Abenteuern und Erfahrungen, welche die Teilnehmer ebenso
nachhaltig prägten, wie die anwesende Presse und die gesamte Organisation. In den Wettkämpfen, die im wahrsten Sinne des Wortes Expeditionen waren, wurde in den vergangenen Jahren die abgeschiedenste und ursprünglichste Landschaft erkundet und entdeckt: Südpatagonien, am südlichsten Ende des Südamerikanischen Kontinents.

Während des
Patagonia Expedition Race werden nicht einfach nur hunderte von Kilometern durch die Wildnis zurückgelegt. Es wird großer Wert auf ein Zusammenspiel mit der Natur gelegt. Jeder Tag präsentiert sich mit neuen Hindernissen, entschädigt aber mit einzigartiger Natur, magischen Landschaften in stets wechselhaftem und unvorhersehbaren Wetter. Athleten aus über 18 Ländern haben bereits die Herausforderung des Patagonia Expedition Race angenommen.

Kommenden Februar 2008 startet das fünfte
Patagonia Expedition Race mit einem rund 600 Kilometer langen Abenteuer durch die mystische und legendäre Welt von Feuerland (Tierra del Fuego). Die Route führt durch eine sich stets verändernde Landschaft mit weiten Steppen, sub-antarktischen Wäldern und Torfmooren, durchquert Bergregionen auf der Suche nach einem neuen Weg über die Cordillera Darwin, überquert den Beagle Kanal und immer weiter südwärts.
Der Großteil der Route ist mit Trekking und Mountain Bike zu bewältigen, etwas weniger als 10% der Route per Kajak. Allen, die sich dieser Herausforderung stellen wollen und können, sei die Homepage der Veranstaltung nahegelegt. Stand heute ist die Anmeldung noch möglich.

Zu Patagonien ist aktuell auch ein wunderschöner neuer Bildband von Ralf Gantzhorn herausgekommen, der bereits viel positive Beachtung fand. Neben tollen Fotos finden sich in dem Buch sogar Karten mit Höhenprofilen zu den Trekkingrouten des Landes und Routenskizzen (Topos) für Kletterer. Daumen hoch!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Vaude-Zelt erhält Designpreis 'Focus in Silber'


D (Okt.) – Das VAUDE Zelt „Power Space III“ wurde für seine innovative Technologie und sein zukunftweisendes Design mit dem internationalen Designpreis Baden-Württemberg 2007 „Focus in Silber“ ausgezeichnet. Im Rahmen der Preisverleihung sind die prämierten Produkte bis Dezember im Werkzentrum in Ludwigsburg zu besichtigen.

Das Design Center Stuttgart schrieb bereits zum siebten Mal den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg aus. Der Staatspreis wird für zukunftsweisende, professionelle, herausragende Gestaltungs¬leistungen an Hersteller und Designer verliehen. Das jährlich wechselnde Focus-Thema hieß in diesem Jahr „Sicherheit“. Das VAUDE-Zelt „Powe Space III“ überzeugte in der Kategorie „Freizeit und Outdoor“.

Den renommierten Preis erhält VAUDE bereits zum dritten Mal. Nachdem 2003 die Kindertrage Butterfly Special prämiert wurde, erhielt der Outdoorspezialist aus Tettnang 2004 den Focus in Silber für das Familienzelt Pyramid. Dieses Jahr konnte VAUDE mit dem besonders windstabilen Kuppelzelt „Power Space III“ überzeugen.

Die von VAUDE entwickelte, patentierte Power Frame Zeltkonstruktion steigert die Windstabilität um bis zu 80 Prozent, ohne das Eigengewicht des Zeltes zu erhöhen. Kraftdreiecke aus einem extrem robusten, textilen Material, die entlang des gesamten Gestänges angebracht, bilden Streben, die beim Aufschlagen des Windes wie Zugstäbe wirken und das Gestänge vor Verformung schützen. Dank der erhöhten Windstabilität bietet das „VAUDE Power Space III“ -Zelt entscheidende Sicherheitsreserven im Falle eines plötzlichen Wetterumschwungs oder bei extremen Windverhältnissen auf Expeditionen. Zusätzlich kommt es durch die Kraftdreiecke zu einem steileren Gestängeverlauf, der das Innenraumvolumen um 40 Prozent vergrößert. Auch die Handhabung wird einfacher und schneller: Per Klemmhaken ist das Außenzelt ruckzuck am Gestänge eingehängt.

Das „Power Space III“ ist ab dem Frühjahr 2008 im Internet erhältlich.

Das Design Center Stuttgart zeigt alle prämierten Produkte vom 6. Oktober bis 9. Dezember 2007 in einer Ausstellung im Werkzentrum Weststadt in Ludwigsburg.
Nähere Informationen im Internet.

Quelle: Alpen-Journal
Bildquelle: European OutDoor

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Mein WHW-Ausrüstungs-Fazit

Sollte ich diese, bzw. eine gleichartige Tour noch einmal unternehmen wollen, so würde ich ein paar Dinge ändern. So sind die Hanwag Banks GTX zwar schöne, passgenaue und durch die Goretex-Membran wasserdichte Schuhe, aber für die Beschaffenheit des WHW meines Erachtens nicht immer ideal. Häufig hätte ich mir eine etwas stabilere Sohle gewünscht. Man muss bei der Wahl des richtigen Schuhwerks darauf achten, dass der Schuh genug Dämpfung für die Asphalt-Abschnitte bietet und trotzdem über eine stabile Sohle verfügt, um den Fuß auf den unwegsamen und steinigen Passagen nicht zu arg zu belasten. GoreTex und einen hohen Schaft setze ich mal als grundsätzliche Merkmale voraus.

Die Regenkleidung hatte auch nicht den gewünschten Effekt. Die Tchibo-Regenhosen waren meist nach recht kurzer Zeit innen fast genauso nass wie außen.
Ein paar hohe atmungsaktive Gamaschen habe ich mir dann auf der Isle of Skye für fünfzehn Pfund im Ausverkauf zugelegt. Die wären ab und an auch schon auf dem WHW Gold wert gewesen.
Meine Marmot Oracle Regenjacke war leider nicht so atmungsaktiv, wie ich sie gerne gehabt hätte. Wenn nicht ab und an der starke Regen durchdrang, dann wurde ich halt nass, weil ich beim Laufen mit Gepäck unter der Jacke mächtig ins Schwitzen kam. So oder so wurde ich jedenfalls zu oft nass. Globetrotter hat die Jacke nach der Tour aufgrund meiner Reklamation problemlos zurückgenommen und mir den vollen Kaufpreis gutgeschrieben. An dieser Stelle vielen Dank für den freundlichen und unkomplizierten Service.

Der Jack Wolfskin Katmai II ist ein alter Rucksack, den ich eher als Reiserucksack sehen würde, nicht als Trekkingrucksack. Das Tragesystem ist nicht geeignet, den ganzen Tag mit rund zwanzig Kilo Gepäck durch die Pampa zu marschieren. Mein Rücken und mein so häufig steifer Nacken können ein Lied davon singen. Den Beckengurt musste ich auch ständig nachziehen. Das Packvolumen war für diese Tour mit großem Zelt das einzige Positive. Mein GoLite Rucksack wäre mit dem Gewicht nicht klar gekommen und mein VAUDE Astra war mit seinen 65+10 angegebenen Litern leider zu kompakt, solo mit kleinem Zelt aber sicher die bessere Wahl.

Als Brennstoff zum Kochen würde ich in Schottland zukünftig wohl doch am ehesten Gas in Schraubkartuschen verwenden. Den Spiritus dürfen nur Geschäfte mit entsprechender Lizenz verkaufen, er ist u.U. verhältnismäßig teuer, und diese lila gefärbte Flüssigkeit in Schottland brennt nicht so gut wie unser Brennspiritus in Deutschland. Die Restfüllung im Trangia, die ich aus Schottland mit nachhause brachte, konnte ich direkt vergleichen.

Super waren die silberionisierten Cubic Shorts von Odlo. Kein Wolf gelaufen und mit zwei Shorts über die Tour gekommen. Das zwischendurch Waschen und schnelle Trocknen der Ersatzhose ging ganz gut. Auch die Woolpower-Socken haben sich wieder bewährt.
Die
Four Seasons Svalbard-Outdoorhose war für den Preis ok, aber sicher nicht meine erste Wahl. Obwohl selbst noch mal ergänzend nachgewachst waren die Hosen recht schnell nass und zu langsam wieder getrocknet. Der Knopf ist nicht so der Bringer und die äußere Schrittnaht hat schon während des WHW erste Macken davongetragen.

Den Bauschuttsack als Rucksackliner habe ich mir leider gespart, weil der Rucksack höher befüllt war, als es der Schuttsack zugelassen hätte. Im Nachhinein ein klarer Fehler. Auf der Isle of Skye im starken Regenschauer reichte das Regencover alleine nicht mehr aus, um den Rucksackinhalt trocken zu halten. Dadurch hatte ich dann auch einen etwas nassen Daunenschlafsack...

Ein GPS ist generell wirklich eine unnötige Spielerei für den WHW. Karte und Kompaß sind vollkommen ausreichend. Auf der Isle of Skye haben wir uns in der Nähe der Cuillins mal mit dem GPS orientiert, da es dort wohl einiges an magnetischem Gestein geben soll, das die Orientierung mit dem Kompaß unmöglich macht. Wirklich notwendig ist das aber auch nicht, so lange man sich auf den Pfaden hält. Das Gewicht für das Garmin und die Ersatzbatterien kann man also durchaus sparen. Auch unsere kleinen Radios mit Ohrhörer waren unnötig, da eh nur selten Empfang. Der MP3-Player war
aber ab und an sehr nett.

Probleme bekam ich auch mit meinem Opinel. Das Griffholz ist aus recht weichem Holz und quillt bei der schottischen Luftfeuchte schnell auf. Die Klinge aufzuklappen geht dann nur noch mittels einer Zange. Dieses Problem hatte ich bis dahin und auch danach nicht.

Gegen die Midges erfolgreich getestet habe ich übrigens das viel gepriesene Skin-so-soft von Avon, das ich mir in Schottland kaufte. Meine erste Wahl, bevor ich irgend eine aggressive chemische Lösung verwenden würde!

Einige der anderen Ausrüstungsgegenstände haben sich bei mir und Anderen eh schon bewährt und bedürfen eigentlich keiner weiteren Erwähnung.
Je nachdem, wo mich die nächste Tour hinverschlägt, werde ich hier eine neue und weiter auf meine Belange optimierte Packliste vorstellen. Meine Familie muss ich schon mal für Weihnachten und meinen Geburtstag impfen.

Dienstag, 25. September 2007

Auf dem West Highland Way

Samstag, den 2. September 2007 war es endlich soweit. Mein Wecker klingelte schon früh, aber ich hätte auch nicht lange schlafen wollen. Dazu war die Aufregung bereits zu groß. Nach dem Frühstück prüfte ich noch einmal meinen Rucksack auf seinen Inhalt und war dann schon sehr erleichtert, als Stefan anrief und meinte, er müsse früher kommen, um mich nach Mainz zu fahren. Zuhause hätte ich eh nicht mehr viel länger still herumsitzen können. Kurz entschlossen machte ich mich fertig und lief ihm entgegen. In Mainz war ich dann schon gegen zehn Uhr. Conne sollte mit dem Zug um halb zwölf kommen, also blieb mir noch einige Zeit zum Durchstöbern der Läden im Bahnhof.
Als Conne schließlich ankam, hatten wir noch einige Zeit vor der Fahrt des Shuttlebusses. Wir verstauten unsere Rucksäcke in Schließfächern und trödelten durch die Mainzer Innenstadt, herunter zum Rhein und danach ins Römisch-Germanische Zentralmuseum, bis es schließlich endlich Zeit war, mit dem Bus nach Hahn zu fahren. Bei der Aufgabe unseres Gepäcks gab es dann noch einen kleinen Dämpfer. Mit all der Verpflegung, die wir bereits aus Deutschland mitnahmen, kamen wir auf vier Kilogramm Übergewicht. Dafür hatten wir rund sechsunddreißig Euro draufzulegen. Und das, wo wir schon Zeug als Handgepäck mit in den Flieger nahmen.

Als wir in Prestwick ankamen, begann es schon fast wieder zu dämmern. Wir wollten uns im Flughafen nach dem nahen Campingplatz erkundigen, von dem ich im Internet gelesen hatte, aber die Auskünfte waren recht widersprüchlich. Im Dunkel liefen wir letztendlich etwas falsch und landeten auf dem Gelände des Royal Troon Golfclubs. Das perfekte Green hie und da verführte schon fast, einfach für die Nacht das Zelt aufzuschlagen, aber man weiß ja nie. Auf dem nahen Caravan Park mit seinen riesen Wohnheimen fanden wir dann einen Platz für die erste Nacht. Die regelmäßig beim Start- und Landeanflug über uns donnernden Flugzeuge machten den Aufenthalt zu einem ganz speziellen Erlebnis.

Am kommenden Morgen fuhren wir dann mit dem Zug über die Glasgow Central Station weiter nach Milngavie. Der offizielle Startpunkt des West Highland Ways lag nicht weit entfernt in der kleinen Fußgängerzone. Es ergab sich nun nur ein Problem mit der Beschaffung des Brennspiritus für unseren Kocher. The Iron Chef hatte Sonntags nämlich geschlossen, wie auch der Chemist. Leute gaben uns den Tipp, es mal bei der nächsten Tankstelle zu versuchen, aber die verwiesen uns wiederum an einen Baumarkt. Dort erfuhren wir, dass man zum Verkauf von Alkohol eine Lizenz benötigt, die sie nicht hätten. Letztendlich liefen wir eine große Runde durch den Ort und fanden am Ende, wieder unweit der Fußgängerzone in einem kleinen Laden doch noch den dringend benötigten Brennstoff. Endlich konnten wir den Schildern in den Mugdock Park folgen und waren somit offiziell auf dem Weg unterwegs.

Die ersten Kilometer waren recht unspektakulär. Ebenso gut hätte man bei uns durch einen großen Park mit Wald laufen können, aber ich wollte den WHW auf jeden Fall vollständig laufen. Außerdem empfand ich den gemächlichen Anfang als eine gute Möglichkeit zum Einlaufen.
Langsam und unmerklich begann sich die Landschaft zu verändern und schließlich kamen die ersten, noch recht sanften Hügel in Sicht.

Das Highlight des Tages war für mich die Glengoyne Distillery, auf deren Besuch ich mich schon lange gefreut hatte. Um den Betrieb zu besuchen mussten wir den WHW verlassen und auf die Landstraße gelangen. Die weißen Gebäude waren aber nicht arg weit entfernt.

Mein Rücken und meine Füße freuten sich auf diese Pause. So schritten wir durch den Eingang, vorbei an der offenen Tür mit den dahinter befindlichen Pot Stills und hinter zu dem flachen Gebäude mit dem einladenden Schild "Slainte Mhath Shop". Eine Gruppe Schwedischer Touristen war gerade zu Besuch und versuchte sich in dem Angebot an direkt ab Hersteller zollfreien Whiskies zu orientieren. Wir mit unseren großen Rucksäcken fielen trotzdem gleich bei Eintritt auf und wurden herzlich begrüßt. Es dauerte nicht lange und ich bekam das erste kleine Tastingglas mit dem zehnjährigen Glengoyne vorgesetzt. Als der ältere Herr hinter der Theke mitbekam, dass wir aus Deutschland kamen, erzählte er mir, dass er selbst drei Jahre lang in Aachen gelebt hätte. Wegen seiner Deutschkenntnisse würde er immer die deutschsprachigen Gruppen durch die Destillerie führen. Irgendwie kamen wir auf die Frankfurter Interwhisky teilzunehmen. Sollte ich es mal wieder schaffen zu sprechen, die ich selbst ja auch schon einige Male besucht hatte. So erfuhr ich, dass Glengoyne plant, dieses Jahr das erste Mal ebenfalls an dieser sehr speziellen Whiskyausstellung im Frankfurter InterContinental teilzunehmen. Sollte ich es schaffen mal wieder diese Veranstaltung zu besuchen, dann müsse ich mich auf jeden Fall bei ihnen am Stand blicken lassen. Nette Geste. Während unseres Gesprächs bekam ich dann so nach und nach noch den siebzehnjährigen und einundzwanzigjährigen Glengoyne vorgesetzt. Wir kauften uns noch von den angebotenen Whiskyminiaturen für unterwegs, dann mussten wir langsam weiterlaufen. Das Ziel der Tagesetappe war längst nicht erreicht. Um den Weg aber nicht erst zurücklaufen zu müssen, dachten wir uns, dass man eigentlich lediglich so lange der Straße folgen müsse, bis man links einen Feldweg findet, der wieder zurück auf unsere Route führt. Hätten wir unsere Wanderkarte zu Rate gezogen, hätten wir aber festgestellt, dass der Weg in Dumgoyne die A81 überquert, der wir folgten. Sicherlich waren sogar Markierungen vorhanden, aber die sahen wir nicht und die Karte befand sich noch im Rucksack. Wir liefen durch den Ort durch und kamen schließlich an eine kleine Seitenstraße, die in die vermeintlich richtige Richtung führte. Wir liefen die Straße bis an ihr Ende und standen plötzlich ratlos vor einem Hügel. Rechts befand sich ein Hof, dessen Zufahrt wir wohl die ganze Zeit gelaufen waren. Genau in diesem Moment der Ratlosigkeit kam genau von dort ein Pickup gefahren und blieb bei uns stehen. Als wir dem Fahrer erklärten, was wir suchten, erfuhren wir, dass wir auf dem völlig falschen Weg waren. Wir sollten unsere Rucksäcke auf die Ladefläche schmeißen und einsteigen. Er war Ire aus Donegal und lebte bereits seit vielen Jahren in Schottland, wie ich in einem Gespräch auf der Fahrt zum nächsten Einstieg zum WHW erfuhr. Diese Freundlichkeit hatte ich in Irland schon öfter erfahren. Da hält jemand unaufgefordert auf der Straße und bietet dir einfach an, dich mitzunehmen. In diesem Moment im schottischen Nirgendwo ein Geschenk des Himmels. Schnell kamen wir so wieder auf den rechten Weg und liefen weiter. Die letzten Kilometer zogen sich mächtig. Eine kleine Landstraße führte über die Hügel und ich war schon recht geschafft. Ich laufe auch viel lieber auf weichem Untergrund, als auf Asphalt. Als wir endlich bei der Easter Drumquassle Farm ankamen, wollte ich nur noch das Zelt aufbauen, etwas essen und mich nicht mehr bewegen müssen. Hinter uns campten noch ein paar Schotten. Einer von ihnen verarztete seinen Fuß mit einem mächtigen Druckstellenpflaster, das er sich quer über seine gesamten Ballen klebte. Da hatte ich ja noch richtig Glück!

Am nächsten Tag waren wir die Letzten, die die Farm verließen. Zunächst folgten wir weiter der kleinen Landstraße in Richtung Drymen, dann gelangten wir in den Garadhban Forest. Von einem Hügel erhaschten wir nach einer Weile einen ersten Blick auf Loch Lomond. Die Ausmaße des mit 35 Kilometer Länge größten Binnengewässers Großbritanniens konnte man von diesem Aussichtspunkt nicht erfassen, aber der Pfad sollte die nächsten beiden Tage immer entlang des Gewässers führen.
Wieder fast unmerklich begann sich das Landschaftsbild zu ändern. Auf den in der Heideblüte stehenden Hügeln sorgten die Schatten vorbeiziehender Wolken für einen steten Farbwechsel. Der Pfad wurde unwegsamer und führte uns stetig auf Conic Hill zu. Auf die Nordflanke des Hügels zu führte der steile und mit Geröll übersäte Pfad zweihundert Höhenmeter nach oben. Diesen Aufstieg schaffte ich nur mit einige Verschnaufpausen. Auf dem Scheitelpunkt angekommen ließ ich den Rucksack von meinem Rücken gleiten und mich in das Gras am Rande des Weges fallen. Neben mir ruhte sich eine junge Belgierin aus, die auf ihren Freund wartete. Er war, wie Conne, auf die Kuppe von Conic Hill hinaufgestiegen. Sie winkte mir von oben zu, aber ich hatte keine Energie, um noch weiter nach oben zu klettern. Der Abstieg von dem Hügel war auch kein Spaziergang. Über viele ungleichmäßige Stufen stieg man hinab bis nach Balmaha, direkt am Ufer von Loch Lomond. In einem Souvenirshop kauften wir unsere ersten Postkarten und Sausages für das Abendessen. Die Milarrochy Bay Campsite war erfreulicherweise nicht mehr weit entfernt. Meine Füße und Beine waren ziemlich schwer und schmerzten. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, liefen wir hinunter zum Ufer des Sees und machten es uns auf ein paar Felsen gemütlich. Den Sonnenuntergang zu beobachten war herrlich. Während wir so auf den Felsen lagen, kam eine junge Frau zu uns und stellte sich als Fotografin vor. Sie sei im Auftrag des Campingplatzes hier, um für den neuen Werbeprospekt Fotos zu schießen. Sie fragte uns, ob wir damit einverstanden wären, uns so am Ufer fotografieren zu lassen. Klar, kein Problem. Vielleicht ziert ja tatsächlich bald ein Foto von uns den nächsten Prospekt.
Unser Abendessen bereiteten wir in einem Aufenthaltsraum zu, wie man ihn auf einigen Campsites extra für Backpacker findet. Dort konnten wir im Trockenen an einem Tisch sitzen und den Tag ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen wurden wir schon sehr früh geweckt. Unsere Nachbarn bauten ihr Zelt noch im Dunkeln ab. Da half auch alles Flüstern nichts, wieder einschlafen war erst möglich, als sie den Platz verließen. Auch schön. Dafür entdeckten uns nach dem Aufstehen dann endlich die Midges. Lästiges winziges Insekt, das einem dann auch gerne mal die Lust auf ein Frühstück am Zelt verderben kann. Also packten wir zusammen und liefen zur Cashel Farm. In deren Shop standen ein paar Tische, es gab frischen Kaffee und Sandwiches, Joghurt etc. waren ebenfalls im Angebot.
Dann begaben wir uns auf den Weg. Dieser führte aufwärts durch einen lichten "Feenwald" mit viel Farn und Heidekraut. Am Morgen hatte ich mir am linken Fuß auch schon eine Stelle mit einem Druckstellenpflaster abkleben müssen. Anfangs klappte das wirklich sehr gut, aber irgendwann im Laufe des Tages bekam ich doch wieder Schmerzen. Die ersten Schritte nach einer Pause waren am schlimmsten.
Schließlich kamen wir nach Inversnaid, das im wesentlichen aus einem großen, häßlichen Hotel bestand. Ein paar hundert Meter hinter dem Hotel fanden wir an einem Bootshaus einen ausgewiesenen Wildcampingplatz. Dort trafen wir auch ein Päärchen aus Frankreich, das einen ganzen Monat in Schottland geplant hatte und nach dem WHW ebenfalls auf die Isle of Skye wollte. Im Hotel holten wir uns dann für kleines Geld von der Take-Away-Karte Fish and Chips und einen gemischten Salat und aßen gemütlich draußen an einem Tisch mit Blick auf den See. Ein klein wenig Nieselregen störte da zum Glück nicht.

Nach einer leider nicht ganz so gemütlichen Nacht auf unebenem Untergrund bauten wir unter herumschwirrenden Midges wieder unser Lager ab und wollten lieber bei nächster Gelegenheit frühstücken. Besser hätte ich schon vorher mal einen Blick in die Karte geworfen.
Der Pfad führte weiter entlang des Hangs, wurde immer felsiger und verlangte teils sogar beklettert zu werden. Endlich kam der Wegweiser zu Rob Roy´s Höhle in Sicht. Direkt am Ufer war ein großes Geröllfeld mit riesigen Felsen. Wir waren hier nicht die Einzigen, die nach der Höhle suchten. Dann bemerkten wir weiter oben einen weißen Schriftzug auf dem Fels, der auf den versteckten Eingang hinwies. Dort musste man schon hinaufklettern.
Conne war heute gut in Form, oder ich ohne Frühstück vielleicht auch nicht so gut. Wir hatten verabredet, dass jeder seinen eigenen Trott gehen sollte und so hatte sie mich bald abgehängt. Irgendwie empfand ich den Abschnitt als anstrengend. Außerdem zog sich der Pfad und es kam kein Ende in Sicht. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich lief, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor. Irgendwann hatte ich Loch Lomond hinter mir gelassen und erreichte die Täler der Highlands. Immer mehr fehlte mir die Energie und immer öfter füllte ich aus den zahlreichen kleinen Bächen, die stets den Weg kreuzten, meine Wasserflasche nach. Ich schwor mir, nicht mehr ohne eine vernünftige Grundlage am Morgen loszulaufen.
Irgendwann kam ich dann auf der Beinglas Farm an. Es gab wieder einige bekannte Gesichter auf der Campsite zu begrüßen. Conne wartete schon etwas länger auf mich und wäre nach einem vernünftigen Essen sogar gleich weiter, aber meine Füße schmerzten und ich war für den Tag am Ende. Also nutzten wir die verbleibende Zeit zum Duschen und Wäsche Waschen. Freundlicherweise durfte ich auch einen Akku meiner Digitalkamera im Shop aufladen. Später machten wir es uns im Pub gemütlich und Conne las mir aus dem durchaus netten Buch Gebrauchsanweisung für Schottland vor. Neben uns saßen ein paar nette Jungs, die ich zuerst für Schotten hielt. Später sollte ich noch erfahren, dass sie aus Belgien waren. Spassig.

Im Pub der Beinglas Farm nahmen wir ein Great Scottish Breakfast zu uns. Bacon, Eggs, Black Pudding, Mushrooms und dazu Endloskaffee. Das ganze Essen war sehr reichhaltig und gehaltvoll. Ich hatte aber Conne eh versprochen, an diesem Tag mal etwas mehr Strecke zu machen. Da brauchte ich schon etwas im Bauch.
Bevor wir weiter liefen, bekamen wir von der Bedienung im Pub noch das Versprechen, dass die Etappe leicht zu laufen wäre. Einfach immer nur geradeaus, ohne viel Höhenunterschied. Nachträglich möchte ich bemerken, dass ich es lieber nicht erleben möchte, dass mir ein Schotte prophezeit, die Etappe werde hart! Trotz allem hatte ich aber einen guten Tag. Nachdem ich mich erst einmal eingelaufen hatte, schaffte ich die vielen Steigungen ohne ständiges Verschnaufen. Selbst die Druckstelle an meinem Fuß schien sich zu machen. Trotzdem konnte ich nicht mit Conne mithalten. Na, kein Problem, denn sie überholte mit dem großen Trekkingrucksack auf dem Rücken ja sogar noch Leute, die nur mit Daypack unterwegs waren. So kam ich dann, irgendwann auf halbem Weg an dem Wegweiser nach Crianlarich vorbei. Ursprünglich dachte ich noch, dass man dort eventuell einen Kaffee trinken gekonnt hätte, aber dazu hätte man wieder hinunter ins Tal steigen müssen. Also statt nach links hinunter, nach rechts den Hügel weiter hinauf.

Unterwegs begegnete ich einem wirklich alten Ehepaar, die mit langsamen und bedächtigen Schritten den steilen Weg durch den Wald hinauf liefen. Als sie mir Platz machen wollten, wäre der arme Mann beinahe noch rückwärts in den Graben am Wegesrand gestolpert. Kleine Schrecksekunde, aber zum Glück nichts passiert...

In Tyndrum endlich das Schild der By The Way Campsite zu sehen war mir sehr willkommen. Dort trafen wir dann auch wieder einige mittlerweile alt bekannte Leute. Ein Schotte, der den WHW gemeinsam mit seinem jungen Sohn bereits zum zweiten Mal lief, hatte auf der Campsite das Zelt kurzerhand im Rucksack belassen. Es gab einige kleine Hütten, wie man sie bei uns als Gartenhäuschen kennt. Sie waren mit Stockbetten ausgestattet, warm, trocken und relativ Midge-sicher. Ein Brite, ein Amerikaner und zwei waliser Feuerwehrmänner hatten sich zu einem losen Grüppchen zusammengefunden. Obwohl sie alle vier mit Leichtgepäck und kleinen Zelten unterwegs waren, nutzten sie mittlerweile zusammen den Transferservice für ihr Gepäck und nahmen auf die jeweilige Tagesetappe nur das Nötigste mit. Der Brite, der sich als Steve vorstellte, musste eine gigantische Blase an seiner Ferse behandeln. Überhaupt waren die Beschwerden an den Füßen und in den Beinen ein beliebtes Thema unter uns Wanderern. Die beiden belgischen Jungs, Bart und Wesley, mussten nach dieser Tagesetappe leider sogar die Wanderung abbrechen. Sie hatten nicht die richtige Ausrüstung für diese Tour und Bart hatte durch sein mangelhaftes Schuhwerk Schmerzen am Fuß bekommen. Sie wollten mit dem Zug nach Fort William fahren und die restliche Zeit dort verbringen. Im Campers Kitchen verbrachten wir einen netten Abend bei ein paar Bier und quatschten über Gott und die Welt. Hier stießen noch drei weitere Belgier zu uns, die dann zwar jede Menge zu erzählen hatten, dies dann aber lieber auf Flämisch machten. Interessanter Weise verstand ich trotzdem noch überraschend viel.


Den vollständigen Bericht habe ich mittlerweile in der GEO-Reisecommunity veröffentlicht.

Fotogalerie:
Scotland 2007

Montag, 24. September 2007

Back again


In der Nacht von Samstag auf Sonntag bin ich wieder zuhause angekommen. Die Tour war recht ereignisreich und lief - natürlich - nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Der WHW war schon ein Erlebnis. Mit dem Wetter hatten wir auf dieser Strecke alles in allem recht viel Glück. Auf der Isle of Skye erlebten wir dafür die ganz andere Seite: Dauernde Regenschauer, Sturm und alles war derart nass, dass man ein Problem hatte, einen Platz zum Wildcampen zu finden. Die Wetterkapriolen waren sehr hinderlich und ließen uns letztendlich viel früher nach Glasgow abreisen. Aber von all dem demnächst hier ausführlicher. Nur eines muss ich unbedingt gleich loswerden: Ich habe in drei Wochen Schottland sechs Kilogramm abgenommen!!! Mal schauen, ob ich das halten kann...

Überschattet wurde mein Urlaub nur durch einen Anruf meines Onkels, kurz vor meinem Abflug. Mein Opa ist mit einem Tumor hinter dem Auge ins Krankenhaus eingeliefert worden. Zwischenzeitlich ist er wieder zuhause und muss auf die Untersuchungsergebnisse warten. Der Tumor beeinflusst aber den Sehnerv seines einzigen Auges und das Sprachzentrum. In Gedanken bin ich jetzt oft bei ihm...

Donnerstag, 30. August 2007

Letzte Vorbereitungen

Mann, ich bin mittlerweile aufgeregt wie ein kleiner Junge! Heute habe ich noch diverse Informationen in einem Worddokument zusammengestellt und verkleinert, damit ich keine so große Zettelwirtschaft dabei habe. Aus dem Buch A Long Walk On The Isle Of Skye habe ich mir sogar die ganze Routenbeschreibung abgetippt und umformatiert.
Conne rief auch noch mal wegen der letzten Absprache an. Sie ist wohl auch schon etwas ungeduldig. Samstag treffe ich sie dann kurz nach elf Uhr am Mainzer Hauptbahnhof. Die Zeit rennt...

Dirk habe ich übers Forum der Outdoorseiten.net kennengelernt. Dabei hatte er mir vorher sogar schon mal hier im Blog auf einen Beitrag geantwortet. Er startet etwa einen Tag nach uns auf dem WHW. Er hat einige GPS-Daten für die Strecke aufbereitet und mir die Datei liebenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Wir haben vorsichtshalber mal unsere Handynummern ausgetauscht. Vielleicht ergibt sich ja ein Treffen. Wäre sicherlich nett.

Morgen wird ein kurzer Arbeitstag, dann werden die Lebensmittel umgepackt und der schon x-mal ge- und entpackte Rucksack final gepackt. Dann werden noch einmal die Akkus meiner Kamera geladen. Glücklicherweise war aber im Verpackungsumfang meiner Canon IXUS 60 sogar ein Kabel mit englischem Stecker enthalten. Gerade so, als hätte es so sein müssen. Dem Wink folgend geht dieses Kabel mit der kleinen Ladestation auch mit in den Rucksack. Auf dieses zusätzliche Gewicht kommt es dann auch nicht mehr an.

Schade ist nur, dass uns das schottische Wetter laut Vorhersage wohl gleich mit Regen empfangen wird. So richtig schön zum Einstimmen. Aber wie war der Spruch: Hinter dem nächsten Hügel kann das Wetter schon wieder ganz anders aussehen? Ich freu mich!

Montag, 27. August 2007

Feedback

Ich freue mich! Ich habe tatsächlich noch eine Mail von der Isle of Skye erhalten. Stuart ist ein netter Kerl und entschuldigte sich sogar mehrfach für die verspätete Antwort. Dabei hat er ja noch rechtzeitig vor unserem Trip geschrieben, also alles gut.

Dear Oliver,


I am so sorry for the delay in getting back to you. Thank yo for your enquiry - it is always great to hear of folk who are about to experience the amazing views of this are, and I know that you wont be dissappointed! You can certainly walk in to Loch Coruisk - I have a kind of photo journal showing a lot of parts of the walk but haven't had time to get that online as yet. The bad step isn't too bad (especially in dry weather) - the worst thing about it is if you take the wrong route across it, which you are more likely to do heading the other way (from Loch Coruisk towards Elgol) as there is a grassy path that goes very high above the step - this is not really a path, but just looks like the obvious way to go! Definately don't take it as you end up very high up and pretty dangerous! Cross from the lowest point of grass on one side of the bad step to the lowest point on the other side.

The boat is also a great way to do it - my Dad actually runs the local boat trips to Loch Coruisk. He started doing the trip 40 years ago and has been working the sea here all his life so knows the area as well as anyone and is able to point out all the local features. It's definately the easier way in!
If you take the boat (The Misty Isle) there are a few options: A standard 3 hour trip (which gives you 1 and a half hours to explore ashore), the longer full-day trip (which gives you 4 and a half hours ashore - a great option as it leaves time to either walk right around Loch Coruisk itself or to climb Sgurr na Strith which overlooks the Loch and, although a comparitively small hill amongst the rest of the Cuillins, has fantastic views from the top. The other option on the boat is to get a lift in to Loch Coruisk on the morning run and to walk home. That way my Dad, Seumas, can point out to you the path from the sea. If you are interested in the boat option have a look at the website (www.mistyisleboattrips.co.uk) and feel free to get in touch any time to find out more.

Whatever you decide, ENJOY this beautiful island! Keep an eye on the blog for the photos!
Keep in touch and let me know how you get on - it sounds like a great trek!
Maybe you could write a wee piece about it and I could stick it in our blog (or link to your blog too)?

Sorry again in taking so long to reply,

Stuart


Dear Stuart,

thank you very much! We´ll keep in touch, and maybe we have a chance to meet each other in Elgol...?

Regards to the misty Isle of Skye!

Sonntag, 19. August 2007

Vorbereitungen

Nun sind es gerade mal noch zwei Wochen bis zum Abflug! So langsam wächst meine innere Unruhe und meine Freizeit besteht zu einem Großteil aus Probepacken, Ausrüstung sortieren, finale Tourplanung und Zusammentragen von wichtigem Infomaterial, wie Fahrplanauszüge, das ich mir zum Mitnehmen möglichst klein ausdrucken möchte.
Fast überall in meiner Wohnung sieht es nach Urlaubsvorbereitung aus. Im Wohnzimmer liegen die Rucksäcke, stehen Klappboxen mit Outdoorklamotten, Isomatten, Schlafsäcken, stehen die Schubladen meiner Kommode mit dem Ausrüstungskram schon dauerhaft auf.
Meine Wanderschuhe sind grundgereinigt und neu imprägniert, diverse Lebensmittel stehen in einer weiteren Kiste in der Küche bereit für die Rucksack gerechte Umverpackung.
Der Küchentisch ist zum Karten- und Schreibtisch umfunktioniert, mit dem Notebook tippe ich eine interessante Wegbeschreibung aus A Long Walk on the Isle of Skye ab, von dem ich ja schon erzählte. Das Buch ist gefüllt mit den herrlichsten Fotos von der Insel! Das Fernweh nimmt in den Momenten immer ganz schnell und immens zu.
Heute habe ich noch eine interessante Variante von Loch Coruisk aus entdeckt. Wenn es möglich ist, die Küste entlang weiter westwärts zu wandern, dann gelangt man an den Campingplatz südlich Glen Brittle. Dort könnte man das Zelt aufbauen und einen Tagesausflug ohne Gepäck durch den Wald unternehmen. Der Rundweg verläuft rund 16,75 Kilometer lang überwiegend durch Wald.
Von Glen Brittle aus wäre dann der Weg hoch zur Talisker Distillery möglich und dann könnte man sich langsam in Richtung Trotternish-Halbinsel begeben. Da ich nicht wusste, wie ich nun herausbekomme, ob der Weg von Loch Coruisk die Küste entlang überhaupt gangbar ist, habe ich vorhin Stuart Mackinnon angemailt, der einen Blog zu Loch Coruisk betreibt. Erreichbar ist dieser übrigens auch über die Internetseite seines Vaters, Skipper der Misty Isle. Ich bin mal gespannt, ob Stuart sich bei mir meldet und mir einen Tipp geben kann. Würde mich echt freuen.

Freitag, 10. August 2007

Ryanair - top Service...?

Ich habe die Tage übers Internet bei Ryanair den Flug gebucht. Alles in allem sind wir mit 82,60 Euro pro Person für Hahn-Glasgow und zurück wirklich günstig. Trotzdem ist mir schon bei der Buchung etwas aufgefallen. Es gibt für die Bezahlung lediglich eine Eingabemaske für Kreditkartenzahlung, welche jedoch auch für die Eingabe einer Bankverbindung genutzt werden kann, um das Geld abbuchen zu lassen. Selbst dann bekommt man aber 12,- Euro Kreditkartengebühr berechnet...? Na gut, was solls, dachte ich mir, trotzdem noch sehr günstig.
Dann schrieb mir Conne, dass es vielleicht Probleme beim Check-in geben könne, weil ich ihren Rufnamen angegeben hätte, statt ihrem richtigen Namen Cornelia. Das war mir irgendwie völlig entgangen. Sie hatte mir extra noch eine Mail geschickt mit ihrer vollständigen Anschrift, die ich dann für die Buchung aber gar nicht brauchte. Den Namen hatte ich scheinbar nur überflogen und nicht richtig wahrgenommen. Also rief ich bei der Buchungszentrale an. 62 Cent die Minute ist ja noch ok, wenn es schnell geht. Der freundliche Herr am Telefon meinte dann aber, dass er mir gar nicht helfen könne, ich müsse bei der Buchungsstelle anrufen. Selbe Telefonnummer, nur Durchwahl 600. Als ich im Geschäft sitzend dann aber die Ansage hörte, dass ab dem folgenden Signalton die Minute 1,84 Euro kostet, legte ich schnell auf und wartete, bis ich zuhause war. Mein Arbeitgeber hätte mich ansonsten vielleicht noch gefragt, ob alles gut ist.
Nach Feierabend rief ich also die selbe Telefonnummer noch mal von zuhause an und staunte nicht schlecht, als die Ansage plötzlich offenbarte, dass die Minute nun 2,- Euro kosten würde. Dies machte mich nun doch etwas unruhig. Nach einer Weile Warteschleife bekam ich dann auch endlich ein Freizeichen - und landete nach ein paar mal Klingeln erneut in der Warteschleife. Als sich dann endlich eine Dame am Ende der Leitung meldete, betete ich meine vorbereitete Litanei herunter. Ich wollte ja nicht noch mehr Zeit schinden. Ich hoffte, dass ich nun alles schnell über die Bühne bringen könnte, aber die gute Frau meinte nur:"Moment, ich verbinde..." und schwups, war ich in der nächsten Warteschleife. Dabei wird man dann schon mal etwas ungeduldig und hört förmlich die Uhr im Nacken ticken. Dann meldete sich eine verschlafen wirkende Frau am Telefon, der ich erst wieder erklären musste, um was es geht. Sie meinte dann, dass es mit dem doch ähnlich klingenden Rufnamen eigentlich kein Problem geben sollte, aber sie würde mich gerne mal weiterverbinden. Äh, hallo...? Das beste daran war, dass sie dann wohl tatsächlich den Hörer neben sich legte und irgendwas machte, dann mit ihrer verschlafenen Stimme nuschelte, dass da wohl gerade besetzt sei und sie es nochmal probiere. Danach war nur noch Stille am Ende der Leitung. Keine Warteschleife mehr, keine Hintergrundgeräusche, nichts. Zur Sicherheit meldete ich mich noch mal mit einem "Hallo", aber da war nichts mehr. Nach einem Moment dieser Stille legte ich dann etwas geplättet auf. Mein Telefondisplay zeigte mir 7:14 Minuten Gesprächszeit an. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal derart unnütz über 14,- Euro zum Fenster heraus geschmissen habe...

Dienstag, 7. August 2007

Schottland, ich komme? Schottland, wir kommen!

Ich hätte es nicht mehr geglaubt, aber nachdem ich mich nun schon auf eine reine Solotour eingestellt habe, erhalte ich plötzlich eine Mail auf meinen Eintrag im Globetrotter-Forum, wo ich bereits seit langem nach einem Reisepartner gesucht habe. Die Conne aus Chemnitz liebt die Natur, paddelt viel, wandert weit und klettert neuerdings auch schon im Elbsandsteingebirge herum. Nach einigen Mails haben wir uns dann das vergangene Wochenende in der Rhön zu einer gemeinsamen Kennenlern-Tour getroffen.
Freitag nach der Arbeit bin ich direkt losgefahren, über die A66, vorbei an Fulda und tief hinein in die hügelige Rhön. Vom
Wanderparkplatz auf der Roter Kuppe begab ich mich vorbei am Rhön Park Hotel in den Wald und hinunter zum idyllisch in einem kleinen renaturierten Basaltbruch gelegenen Silbersee. Einer meiner bisher schönsten Plätze zum Wildcampen. Hier verbrachte ich die Nacht unter dem lang anhaltenden nächtlichen Gezeter zweier Vögel, die sich über mir im Hang offensichtlich mächtig und ausgiebig zankten.

Am nächsten Morgen stieß dann Conne dazu. Sie kam barfuß den Waldweg hinabgelaufen. Dieser Eindruck irritierte doch erst mal ein wenig, hatten wir uns schließlich für eine Wandertour verabredet. Wanderschuhe hatte sie dann aber zu meiner Beruhigung dabei. Im Nachhinein wäre ich eventuell sogar froh darüber gewesen, wenn sie die Tour ohne Schuhe gelaufen wäre. Konstitutionell und konditionell ist sie mir gegenüber weit im Vorteil, was sich vor allem bei jedem Anstieg
extrem offenbarte. Bei meinen körperlichen Einschränkungen aber auch keine Kunst. Trotzdem haben wir uns darauf geeinigt, dass dies aber kein Problem darstellt. Jeder soll die Möglichkeit haben, in seinem Trott durch die Highlands zu laufen. Wenn man drei Wochen lang gemeinsam mit dem Rucksack unterwegs sein möchte, die ganze Zeit in einem Zelt aufeinander hängt, dann braucht man jeden Freiraum, der sich einrichten lässt.

Unsere Tour durch die Rhön war bei schönstem Wetter abwechslungsreich und vor allem anstrengend. Wir schafften ein durchschnittliches Tagespensum von rund 40 Kilometer durch Schluchten, über Hügel,
vorbei an der Wasserkuppe, durchs Rote Moor und zurück über die Thüringer Hütte zur Roter Kuppe. Schlussendlich war das aber eine rechte Plackerei für mich und ich habe mir noch schön den Wolf gelaufen. War genau das richtige Thema für das Forum bei den Outdoorseiten.net. Es hat mich beruhigt, dass ich dort einige Leidensgenossen fand, die auch ein paar interessante Tipps auf Lager hatten. Ich will ja nicht in Schottland plötzlich mit wund geriebenen Stellen vor mich hin humpeln...

Rhön-Galerie:
Rhön



Glasgow Prestwick International Airport - ein paar Randnotizen

Der Glasgow Prestwick International Airport liegt rund 51 km westlich von Glasgow. Mit Bahn, Bus und Taxi erreicht man Glasgow ganz leicht. Busse und Bahn fahren im 30 Minuten-Takt. Mit der Bahn benötigt man 45 Minuten und, mit 50% Nachlass bei rechtzeitiger Buchung und Vorlage des Ryanair-Flugtickets, kostet die Fahrt lt Ryanair einfach etwa £2.70. Zwei "Stagecoach" Busse fahren nach Glasgow City: der X77 (£4.15 einfach, Fahrzeit etwa 55 Minuten) und die No.4 (£5.10 einfach, Fahrzeit etwa 90 Minuten).

Abfahrt mit der Bahn von
PRESTWICK INTL AIRPORT, Prestwick Airport Station 1, mit der First ScotRail, Route AYR - GLASGOW CENTRAL.
In GLASGOW CENTRAL muss man dann umsteigen. Route LANARK - MILNGAVIE, Fahrzeit etwa 24 Minuten.

Um sich vor seiner Abreise ein wenig zu orientieren, findet man auch einige Informationen zur Wetterstatistik auf der folgenden Seite: Metoffice. Hier kann man sich erkundigen, wie das Wetter in den vergangenen Jahren in den verschiedenen Regionen zu bestimmten Jahreszeiten war. Ein Garant für das Wetter der bevorstehende Reise ist das natürlich nicht...


Sonntag, 22. Juli 2007

Kleine Rheinsteig-Wanderung

Nach der Rheinsteigtour im Frühjahr wollte ich mir schon länger auch mal die Startetappe im Taunus anschauen. Ausgesucht hatte ich mir den Einstieg bei Schlangenbad, wo es auch jede Menge freie Parkplätze gibt. Eigentlich hatte ich vor, bei der Tour endlich mein "neues" Vaude Taurus Ultralight einzuweihen und mein Rucksack war entsprechend gepackt. Da der Himmel recht trüb wurde, benutzte ich als Rucksackliner vorsichtshalber einen Müllsack.

In Schlangenbad angekommen sprach ich ein paar Passanten
auf den Rheinsteig an, aber außer dem Namen wussten die Leute nichts darüber. Schließlich fand ich oberhalb des Kurzentrums doch recht schnell die ersten Markierungen, die mich auf den richtigen Weg brachten und stieg alsbald den Waldweg hinauf. Zum Glück musste ich nicht lange warten, bis es endlich zu regnen anfing. Das gab der Wanderung die richtige Würze...
Schnell erreichte ich die Marx-Schutzhütte, wo ich mich kurz unterstellte, um den Rucksack auf seine Regendichtigkeit zu prüfen und meine Kleidung entsprechend zu richten. Dann machte ich mich wieder auf den Weg.


Auf dieser Etappe ist man hauptsächlich auf Waldwegen unterwegs. Etwas landschaftliche Abwechslung findet man in den kleinen Tälern mit Feuchtwiesen, Bächen und Tümpeln. Über den Baumwipfeln hingen dicke Dunstschwaden, die der ganzen Szenerie etwas mystisches verliehen.

Als ich schließlich an das alte Forsthaus gelangte, spielte ich tatsächlich kurz mit dem Gedanken, mich dort vor dem Regen in Sicherheit zu bringen. Solch ein Gasthof wirkt doch recht einladend auf einen nassen Wanderer. Aber trotzdem beschloss ich weiter zu laufen.
Irgendwann erreichte ich den Waldrand. Ein Schild wies mir den Weg entlang des Waldes aufwärts zur Ruine Scharfenstein. In dem Tal hingen dicke dunkle Regenwolken und zu meinem Glück begann es nun auch noch zu donnern. Die Ruine war meine Hoffnung auf einen Unterschlupf, auch wenn ich keine Ahnung hatte, in welchen Zustand sich das Bauwerk überhaupt befindet. Als die
Ruine dann schon in Sichtweite war, bemerkte ich auf der anderen Seite eines Wingerts eine Schutzhütte.

Meine Gore Radjacke ist zwar leicht und sicherlich für einen leichten Regen vielleicht noch ganz brauchbar, aber stundenlange, teils sintflutartige Regenschauer und Gewitter waren doch zu viel des Guten. Auch meine gewachste Outdoorhose hatte die Grenze ihrer Belastbarkeit längst überschritten. Im Schutz der Hütte hing ich erst einmal meine Jacke zum Abtropfen auf und zog mir etwas Trockenes über. Dann packte ich meinen Kocher aus und machte mir einen schönen heißen Kräutertee. Derweil sammelte ich Regenwasser, das am Dach herabtropfte, um meinen Trinkwasservorrat wieder zu ergänzen. Bei dem Wetter kam ein Liter Wasser dann auch tatsächlich recht schnell zusammen. Nachdem ich mich ausreichend gestärkt hatte, beschloss ich den Weg zurück zum Auto nach dem GPS zu laufen. Die Koordinaten hatte ich markiert, bevor ich los gelaufen war.

Luftlinie waren es keine fünf Kilometer. Natürlich folgt kein Weg genau den
Angaben eines GPS, so auch hier. Und je tiefer ich in den Wald vordrang, um so häufiger war der Satellitenempfang unterbrochen. Die dicke Wolkendecke trug ihr Übriges dazu bei. Also blieb ich ein paar Mal stehen, wartete auf ein Signal und markierte sofort den Wegpunkt. So konnte ich doch noch gut die Richtung kontrollieren, die ich lief. Als an einer Waldkreuzung keiner der Wege in meine Richtung zu verlaufen schien, suchte ich mir meinen Weg durch den Wald. Das habe ich früher schon öfter gemacht, sogar schon mit dem geschulterten Mountainbike, was allerdings recht anstrengend sein kann.

Letztendlich kam ich wieder bei meinem Auto an. Leider hatte ich versäumt auf die Uhr zu schauen, aber alles in allem war ich zwischen sechs und sieben Stunden unterwegs. Meine nassen Hosen hatten sich leider etwas nach unten gezogen und die Schrittnaht zwischen meinen Beinen ge
scheuert. Die Beine waren auch schwer, aber der Weg hatte auch einige An- und Abstiege und häufig floss das Wasser die Wege hinab. Da musste man schon achtsam sein.
Zum Zelten war der Wald leider auch nicht so geeignet, da nicht nur überall das Wasser stand, sondern der Boden auch völlig durchweicht war. Schade eigentlich.

Outdoor-Termine im Herbst

Auf drei Frankfurter Outdoor-Termine im Herbst möchte ich gerne hinweisen:

Die Frankfurter Trekkingbörse im Supertramp in der Jordanstraße 30
Zu finden sind Schnäppchen der bekannten Outdoormarken, Musterkollektionen, Einzelstücke, Auslaufmodelle und Restposten bis zu 50 % reduziert.

Zur Herbstbörse werden zusätzlich noch Boote, Rucksäcke und Zelte aus dem Ausrüstungsverleih verkauft. Und wer selbst Teile seiner Ausrüstung verkaufen möchte, kann den Ausrüstungsflohmarkt im Hof nutzen. Dieses Angebot ist gratis und ohne Voranmeldung an bereitgestellten Ständen möglich.
Termin: Samstag, 29. September 2007, 10:00 - 18:00 Uhr.


Iris Bahr (Bronx und Broadway) und Nora Tschirner (Prenzlauerberg) lesen:

"Moomlatz oder Wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren"

Moomlatz* ist eine urkomische und clevere Erzählung über das Paralleluniversum der Backpacker und die Lonely-Planet-Generation.

Frisch aus der israelischen Armee entlassen, beschließt Iris Bahr, eine Rucksacktour durch Asien zu machen. Anders als gewöhnliche Backpacker hat sie mehr im Sinn als bloßes Sightseeing. Sie hat eine Mission zu erfüllen: ihre Entjungferung. Ein turbulentes Unternehmen, an dessen Ende sie erkennt, dass sie mehr zu verlieren hat als ihre Unberührtheit – ihre eigene Unsicherheit.

Samstag, 13.10.07 um 20:15 Uhr in der Globetrotter-Filiale Frankfurt, Hanauer Landstraße 11-13

Besuch nur bei vorheriger Anmeldung (bei der Filiale) möglich!


Die 15. Weitsicht im Sendesaal des hr

Mit sechs Dia-Show-Premieren, einer außergewöhnlichen Sonntags-Film-Dia-Musik-Matinee, Arved Fuchs neuester Kanada-Hundeschlitten-Expedition und dem in Amerika lebenden Tierfotografen Florian Schulz bietet die Weitsicht dieses Jahr wieder ein Programm der Superlative. Entdecken Sie mit Hartmut Krinitz die Schönheit Südtirols, lernen Sie die Geheimnisse der letzten Urwälder der Erde durch den Greenpeace-Fotografen und Weitsicht-Preisträger 2007 Markus Mauthe kennen, begleiten Sie Dirk Rohrbach auf seiner abenteuerlichen Radreise durch die USA und erleben Sie mit dem österreichischen Fotografenehepaar Zwerger-Schoner die Faszination Australiens.

Eröffnet wird die 15. Weitsicht durch die neueste Foto-Reportage „Flucht aus Tibet“ von Dieter Glogowski. Zur Sonntags-Matinee präsentieren Peter Weinert und Dieter Glogowski ihre neueste Film-Produktion „Im Land der Sherpas“ (Koproduktion des SWR und HR), umrahmt von einer Kurz-Dia-Show „Erinnerungen an Nepal“ (Dieter Glogowski). Spannend und humorvoll abgerundet wird die Sonntags-Matinee durch das außergewöhnliche Live-Musikprogramm der Allgäuer „Nepal-Trekking-Musikgruppe“ um Charly Wehrle.

Termin der Veranstaltung: Samstag, 17./18. November 2007
Karten sind im Vorverkauf und an der Tageskasse erhältlich. Ausführliche Informationen auf der Internetseite.

Freitag, 20. Juli 2007

Isle of Skye

Je länger ich mich mit der Planung meiner Schottlandtour befasse, um so reizvoller wird für mich die Isle of Skye. Offen gestanden freue ich mich mittlerweile immer mehr auf diese Hebrideninsel, und der West Highland Way entwickelt sich immer mehr nur hin zum Weg zu diesem Ziel. Sicherlich wird diese Einstellung dem WHW nicht gerecht. Spätestens wenn ich mich dort bewege, wird sich mein getrübter Blick bestimmt wieder klären. Dennoch gilt dieser Beitrag nun alleine der wunderbaren Misty Isle, die geographisch zu den schottischen West Highlands zählt.

Am westlichen Ende der Road to the Isle befindet sich der Küstenort Mallaig. Von hier kann man mit der Fähre in etwa 25 Minuten nach Armadale übersetzen. Der Fährplan und die Preise der Caledonian MacBrayne sind der offiziellen Internetseite zu entnehmen.

In Armadale lohnt sich bei schönem Wetter ein Besuch des Armadale Castle und seiner Parkanlage, sowie des Museum of the Isles, bevor man sich auf den Weg über die Insel macht.

Südlich von Broadford trifft man im Tal von Strath Suardal auf die Ruine von Cill Chriosd, deren Ursprünge wohl bis ins 6. Jahrhundert zurückreichen. Nicht weit dahinter befindet sich das Höhlensystem der Hight Pasture Cave. Hier werden seit 1972 in regelmäßigen Grabungskampagnen Funde der späten Bronzezeit, sowie der Eisenzeit geborgen.
Danach entscheidet sich, ob der Weg dem südlichen Ableger der Insel gefolgt werden soll, um nach Elgol zu gelangen. Hier kann man mit dem Boot bei einem kleinen Ausflug über die Küstengewässer zum Loch Coruisk gelangen. Der andere Weg führt landseits an der Küste entlang. Allerdings muss dann auf dem letzten Stück die Bad Step überwunden werden, eine ca. 60° geneigte Gabbroplatte direkt über dem Meer, durch welche ein Riss aufwärts führt. Man sagt, dass dieser Weg bei gutem Wetter und ohne schwere Rucksäcke kein großes Problem darstellen soll. Mit Trekkingrucksäcken wird aber eher der Weg mit dem Boot empfohlen.

Nach Loch Coruisk geht es dann durch die Cuillin Hills nach Sligachan. Das Hotel dort bietet eine Webcam mit verschiedenen Blickrichtungen auf die Umgebung. In unmittelbarer Umgebung des Hotels befindet sich auch ein Bunkhouse und eine Campsite, die von Andreas, einem deutschen Biker betrieben wird.
Ein Stück der A861 folgend führt der Weg von Sligachan in westlicher Richtung an die Ufer des Loch Harport, vorbei an Carbost zur Talisker Distillery. Eine Besichtigung dieser Destillerie möchte ich auf keinen Fall versäumen, wie ich ja schon an anderer Stelle in meinem Blog erwähnte.

Weiter in Richtung Nordwesten führt der Weg an den Lorgill River. Ein Tipp für eine Wanderung machte mich auf dieses Flüsschen aufmerksam. Diesem ostwärts folgend kommt man in das Glen Osdale und den Osdale River. Weiter geht der Weg nach Dunvegan am gleichnamigen Loch Dunvegan.

Es gäbe noch einiges auf der Insel zu erkunden, wie zum Beispiel auch den riesigen Obelisken Old man of Storr auf der nördlichen Halbinsel Trotternish. Wie viel Zeit uns aber überhaupt dort bleibt, werden wir wohl erst Vorort einschätzen können. Zur Einstimmung habe ich mir über Amazon aus UK noch das Taschenbuch A Long Walk on the Isle of Skye bestellt, welches hoffentlich bald eintrifft.

Für einige nützliche Tipps möchte ich hier noch ganz besonders den netten Leuten aus dem Forum des Schottlandportals danken! Weitere Informationen für meine Planung fand ich auf geodaisy.com, wo man nach einigen GPS-Koordinaten in Schottland suchen kann.
Auch auf Geograph sind GPS-Koordinaten zu finden. Hier haben Fotografen Landschaftsbilder veröffentlicht, zu denen alle Informationen über den Standort zu finden sind. Über eine Suchfunktion kann man ganz gezielt nach einem Ort, oder ggf. einer Sehenswürdigkeit suchen.

Die Isle of Skye zum Nachschlagen
  • Skye and North West Highlands Walks (Pathfinder Guides) von Ordnance Survey Pathfinder Guild, Verlag Jarrold Publishing, ISBN 0711708509
  • A Long Walk on the Isle of Skye: The Famous 75-Mile Island Trek, David Paterson, Peak Publishing, ISBN 0952190893. Textauszug
  • North Skye, Dunvegan and Portree (Landranger Maps) by Ordnance Survey, ISBN 0319226239
  • South Skye and Cuillin Hills (Landranger Maps) [Landkarte] by Ordnance Survey, ISBN 0319226328

Mittwoch, 18. Juli 2007

Midge Forecast für Schottland

Zufällig im Web entdeckt habe ich heute den Midge Forecast für Schottland. Um sich auf die kleinen Plagegeister wenigstens etwas einstellen zu können, wird auf dieser Internetseite eine 7-Tages-Vorhersage angeboten. Es gibt zum einen eine Schottlandkarte als Übersicht, aber einzelne Gebiete können auch dezediert angezeigt werden. Gewertet wird von 1 (negligible levels) bis 5 (nuisance levels):

http://www.midgeforecast.co.uk


Forum der Outdoorseiten geht wieder online

Nach Schwierigkeiten mit dem Provider und Umzug auf einen neuen Server gab es wiederum Probleme mit der Forensoftware. Die zeit- und arbeitsintensive Umstellung auf neuere Forensoftware war zwar bereits angedacht, musste dann aber erheblich beschleunigt werden. Nun kann das Forum der outdoorseiten.net heute, oder spätestens morgen Abend endlich wieder online gehen. Sicher gibt es viele Leute, die nur auf diesen Moment warten. Leute, ich drücke Euch die Daumen, dass damit alle Probleme beseitigt sind!

Montag, 9. Juli 2007

Hahn AirportShuttle

Wenn man günstig mit Ryanair in Urlaub fliegen möchte, dann hat man immer noch das Problem der An- und Abfahrt. Der Flughafen Hahn liegt ja doch recht abseits des Rhein-Main-Gebietes. Mit dem Auto anzureisen ist wegen der voraussichtlichen Parkgebühren indiskutabel. Wenn man jemanden hat, der sich bereit erklärt Taxi zu spielen, dann ist das natürlich fein, aber für den Fall der Fälle habe ich nach einer anderen Möglichkeit gesucht - und gefunden. Die Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH bietet in Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen Bohr einen Airport-Shuttle von Mainz nach Hahn an. Vom Mainzer Hauptbahnhof fährt das Busunternehmen in regelmäßigem Turnus den Flughafen Hahn an. Die Fahrt dauert 70 Minuten und kostet für einen Erwachsenen 11,00 Euro.

Ausführliche Informationen und Fahrplan sind auf den Seiten des ORN zu finden:

www.orn-online.de


Samstag, 7. Juli 2007

Wanderplaner Regioausflug.de

Unter Regioausflug.de findet man im Internet einen Routenplaner für die Regionen Odenwald, Taunus und Rheingau, Rhön, sowie die beiden (Rhein-)Seiten des Mittelrheins. Hat man sich für eine Region entschieden, so stehen von Tagesausflügen, über Mehrtagestouren, bis hin zu Weitwanderungen alle Optionen zur Verfügung. Man kann angeben, wie viele Kilometer man pro Tag gehen möchte, wo man starten, übernachten und enden möchte. Aus einer umfassenden Datenbank mit mehr als 15.000 km miteinander vernetzten Wanderwegen bekommt man anhand seiner Vorgaben Routenvorschläge unterbreitet. Hat man sich für eine Strecke entschieden, so kann man eine detaillierte Wegbeschreibung mit Bewertung, Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten aufrufen und sogar ein TOP50-Overlay herunterladen. Einziges Manko: Bei Mehrtagestouren werden nur Strecken berücksichtigt, an deren jeweiligem Ende der Tagesetappe eine in der Datenbank eingetragene Pension, Ferienwohnung, oder ein Hotel für die Übernachtung liegt. Rucksackreisende, die im Zelt übernachten möchten, bekommen hier keine Unterstützung. Ich finde, wenn schon die Übernachtung fest in die Routenplanung integriert ist, dann hätte man wenigstens noch die Campingplätze als Alternative mit einbeziehen können. Ich habe die Betreiber der Seite per Mail auf diesen Umstand angesprochen und bin gespannt, ob ich irgend eine Antwort erhalte.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Der Weg ist geebnet...

Super! Lange hatte ich das noch vor mir hergeschoben, da es bei uns in der Firma so viel Veränderungen gab, heute Morgen hatte ich im Mail dann endlich die Bestätigung: Der Urlaubsantrag für die Zeit vom 03.09.2007 - 21.09.2007 ist genehmigt. Jetzt muss ich nur noch den Flug buchen, packen und warten, bis die Zeit gekommen ist. Na gut, vorher möchte ich noch den Sommer genießen, der sich hoffentlich bald wieder zurück meldet, und werde ein paar weitere Tages- oder Wochenendwanderungen unternehmen. Training kann nicht schaden, zumal sich ja letzt mein Rücken mal wieder gemeldet hatte.

Montag, 2. Juli 2007

Scottish Food Fortnight 2007

Wann? 1.- 16. September 2007 Wo? In ganz Schottland
Die Scottish Food Fortnight ist ein herbstliches Fest, eine Feier mit allem, was Schottland an gutem Essen und Trinken zu bieten hat. Geschäfte, Restaurants, Bauernmärkte und viele andere werden sich an diesem nationalen Ereignis beteiligen, das die ungeheure Vielfalt an wunderbaren, frischen, saisontypischen Lebensmitteln vorstellt, die die schottische Landschaft hervorbringt.

Samstag, 30. Juni 2007

Meine Ausrüstungsliste für Schottland

Die ersten hier veröffentlichten Überlegungen zu der Ausrüstung für meine geplante Schottlandtour sind ja schon ein paar Monate her. Seither hat sich einiges getan. Mir war es zum Beispiel möglich, ein paar Dinge gebraucht zu erstehen. Anderes habe ich auch selbst gebastelt und meine Liste immer wieder durchgearbeitet. Ziel ist es, nicht an Komfort einzubüßen und trotzdem ein möglichst geringes Gewicht über die drei Wochen durch die Highlands zu tragen.

Beginnen möchte ich mit der Kleidung. Da ich beim Wetter mit allem rechnen muss, die Rucksackkapazität aber begrenzt ist, empfiehlt sich Funktionskleidung, die nach dem Zwiebelschalenprinzip kombiniert werden kann.
Alles trocknet relativ schnell und kann somit unterwegs auch mal gewaschen werden. Einzig Unterwäsche ist doppelt vorhanden:
  • Black Bear Boxer Shorts, silberionisiert
  • Woolpower 400 Wandersocken mit 64% Merinowollanteil
  • Crane Sportunterhemd
  • Outdoorhose Four Seasons Svalbard, gewachst
  • Mammut Outdoor Gürtel Unisex
  • Crane Sportshirt
  • Fleecepullover
  • Gore Windstopper-Jacke
  • Marmot Oracle Regenjacke, da Poncho für Wind evtl. nicht so geeignet.
  • Regenhosen (Tchibo)
  • Sonnenhut Black Bear Creek
  • Wanderstiefel HanWag Banks GTX
Als Rucksack favorisiere ich momentan einen gebraucht erstandenen Golite Trek Pack 64+11 l mit 910 g Gewicht, der für Lasten bis 17 kg geeignet ist. Das geringe Gewicht wird einerseits durch leichte Materialien erreicht, andererseits durch das Weglassen eines steifen Tragesystems. Auf dem Rheinsteig habe ich diesen Rucksack, mit Ausrüstung und Verpflegung bis zum Maximalgewicht belastet, bereits erfolgreich getestet.

Als Behausung für die Tour wollte ich ursprünglich das Weight Watcher RT von Jack Wolfskin mitnehmen. Bei schlechtem Wetter, oder zu vielen Midges freut man sich aber über jedes Bisschen mehr Platz im Innenzelt, da man bei den kleinen Stechmücken gerne auf die Nutzung der Apside verzichtet. Also habe ich mich für das Vaude Taurus Ultralight entschieden. Mit diesem 1-2 Personen-Ultraleichtzelt spare ich sogar noch gegenüber dem JW-Solozelt an Gewicht.

Sonstige Ausrüstung fasse ich hier erst einmal ohne weitere Erläuterung zusammen:
  • Leki Makalu Classic Trekkingstöcke
  • Schlafsack Salewa Mont Blanc 5°
  • Isomatten Artiach Light-plus und Skin Micro-Lite short
  • Bauschuttsack als Rucksackliner
  • Packsack mit Umhängeriemen als Daypack, Kissenbezug etc.
  • kleines Reparaturset mit Reparaturhülse, Flicken, Kleber, Nadel und Faden etc.
  • Grangers Lederfett für die Schuhpflege
  • kleines Erste-Hilfe-Set
  • Gürteltasche
  • Kompass
  • Garmin etrex GPS
  • Miniradio mit Ohrstöpseln
  • Petzl Tikka LED-Stirnlampe
  • Ersatzbatterien
  • Canon IXUS 60 Digitalkamera mit Kameratasche, SD-Speicherkarten, Ersatzakku und HAMA-Tischstativ
Kochen und Wasser
  • Platypus Hoser Wassersack, 2 l zum Wasserholen und Vorrat f. abends und morgens
  • Nalgene Weithalsflasche 0,7 l
  • Katadyn Vario Wasserfilter
  • Kochset mit Dosenkocher und Primus Trek Kettle
  • Brennspiritus (wird vorort gekauft)
  • Feuerzeuge
  • Foon
  • Berghaferl
  • 1/2 Spülschwamm
  • Opinel
  • kl. Ardbeg-Flachmann
  • Das Thema Verpflegung behandle ich noch mal separat
Hygiene
  • leichter Adidas Kulturbeutel
  • Zahnbürste
  • Probetube Zahnpasta aus Drogerie
  • Waschlappen aus Microfasertuch (Lidl)
  • PackTowl Reisehandtuch
  • Deostick
  • Outdoorseife
  • Bürste für die langen Zotteln
  • 1/2 Rolle Toilettenpapier
  • ein paar feuchte Tücher in Einzelverpackung
  • Kampferspray für die Füße
Organisation
  • Samsonite Brustbeutel
  • Personalausweis
  • Auslandskrankenversicherung
  • Flugticket
  • Mobiltelefon (auch als Wecker)
  • Reiseliteratur
  • Landkarten
  • kl. Notizbuch und Stift
  • Adressliste
  • kl. Wörterbuch
Momentan liege ich mit meinem Rucksackgewicht ohne die Verpflegung bei rund 14 Kilogramm incl. der Kleidung, welche nicht am Körper getragen wird. Verpflegung soll so oft wie nötig unterwegs nachgekauft werden. Wasser soll unterwegs bei jeder Gelegenheit in die Flasche nachgefüllt werden. Der Wassersack soll möglichst nur abends befüllt werden, damit ausreichend Trinkwasser für das Abendessen und Frühstück vorhanden ist. Leer nimmt er weder viel Platz weg, noch fällt er groß ins Gewicht.

Sonntag, 24. Juni 2007

Zum Nachdenken angeregt

„Hallo, schön dass Du mich besuchst.“ Ich stehe auf der Aussichtsplattform der Baumskulptur am Lautsprecher, der in den metallenen Stamm montiert ist und lausche dem, was der Baum mir erzählt. Mir war die etwa 18 Meter hohe Baumskulptur mit den großen, rechteckigen grünen Blechblättern von der Flörsheimer Warte aus aufgefallen und ich suchte mir den Weg entlang der Flörsheimer Schweiz zu diesem Objekt.

Im Regionalpark Rhein-Main gibt es viele Werke von Künstlern zu besichtigen, aber dieses Projekt scheint in der Planung bereits auf Unverständnis gestoßen zu sein, wie ich einem Zeitungsbericht entnahm.
„Mein Fundament besteht aus einem Stern mit 15 Metern Durchmesser. Man könnte mich als Flachwurzler bezeichnen, doch ich entziehe weder dem Boden Wasser, noch betreibe ich Photosynthese.“ Der Baum erzählt, dass sein Stamm einen Durchmesser von 1,20 Metern hat und mit 24 Schrauben von 1,40 Metern Länge auf dem Fundament befestigt ist. Innen wurde er mit Beton ausgegossen ist. Die zehn Äste, die aus bis zu 29 Einzelteilen bestehen, sind teils verschraubt und teils geschweißt. Er hat 91 verzinkte und grün gestrichene Blätter, welche immer Grün bleiben und auch im Winter nicht abfallen. „Im Winter wird auch auf meinen Ästen Schnee liegen. Er wird sogar länger liegen bleiben, als auf einem richtigen Baum, da lebende Bäume eine Eigenwärme haben.“ Damit der Baum dem Besucher etwas über sich erzählen kann, bestehen drei der 70 mal 70 Zentimeter großen Blätter aus Fotozellen, um eine Ton- und Klanginstallation zu betreiben. Sie wird per Sensor ausgelöst, sobald ein Besucher über die Stahltreppe zum "Baumhaus" in luftigen neun Metern Höhe hinaufklettert.

Die doppelseitige Infotafel am Fuß des Baums, sowie die Erzählungen aus dem Lautsprecher sollen uns auf unseren Umgang mit der Natur aufmerksam machen. Viel zu leicht verdrängen wir unsere Abhängigkeit von einem funktionierenden Ökosystem. Wir holzen ganze Wälder ab und betrachten Holz nur noch als Rohstoff. Zwischenzeitlich möchte der Mensch auch noch in den Bauplan der Schöpfung eingreifen und Bäume durch gentechnische Manipulationen schneller wachsen, oder mehr Zellstoff produzieren lassen. Die Stimme aus dem Lautsprecher fragt, ob man die Konsequenzen eines solchen Handelns wirklich absehen kann und ob man einen solchen Baum von einem normalen Baum irgendwie unterscheiden könnte. Ihn selbst erkennt man auf jeden Fall immer als das, was er ist. Ein künstlich geschaffenes Objekt…